Deutsche nicht beim Nationenpreis in St. Gallen

Springen – Longines CSIO Schweiz St. Gallen

Die deutschen Reiter haben am Freitag beim Nationenpreis auf den Start verzichtet.

Müssen die Deutschen Springreiter die Division 1 verlassen?

Nicht nur in einigen Teilen von Deutschland regnet es dauerhaft, auch das CSIO in St. Gallen, Schweiz hat so seine Schwierigkeiten mit dem Regen.

Von Anfang an wurden die meisten Prüfungen im Programm gestrichen. Damit sollte der Boden für den Nationenpreis geschont werden.

Marcus Ehning, Ludger Beerbaum, Gerco Schröder u. Edwina Tops-AlexanderTrotzdem wurde es nicht einfacher den Nationenpreis auszutragen. Der Regen hörte nicht auf, und die deutsche Mannschaft (Meredith Michaels-Beerbaum, Marcus Ehning, Ludger Beerbaum und Christian Ahlmann) entschied sich zusammen mit Budestrainer Otto Becker, dass sie am Nationenpreis nicht teilnehmen.

„Das Wohl der Pferde steht immer an erster Stelle. Wir dürfen es nicht riskieren, dass sich unsere Pferde verletzen,“ sagte Otto Becker zur Begrüdung seiner Entscheidung.

Im Nationenpreis zeigte sich dann auch wie schlecht der Boden war, und die Prüfung wurde nach dem ersten Umlauf in einem Stechen entschieden. Auf den zweiten Umlauf wurde verzichtet.

Laut Reglement muss die FEI angeben, wann „höhere Gewalt“ vorliegt. Dies hat sie in St. Gallen allerdings wohl nicht so gesehen. Die Prüfung wurde unter den anderen sieben Nationen ausgetragen.

Welche Konsequenzen die Entscheidung der deutschen Mannschaft haben wird ist noch unklar. Denn die Teilnehmer der ersten Division müssen an den ausgeschriebenen Nationenpreisen teilnehmen, ansonsten verlieren sie ihre Punkte und müssen im nächsten Jahr in der zweiten Division starten. Dies steht so in den Regeln der FEI.

Für Deutschland, die im letzten Jahr die beste Nation waren, könnte dies bedeuten im nächsten Jahr in Division 2 abzurutschen.

Sönke Lauterbach, FN Generalsekretär, stimmte der Entscheidung von Otto Becker voll zu. „Kein Nationenpreis der Welt ist es wert, dass wir Verletzungen bei unseren Pferden in Kauf nehmen könnten.“

„Höhere Gewalt“ sind laut der FEI:

  • Überflutungen,
  • Erdbeben,
  • Seuchen und
  • andere unvorhersehbare Ereignisse.

Die FN will sich jetzt mit der FEI in weiteren Gesprächen zusammensetzen, in der Hoffnung, dass sie ihr Reglement erweitern. Außerdem soll besprochen werden, ob Deutschland in der Division eins im Nationenpreis bleiben kann.

Update – 01.06.2013

Die Veranstalter haben am Samstagmorgen zusammen mit allen Reitern und Trainern, entschieden, dass die Veranstaltung aufgrund der Wetterlage abgesagt wird.

Die Veranstalter des CSIO in St. Gallen können für die Gesundheit der Pferde nicht mehr garantieren.

Mehr zu CSIO St. Gallen


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.