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FEI Jumping World Championship: Team Deutschland auf Goldkurs

20.08.2026 Nach dem ersten Umlauf im Mercedes-Benz Preis, dem Teamfinale und der zweiten Qualifikation für die Einzelwertung, liegen die weltbesten Nationen nur einen Wimpernschlag auseinander. Das verspricht am morgigen Abend Spannung bis zum letzten Ritt.




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Spätestens als zu Ehren von Richard Vogel „Die Sonne geht auf“ erklang, stand die Aachener Soers Kopf. Tags zuvor hatte der Blasmusik-Fan, der einst Zugposaune in seinem heimischen Musikverein spielte, sein Lieblingslied verraten. Und auch im Sattel legte der Europameister mit seinem Überflieger United Touch S einen Marsch der Extraklasse hin: Wie bereits seine drei Teamkollegen blieb auch Vogel im ersten Umlauf des Mercedes-Benz Preises fehlerfrei.

Marcus Ehning und Coolio hatten am Morgen den Auftakt gemacht. „Das war die Runde, die ich mir erhofft hatte“, sagte der 52-jährige Routinier zufrieden. Auch Teamkollegin Sophie Hinners zeigte sich nach ihrem lupenreinen Ritt begeistert. Den Parcours, den Bundestrainer Otto Becker als „schwer, aber fair“ bezeichnete, absolvierte sie mit Iron Dames Sinclair genau nach Plan: „Es ist alles so gelaufen, wie wir es uns zuvor zurechtgelegt haben.“ Mit „wir“ meinte die 28-Jährige ihre beiden Geschäftspartner Richard Vogel und David Will. „Ich bin den Parcours zweimal abgegangen – einmal mit Richi und einmal mit David“, verriet sie. „Wir arbeiten seit vielen Jahren zusammen, und ich vertraue den beiden sehr.“ Wenig später überwand Daniel Deußer im Sattel von Otello de Guldenboom ebenfalls sämtliche Hindernisse im legendären Hauptstadion blitzsauber und zog damit das passende Fazit unter den gelungenen Auftritt der deutschen Equipe: „Gewonnen ist noch gar nichts“, betonte der 45-Jährige. „Aber jetzt liegt es in unserer Hand, ob wir morgen mit der Mannschaft eine Medaille gewinnen.“

Die Ausgangslage könnte kaum besser sein: Nach dem ersten Umlauf im Mercedes-Benz Preis führt das deutsche Team das Klassement mit 3,48 Strafpunkten an. Doch die Konkurrenz liegt nur hauchdünn dahinter: Die USA belegen mit 4,85 Strafpunkten Rang zwei, gefolgt von Belgien und Italien, die punktgleich auf Platz drei in den zweiten Umlauf gehen. Am morgigen Abend wird sich ab 18:50 Uhr entscheiden, welche Nationen über Gold, Silber und Bronze jubeln dürfen. Einen Vorgeschmack auf die besondere Atmosphäre, die das Hauptstadion unter Flutlicht entfalten kann, bekamen die Reiter bereits bei der Dressur-Kür in der vergangenen Woche. Eines ist daher sicher: Gänsehaut ist vorprogrammiert.

LMP_5656 Scott Brash u. Hello Mango (Foto: ALRV / Leonie Minten)

In der Einzelwertung, deren Medaillengewinner am Sonntag im LONGINES-Preis ermittelt werden, führt derzeit der Brite Scott Brash. Im Sattel seiner zehnjährigen Schimmelstute Hello Mango hat der Mannschafts-Olympiasieger von Paris 2024 nach zwei Tagen lediglich 0,80 Strafpunkte auf dem Konto. „Meine Stute ist einfach phänomenal“, schwärmte Brash, fügte jedoch umgehend hinzu: „Der Weg bis zum Sonntag ist noch weit.“ Damit unterstrich der Brite, dass er die Konkurrenz im Nacken genau im Blick hat: Sophie Hinners liegt mit 0,84 Strafpunkten auf Rang zwei, gefolgt vom Schweizer Steve Guerdat und Daniel Deußer mit jeweils 0,86 sowie dem Briten Ben Maher mit 1,01 Strafpunkten. Damit verspricht auch die Einzelwertung Hochspannung bis zum letzten Sprung.

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Quelle: Pressemitteilung Aachen-Laurensberger Rennverein e.V.

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