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Norwegen gewinnt EEF Nationenpreis in Drammen – Deutschland auf Platz 3

13.06.2026 Norwegen feierte am Freitag, den 12. Juni, einen denkwürdigen Heimsieg im Longines EEF Nations Cup von Drammen. Routinier Geir Gulliksen lieferte im Stechen eine sensationelle Runde ab und sicherte seinem Team damit den Sieg im zweiten und letzten Qualifier der Region North der Longines EEF Series 2026.

Vor einem begeisterten Heimpublikum an einem der stimmungsvollsten Turnierplätze Europas setzte sich das norwegische Team in einem spannenden Vierer-Stechen gegen Belgien, Deutschland und die Niederlande durch. Damit drehten die Gastgeber das Ergebnis des Vorjahres um, als Belgien Norwegen knapp den Sieg in Drammen verwehrt hatte.

Das Siegerteam bestand aus Geir Gulliksen, Johan-Sebastian Gulliksen, Pål Flam und Mira Olivia Höidal. Ihr Erfolg krönte einen dramatischen Sportnachmittag, der dem regnerischen Wetter trotzte und die Intensität des Teamwettbewerbs zeigte, die zum Markenzeichen der Longines EEF Series geworden ist.




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Mit 66 Jahren bewies Geir Gulliksen erneut, warum er zu Norwegens erfolgreichsten Springreitern zählt. Im Sattel des 13-jährigen KWPN-Wallachs Island V G lieferte er im Stechen die schnellste Nullrunde in 31,92 Sekunden und machte damit den Sieg perfekt. Das Publikum tobte, als Gulliksen die Ziellinie überquerte – ein Triumph, der Norwegen seit 16 Jahren auf heimischem Boden verwehrt geblieben war.

Sein Sohn, der 30-jährige Johan-Sebastian Gulliksen, blieb mit dem 14-jährigen VDL-Wallach Equine America Harwich VDL in der ersten Runde fehlerfrei, kassierte jedoch vier Strafpunkte in Runde zwei.

Pål Flam ritt die 10-jährige Stute Evoila KVG Z und steuerte in beiden Umläufen vier Fehler bei. Die jüngste im Team, die 24-jährige Mira Olivia Höidal, lieferte auf der Schwedischen Warmblutstute Mayfair zwei entscheidende Nullrunden.

Zehn Nationen gingen an den Start: Norwegen, Belgien, Dänemark, Finnland, Deutschland, Großbritannien, Italien, die Niederlande, Polen und Schweden. Nach zwei Runden über einen 1,50-m-Parcours von Kursdesigner Bart Vonck (BEL) lagen vier Teams mit jeweils vier Strafpunkten gleichauf – ein Stechen musste entscheiden.

Belgier Mathieu Bourdeaud’Hui legte mit Oscar The Homage eine schnelle Nullrunde vor, trotz einiger übermütiger Momente seines Fuchses. Katharina von Essen und Lucy La Douce blieben ebenfalls fehlerfrei, jedoch langsamer. Als der Niederländer Bart Lips mit Lancaster W vier Fehler kassierte, lag der Druck voll auf Gulliksen.

Der norwegische Altmeister lieferte

„Als ich den ersten Reiter im Stechen sah, wusste ich, dass ich etwas Außergewöhnliches machen musste, um schneller zu sein“, sagte Gulliksen. „Ich sagte zu Mikael (dem Chef d’Équipe), dass wir entweder gewinnen oder Vierte werden. Heute war unser Tag. Die Abstände sind klein – diesmal hatte ich ein paar Zehntel auf meiner Seite. Es war großartige Teamarbeit, die uns überhaupt erst ins Stechen gebracht hat.“

Der Sieg war für Norwegen besonders bedeutsam, nachdem das Team 2024 und 2025 jeweils Zweiter geworden war.

„Es sind 16 Jahre seit dem letzten Sieg in Drammen vergangen“, sagte Flam. „Wir waren so oft nah dran – zweimal Zweite in den letzten beiden Jahren. Umso schöner, dass es diesmal geklappt hat.“

Johan-Sebastian Gulliksen lobte die Teamleistung:
„Wir hatten heute ein starkes Team, und jeder hat abgeliefert. Es war bis zum letzten Moment spannend.“

Für Höidal war klar: „Wir feiern mit einem schönen Abendessen und guter Stimmung. Es wird fantastisch!“

Chef d’Équipe Mikael Kolind betonte die Bedeutung des Heimsiegs:
„Es ist wirklich wunderbar, dass wir gewonnen haben. Natürlich wollen wir auf heimischem Boden gut performen – und natürlich wollen wir gewinnen. Wir waren jedes Mal so nah dran.“

Mit dem Ergebnis endet die Qualifikation der Region North für die Longines EEF Series 2026. Als zweiter und letzter regionaler Qualifier bot Drammen die letzte Chance, Punkte für das Weiterkommen ins North-West Halbfinale in Peelbergen (NED) im Juli zu sammeln. Die fünf qualifizierten Nationen der Region North sind Dänemark, Finnland, Norwegen, Polen und Schweden. Sie treffen dort auf Belgien, Frankreich, Spanien, Großbritannien und Portugal aus Region West.

Quelle: Pressemitteilung European Equestrian Festival

Ergebnisse:

  1. Norwegen / 31,92 Sek.
  2. Belgien / 32,44 Sek.
  3. Deutschland / 34,16 Sek.