12.09.2026 Es läuft – richtig gut für einen Springreiter aus Wohltorf im Kreisherzogtum Lauenburg. Der Name Ricardo Alexander Valadas Coelho, Mitglied im RV Havighorst und in Wohltorf zuhause. Der 30 Jahre junge Profi aus Portugal, der wie so viele Reiter aus Europa und/ oder Übersee Deutschland zur “Wahlheimat” gemacht hat, sammelt Platzierungen wie Briefmarken in Havekost und zuletzt auch einen Sieg mit der Central Park-Tochter Nia aus der Zucht von Ex-Weltmeister Sören von Rönne. Welche Ergebnisliste man auch immer öffnet – der Name Valadas Coelho taucht ziemlich sicher unter den Top-Ten der Prüfungen auf.
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Havekosts Springfestival ist wie so viele Turniere in Schleswig-Holstein seit vielen Jahren Ausdruck für Internationalität, denn im Pferdeland zwischen den Meeren “heuern” viele an, um im Springsport weiterzukommen. Und oft bleiben sie dann. Coelho pendelt zwischen regionalen, nationalen und internationalen Turnieren, also gewissermaßen zwischen Breitenburg und Riesenbeck, denn wo es hingeht, hängt vom Ausbildungsstand der Pferde ab und Ausbildung beginnt eben gerade nicht in hochdotierten Serien wie z.B. der Global Champions Tour, sondern eher in der Nachbarschaft bei den guten ländlichen Turnieren.
Schleifensammler..
Dem Sieg im L-Springen mit der sechsjährigen Nia folgte keine 24 Stunden später Platz zwei mit dem Holsteiner Schimmel Cool and Easy SH im M-Springen hinter einer Springreiterin aus der Ukraine und dann noch mit Harald im Glück Platz eins Im Zwei-Sterne-M. Alisa Dron lebt in Hamburg, arbeitet auf dem Grönwohldhof und gewann mit der Holsteiner Stute Koryara von Cornet Obolensky, das gut frequentierte M-Springen am Freitag. Koryara hat das Licht der Welt in Neumünster erblickt bei ihrem Züchter Hans-Jürgen Pöhls.
Pferdewelt – ein Dorf
Die Pferdewelt insgesamt ist manchmal wie ein Dorf – alle kennen sich “irgendwie” aus den unterschiedlichsten Gründen und die Pferde sind oft genug miteinander verwandt, manchmal auch um ein paar Ecken. Paula de Boer-Schwarz aus Stipsdorf, Landesmeisterin von Schleswig-Holstein und Hamburg und vor einem Jahr mit Bronzemedaillengewinner Valadas Coelho (Bronze) gewissermaßen gemeinsam auf dem Podest, hatte in Havekost einen “Verwandten” ihrer Weltcup-Stute My Miss Marpel dabei: Chakuna Matata heißt der acht Jahre alte Hengst und hat mit der Holsteiner Stute den Großvater mütterlicherseits gemeinsam, den Holsteiner Hengst Contender. Und den Züchter auch: Heinz Meyer (Verden). Und falls an dem ungewöhnlichen Namen dem einen oder anderen etwas bekannt vorkommt – ja, es klingt (fast) wie das afrikanische Hakuna Matata (“Alles in Ordnung”) aus “König der Löwen” und stimmig war es auch – fehlerfreie Runde und Platz vier für das Paar aus Stipsdorf.
Quelle: Pressemitteilung RuFV An der Talmühle-Havekost / Martina Brüske Medien
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