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FEI Jumping World Championship: Julien Epaillard und Fringan de Vesquerie sind das Maß der Dinge

19.08.2026 Im Turkish Airlines-Preis feierten heute endlich auch die Springreiter ihren Auftakt bei den FEI World Championships Aachen 2026. Im Zeitspringen kämpften 145 Starterpaare um eine möglichst gute Ausgangsposition für die Einzel- und Teamwertung.




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122 Starter lang hatte Julien Epaillard Zeit, die Konkurrenz zu beobachten und den für ihn besten Weg durch den Parcours zu planen. Was der Franzose anschließend im Hauptstadion im Sattel seines elfjährigen Wallachs Fringan de Vesquerie zeigte, war nicht nur fehlerfrei, sondern auch ausgesprochen schnell. So schnell, dass er die bis dahin geltende Bestmarke des führenden Niederländers Harrie Smolders (0,68 Strafpunkte) unterbot – und bis zum Ende der Prüfung von keinem weiteren Reiter mehr übertroffen wurde. Dabei lief nicht einmal alles so, wie Epaillard es sich im Vorfeld zurechtgelegt hatte. „Mein Pferd ist super vorsichtig gesprungen“, erklärte der Franzose. Lediglich an zwei Stellen im Parcours habe er das Tempo noch einmal kurz zurücknehmen und einen Galoppsprung mehr einbauen müssen als ursprünglich geplant. Schnell genug war er dennoch – und wie: Nach 70,60 Sekunden blieb die Uhr stehen. Damit distanzierte er das gesamte Feld um beeindruckende 1,34 Sekunden. „Das ist wirklich großartig“, sagte der 49-Jährige, der bei den Olympischen Spielen in Paris zur französischen Bronzemannschaft gehörte, in seiner langen Karriere bei Weltmeisterschaften bislang jedoch noch keine Medaille gewonnen hat. Der Auftakt im Aachener Hauptstadion stimmt ihn mit Blick auf die kommenden Tage zuversichtlich. „Mein Pferd ist sehr sensibel“, so Epaillard. „Daher bin ich sehr glücklich darüber, wie gut er mit der Atmosphäre in dieser so beeindruckenden Arena zurechtgekommen ist.“

419A4759 Julien Epaillard u. Frigan de Vesquerie – WM Aachen 2026 (Foto: ALRV / Jasmin Metzner)

Die internationale Weltelite ist Julien Epaillard jedoch dicht auf den Fersen. Die britischen Team-Olympiasieger Scott Brash mit Hello Mango (0,80 Strafpunkte) und Ben Maher mit Point Break (1,01), dessen Leistung der Reiter mit „10 von 10“ bewertete, liegen ebenso in Schlagdistanz wie der Schweizer Erfolgsgarant Steve Guerdat (0,86) mit seiner 13-jährigen Europameisterin von 2023, Dynamix de Belheme. Auf den kleinen „Schreckmoment“ des Vorabends, als dem deutschen Team die Startposition eins zugelost worden war – „ein Glück, dass ich das Los nicht gezogen habe“, kommentierte Bundestrainer Otto Becker mit einem Augenzwinkern –, folgte ein Zeitspringen, in dem auch die deutschen Reiter überzeugten. Allen voran Sophie Hinners: Im Sattel von Iron Dames Singclair zelebrierte sie eine Runde, die nicht nur stilistisch eine Augenweide, sondern zugleich ein höchst erfolgreiches Rennen gegen die Zeit war. „Heute früh hatte ich zwischenzeitlich das Gefühl, nervös zu sein“, gab die 29-Jährige offen zu. „Dann habe ich mir aber gesagt: Nein, du bleibst so cool, wie du sonst auch bist!“ Das gelang ihr eindrucksvoll. Mit 0,84 Strafpunkten belegte die Deutsche am Ende des Tages Rang vier.

Knapp dahinter sicherte sich Daniel Deußer mit 0,86 Strafpunkten ebenfalls eine hervorragende Ausgangsposition für die kommenden Tage und belegte Rang fünf. Marcus Ehning, der mit Coolio als erster Starter überhaupt in die Prüfung ging, lieferte eine souveräne Runde ab, mit der er zufrieden war. „Mein Pferd ist hervorragend gesprungen“, sagte der Routinier, der mit 1,78 Strafpunkten auf Rang 20 rangierte. Lediglich Europameister Richard Vogel musste einen Abwurf hinnehmen, nachdem er einmal zu dicht an ein Hindernis gekommen war. Mit 3,38 Strafpunkten belegte er Rang 46. „Alle vier haben sich vom Feinsten präsentiert“, zog Otto Becker ein positives Fazit. „Aber es hat sich bestätigt, was wir im Vorfeld gesagt haben: Alles liegt sehr, sehr eng zusammen – sowohl in der Einzelwertung als auch bei den Teams.“ Und in ebendieser Wertung liegt seine Equipe nach dem heutigen Tag mit 3,48 Strafpunkten an der Spitze – hauchdünn vor den Mannschaften aus Belgien (3,69) und den USA (4,85). Die Entscheidung um die Mannschaftsmedaillen fällt im Mercedes-Benz Preis, der am morgigen Donnerstag und Freitag ausgetragen wird.

Sie wollen die besondere Atmosphäre der FEI World Championships live und hautnah miterleben? Dann sichern Sie sich noch heute Ihr Ticket im Onlineshop, an der Tickethotline unter 0241-9171111 oder in der Geschäftsstelle des Aachen-Laurensberger Rennvereins. Die FEI World Championships Aachen 2026 stehen für Gänsehaut, Geschichte und große Momente.  

Quelle: Pressemitteilung Aachen-Laurensberger Rennverein e.V.

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