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Larissa Pauluis gewinnt die FEI Dressage World Cup Kür von Neumünster und übernimmt die Führung im Ranking

15.02.2026 Belgien behielt auch in der Kür die Führung in der FEI Dressage World Cup™ Qualifikation der VR CLASSICS Neumünster – allerdings mit vertauschten Rollen gegenüber dem Grand Prix. In der Kür, präsentiert von der VR Bank zwischen den Meeren, sicherte sich Larissa Pauluis mit Flambeau den Sieg vor ihrem Teamkollegen Justin Verboomen auf Djembé de Hus OLD. Rang drei ging an den Portugiesen João Pedro Moreira mit Drosa Fürst Kennedy OLD. Bester Deutscher wurde Raphael Netz auf Platz vier.
 
Pauluis mit persönlicher Bestleistung
 
Larissa Pauluis und der 16-jährige Ampere-Sohn Flambeau lieferten eine ausdrucksstarke, technisch anspruchsvolle Kür ab. Besonders die Piaffe-Passage-Tour überzeugte durch Qualität und Konstanz und war harmonisch und präzise auf die Musik abgestimmt. Die Richter honorierten die Vorstellung mit 84,015 Prozent – eine persönliche Bestleistung für das Paar und nach der FEI Dressage World Cup™ Qualifikation von Mechelen ihr zweiter Erfolg in der Saison 2025/26.




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„Ich glaube, Flambeau mag dieses Turnier sehr, weil er sich in dieser Arena unglaublich wohl fühlt“, erzählte Pauluis. „Er war während der gesamten Prüfung ganz bei mir. Besonders die Piaffe-Passage-Tour war heute sehr ausdrucksstark. Es war ein großes Vergnügen, ihn zu reiten.“ Der Bewertungsbogen war gespickt mit Neunen und Zehnen, darunter auch eine glatte Zehn für das Halten zu Beginn und am Ende der Prüfung.
 
„Das freut mich sehr – vor allem, weil ich erst seit zwei Monaten wirklich an einem ganz korrekten Halten arbeiten kann. Fünf Jahre hat es gedauert, bis wir diese Bewertung bekommen haben“, gab die Belgierin freudestrahlend zu. Ob sie beim Weltcup-Finale vom 8. bis 12. April in Fort Worth (USA) an den Start gehen wird, ließ sie offen. Ihr Fokus liege zunächst auf den kommenden Championatseinsätzen: „Im Moment ist das Wichtigste das Team. Mein Ziel ist die Nominierung für die Weltmeisterschaften in Aachen und perspektivisch die Olympischen Spiele.“

Larissa Pauluis u. Flambeau – Siegerehrung VR Classics 2026 (Foto: sportfotos-lafrentz.de)


 
Verboomen trotz Spannungsmomenten auf Rang zwei
 
Grand-Prix-Sieger Justin Verboomen musste sich diesmal mit Rang zwei zufriedengeben. Mit Djembé de Hus OLD präsentierte er eine sehr harmonische, elastische Kür, doch Spannungsmomente in der Schritt-Tour und in der Grußaufstellung kosteten wertvolle Punkte. Am Ende standen 81,985 Prozent für den Damon-Hill-Sohn auf der Anzeigetafel.
 
„Ich wusste schon vor dem Einreiten, dass der Schritt heute schwierig werden könnte – wegen der Atmosphäre und des Publikums“, erklärte Verboomen. „Ich habe die ganze Zeit versucht, ihn bei mir zu halten. Am Ende hat er sich zwar entspannt, aber da war es schon zu spät. Trotzdem bin ich stolz auf ihn – auch wenn es heute noch besser hätte sein können.“
 
Moreira mit Premieren-Podium
 
Als letzter Starter ritt João Pedro Moreira in die ausverkaufte Holstenhalle ein und schob sich mit Drosa Fürst Kennedy OLD noch auf Rang drei. Für das Paar war es nicht nur der erste Start in Neumünster, sondern mit 81,080 Prozent auch eine neue persönliche Bestleistung in einer internationalen Kür.
 
