Menü Schließen

Charlotte Fry gewinnt Weltcup in Amsterdam vor Isabell Werth

26.01.2026 Die britische Weltmeisterin Charlotte Fry und der niederländische Hengst Glamourdale sind die Gewinner der siebten Weltcup-Etappe der Westeuropa-Liga. In Amsterdam verwies das Paar mit 89,305 Prozent die deutsche Dressurkönigin Isabell Werth und die dänische Stute Wendy de Fontaine auf Platz zwei (87,58). Als zweitbester deutscher Teilnehmer behauptete sich der erst 22-jährige Moritz Treffinger mit dem Oldenburger Hengst Fiderdance auf Rang acht (78,66).




Abonniere den kostenlosen Newsletter von REITERZEIT.de

Mit einem äußerst starken Feld begeisterte die Weltcup-Station in Amsterdam. Angereist waren etliche Topstars wie Charlotte Fry, Isabell Werth, Becky Moody, Patrik Kittel oder Charlotte Dujardin. Wie zu erwarten war, lieferten sich Isabell Werth und die Britin Charlotte Fry einen spannenden Zweikampf. Schon im Grand Prix lagen die Britin, die in den Niederlanden als Bereiterin im Stall van Olst arbeitet, und ihr KWPN-Hengst Glamourdale v. Lord Leatherdale in Führung, wobei allerdings zwei der fünf Richter das Paar an zweiter Stelle gesehen und Isabell Werth und der dänischen Sezuan-Tochter Wendy de Fontaine die höhere Punktzahl gegeben hatten. In der Kür beeindruckte der lackschwarze, 15 Jahre alte Glamourdale wiederum mit seiner gewaltigen Galopptour. Auch wirkte er viel losgelassener als noch bei der Europameisterschaft im vergangenen Sommer in Frankreich. Fehlerfrei absolvierte er das Kürpensum und erzielte 89,305 Prozent, vier Jurymitglieder rangierten ihn an die erste Stelle.

Isabell Werth, die erst in ihrer zweiten Weltcup-Qualifikation der Saison 2025/26 startete, punktete wieder mit den Paradelektionen Piaffe und Passage der zwölfjährigen Wendy de Fontaine. Im Grand Prix hatte sie fünfmal die Höchstnote 10 erhalten. Aber leider drückte in der Kür ein Fehler in den Zweierwechseln auf die Noten. Mit 87,58 Prozent wurde es Platz zwei. Auf Rang drei behauptete sich die Britin Becky Moody, aktuelle Nummer zwei der Weltrangliste, mit dem selbst gezogenen niederländischen Wallach Jagerbomb v. Dante Weltino (85,31). Das viertbeste Ergebnis erzielte der Schwede Patrik Kittel mit dem schwedischen Quaterback-Sohn Touchdown (81,88) vor der Britin Charlotte Dujardin. Sie und die westfälische Stute Alive and Kicking v. All at Once verfehlte knapp die 80 Prozent-Marke (79,955).

Als zweites deutsches Paar stellten sich Moritz Treffinger und der Oldenburger Hengst Fiderdance v. Fidertanz der Konkurrenz. Der erst 22-jährige Bereiter des Gestüts Bonhomme nimmt erstmals am Dressur-Weltcup teil. Er macht seine Sache wahrlich gut und besticht durch präzises Reiten. Die Pirouetten gelingen nicht vielen Paaren so exakt auf der Stelle wie diesem Nachwuchsreiter und seinem Partner. Mit 78,66 Prozent erreichten Treffinger und Fiderdance ein neues persönliches Bestergebnis – Platz acht in Amsterdam.

Bis zum Weltcup-Finale, das vom 8. bis 12. April in Forth Worth (Texas, USA) ausgetragen wird, können die Reiterrinnen und Reiter noch auf den drei Etappen in Neumünster, Göteborg und s’Hertogenbosch auf Punktejagd gehen. Die meisten Punkte hat bislang Raphael Netz gesammelt (59), gefolgt von der Belgierin Larissa Pauluis (58) und der Britin Becky Moody (54). Die Vorjahressiegerin Charlotte Fry ist als Titelverteidigerin automatisch qualifiziert. Ihre 20 Punkte für den Sieg bekam deshalb Isabell Werth, die mit nun 40 Punkten Platz acht im Ranking einnimmt.

Quelle: Pressemitteilung fn-press

Weitere News dazu: