27.07.2026 In 15 Tagen ist es so weit, dann werden die FEI World Championships Aachen 2026 offiziell eröffnet. Bei einem Pressegespräch in der Staatskanzlei in Düsseldorf gaben sich Weltklasse Reiter und hochrangige Politiker die Ehre und blickten gemeinsam auf das Highlight im Sportkalender des Landes NRW und des Pferdesports weltweit. Dabei hoben sie auch die gesellschaftliche Relevanz des internationalen Großereignisses hervor.
Zum Abschluss seines Statements wurde Hendrik Wüst nachdenklich. Nachdem er in allen Details herausgestellt hatte, warum die Reit-WM in Aachen einen Höhepunkt im Jahreskalender darstellen wird, lag dem NRW-Ministerpräsidenten noch etwas anderes auf dem Herzen: „Die Welt ist an vielen Stellen im Umbruch und der Umgang der Völker untereinander war wahrscheinlich auch schonmal besser. Welche Kraft haben wir noch auf dieser Welt, wo Menschen zusammenkommen, nach fairen Regeln miteinander Wettkampf machen und anschließend gemeinsam den Besten feiern?“, fragte er und lieferte gleich die entsprechende Antwort: „Es ist der Sport. Nur der Sport hat diese Kraft, Menschen und Völker zusammenzubringen.“
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Genau deshalb hält Hendrik Wüst die FEI World Championships, die in 15 Tagen in seinem Bundesland in Aachen beginnen, für ein so bedeutungsvolles Ereignis – sportlich wie gesellschaftlich. Und es ist ein Event, das antritt, neue Maßstäbe zu setzen. „Die Reit-WM 2026 in sechs Disziplinen ist das größte Sportevent in diesem Jahr in ganz Deutschland mit bis zu 500.000 Reitsportfans. Dass die Aachener Soers wieder die Welt-Bühne für die besten Reiterinnen und Reiter aus mehr als 60 Nationen bietet, zeigt einmal mehr: Nordrhein-Westfalen kann internationale Sportereignisse der Weltklasse vor Rekordkulissen.“ Kein anderes Land habe mehr Erfahrung bei der Ausrichtung großer Sportveranstaltungen.
1000 ehrenamtliche Helfer aus der ganzen Welt
Einen weiteren Eindruck dieser Dimensionen gibt die Anzahl an Volunteers: 1000 ehrenamtliche Helfer aus der ganzen Welt – unter anderem den USA, Neuseeland und zahlreichen europäischen Ländern – sorgen vor und hinter den Kulissen für einen reibungslosen Ablauf. Das sind 200 mehr als beim jährlichen CHIO Aachen, der in „normalen“ Jahren das größte Reitturnier der Welt ist. „Das zeigt nochmal die Bedeutung und die Größe der World Championships. Uns alle vereint die Leidenschaft Pferd, denn dieses ist nicht nur Athlet, sondern für viele auch Freund und oft Seelenverwandter“, betonte Stefanie Peters, Präsidentin des Aachen-Laurensberger Rennvereins.
Sie erläuterte außerdem, dass Championate auch immer zur Weiterentwicklung in der Aachener Soers genutzt werden – inhaltlich und infrastrukturell. Als Beispiele nannte Peters die feste Integration des Para-Sports auch nach der Reit-WM sowie den Bau eines neuen Stallgebäudes, die Erweiterung der Geländestrecke, den Ausbau der Barrierefreiheit und die Installation einer Photovoltaikanlage. „‚Welcome Home‘ ist ein Versprechen, aber es ist auch der Anspruch an uns selbst, die bestmögliche Bühne für den Spitzensport zu bieten.“
Dass das gelingt, bezweifelt Dr. Michael Ziemons keine Sekunde. Der Oberbürgermeister der Stadt Aachen identifiziert sich ausnahmslos mit den Großveranstaltungen in der Soers. „Wir sind stolz darauf, die Heimat des Pferdesports weltweit zu sein.“ Seine Stadt sei es aufgrund des CHIO Aachen gewohnt, jedes Jahr als Gastgeber für Menschen aus der ganzen Welt aufzutreten. Doch in diesem Jahr spüre er die Vorfreude noch etwas deutlicher: „Mehr Teilnehmer, mehr Nationen, mehr Zuschauer, da liegt ein ganz besonderes Flirren in der Luft.“
Ein Schritt Richtung Olympische Spiele?
Wenn es nach dem Wunsch aller Beteiligten geht, werden die FEI World Championships im August den Anspruch auf die Ausrichtung des nächsten Sportgroßereignisses bekräftigen: „Unser Land ist die Heimstätte für den Reitsport der Welt mit erprobten Strukturen und den besten bereits bestehenden Austragungsstätten in Aachen. Nordrhein-Westfalen ist bereit für Olympische und Paralympische Spiele der Zukunft“, stellte Ministerpräsident Wüst fest und führte dafür auch die Inklusion an: „Bei der Reit-WM findet der Para-Sport erstmals bei einer Weltmeisterschaft integriert zur selben Zeit am selben Ort statt – und auch das vor Rekordkulissen.“
Und da ist sie wieder: die gesellschaftliche Bedeutung des Sports, die wohl nichts anderes in dieser Art ersetzen kann. „Es gibt eine Sprache, die global immer gleich ist, und das ist der Sport“, weiß auch Michael Mronz, Geschäftsführer der Aachener Reitturnier GmbH. „Im Sport trifft man immer als erstes die Athleten, erst danach nimmt man sie als Vertreter ihrer Länder wahr. Am Anfang geht es immer zuerst um den Menschen, das kann nur der Sport.“ Ein Schlusswort, das sicherlich auch dem Ministerpräsidenten aus der Seele spricht.
Quelle: Pressemitteilung Aachen2026
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