„Neumünster ist weltweit ein bedeutendes Turnier – gerade für mich, da ich in Deutschland lebe“, erklärte der Portugiese. „Nach Mechelen habe ich meine Saison geplant und wusste sofort, dass ich hier reiten möchte.“ Nach Fehlern im Grand Prix lag der Fokus heute auf einer sauberen Runde: „Es war es mir wichtig, eine fehlerfreie, harmonische Prüfung zu zeigen. Kennedy ist ein besonderes Pferd, und ich habe ihm wieder gesagt: Bitte hilf mir heute durch die Prüfung. Trotz seiner geringen Erfahrung hat er sich großartig angefühlt – besonders in der Trabtour. Ich bin unglaublich stolz auf ihn.“
 
Netz bester Deutscher – Treffinger und Klimke punkten
 
Raphael Netz und Great Escape Camelot präsentierten ihre bewährte Kür zu den Klängen von „Drachenzähmen leicht gemacht“, mit der sie bereits im Weltcup-Finale von Riad 2024 glänzten. Die Anfangstour war fließend und musikalisch präzise abgestimmt. Kleine Unsicherheiten, unter anderem bei den Einerwechseln, verhinderten eine noch höhere Bewertung. Mit 80,940 Prozent blieb das Paar dennoch klar über der 80-Prozent-Marke und belegte Rang vier.
Moritz Treffinger und Ingrid Klimke sammelten als Fünfter (78,365 Prozent) und Achte (76,250 Prozent) ebenfalls wertvolle Weltcup-Punkte.

nsgesamt knackten vier Paare die 80-Prozent-Marke. Chefrichterin Francis Verbeek-van Rooy zeigte sich beeindruckt: „Für mich war es das erste Mal in Neumünster und ich habe es sehr genossen. Das Publikum ist unglaublich fachkundig und verfolgt den Sport mit großer Aufmerksamkeit. Besonders gefreut hat uns Richter, wie harmonisch viele Topreiter ihre Pferde vorgestellt haben.“
 
Durch ihren Sieg übernimmt Larissa Pauluis mit nun 67 Punkten die Führung in der Westeuropa-Liga. Raphael Netz rutscht auf Rang zwei, Becky Moody bleibt Dritte. Justin Verboomen verbesserte sich deutlich von Platz zwölf auf Rang drei.
 
Partnerschaft verlängert

 
Auch abseits des Vierecks gab es positive Nachrichten. Prüfungssponsor VR Bank zwischen den Meeren, vertreten durch Vorstandsmitglied Dirk Dejewski, verkündete die Verlängerung des Engagements: „Holstein ist Pferdeland, Neumünster ist Pferdestadt – das spürt man in jeder Prüfung. Deshalb unterstützen wir den Sport hier seit rund 50 Jahren mit voller Überzeugung. Anlässlich des 75-jährigen Jubiläums haben wir gesagt: Warme Worte allein reichen nicht. Wir haben unseren Vertrag für die Weltcup-Kür um weitere drei Jahre verlängert.“
 
2027 steht bereits das nächste Jubiläum an: Vom 18. bis 21. Februar feiert der FEI Dressage World Cup™ in Neumünster seine 40. Austragung. Veranstalter Ullrich Kasselmann blickt optimistisch voraus: „Nächstes Jahr sind wir auf jeden Fall wieder hier und vielleicht auch noch in 50 Jahren. Neumünster ist ein besonderer Ort, an dem große Erfolge und Weltrekorde geschrieben wurden. Auch heute haben wir wieder großartige Leistungen gesehen – vielleicht gerade wegen der besonderen Atmosphäre dieser Halle.“

Quelle: Pressemitteilung Horses and Dreams Entertainment GmbH / performance & passion

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