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Startklar für das Deutsche Spring- und Dressur Derby 2026

17.02.2026 Das Al Shira’aa Deutsches Spring- & Dressur Derby lädt vom 13. bis 17. Mai zum 95. Deutsches Spring-Derby präsentiert von Melitta sowie dem LONGINES Großen Preis von Hamburg und dem 66. Almased Deutsches Dressur-Derby 2026 ein.

Im Gespräch mit Turnierchef Matthias Rath, Schafhof Connects, über das sportliche Programm, Hamburgs „heiße Phase“, das ‚Erste Mal‘ und seinen Zuschauer-Tipp.




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Matthias, lass uns mit dem Wichtigsten starten: dem Sport. Was passiert 2026 im sportlichen Programm des Al Shira’aa Deutsches Spring- & Dressur Derby?
Matthias Rath
: Die Antwort ist einfach: Im Springen bleibt im Grunde alles wie gehabt. Wir werden die ein oder andere Prüfung zeitlich etwas verschieben, aber an der Ausschreibung ändert sich nichts. Das Spring-Derby ist das Herz dieser Veranstaltung und das wird auch immer so bleiben.
Die größte Änderung in der Dressur haben wir bereits angekündigt – das Almased Dressur-Derby wird in der Fünf-Sterne-Tour und ohne Pferdewechsel ausgetragen, alle anderen Prüfungsangebote in der Anrecht-Investment Dressurarena bleiben bestehen.
 
Hamburg befindet sich in einer „heißen Phase“ während der Derbytage – warum?
Matthias Rath
: Das stimmt. Zwei Wochen nach unserem Event stimmen die Hamburger über ihre Olympia-Bewerbung ab. Am 31. Mai entscheiden die Hamburgerinnen und Hamburger in einem Referendum, ob Hamburg offiziell ins internationale Bewerbungsverfahren eintritt. So liegt das Derby terminlich in einer aufregenden Zeit für die Stadt.
 
Zwei Faktoren, die maßgeblich für den Erfolg einer solchen Mega-Veranstaltung sind: Fernsehen und Partner…
Matthias Rath: Absolut – ich habe mit dem NDR-Team schon gesprochen: Die Übertragungen im NDR-Fernsehen bleiben identisch zum Vorjahr, dazu gehören die Übertragungen des Großen Preises und des Spring-Derbys. Das ist natürlich super und freut mich sehr. Auch von den Partnern und Sponsoren aus dem vergangenen Jahr sind 2026 wieder alle mit an Bord und bleiben auch in den kommenden Jahren dabei, so dass wir da eine sehr gute Planungssicherheit haben. Das ist auch ein sehr gutes Gefühl. Außerdem sind wir noch mit ein, zwei weiteren Sponsoren im Gespräch.

Matthias, 2025 war das berühmte ‚Erste Mal‘ für Dein Team und Dich im Derbypark. Neun Monate später – wie sieht Dein Rückblick aus?
Matthias Rath
: Wir durften die Veranstaltung im vergangenen Jahr auf wahnsinnig hohem Niveau übernehmen und natürlich lag eine gewisse Erwartungshaltung und – völlig nachvollziehbar – auch eine gewisse Skepsis in der Luft. Wie machen die ‚Neuen‘ das? Aber ich denke, wir haben letztes Jahr eine super Veranstaltung erlebt und damit die beste Antwort gegeben. Man hat als Veranstalter nicht alles in der Hand, aber Reiter und Pferde haben uns fantastischen Sport gezeigt, das war super. Mit Christian Ahlmann im LONGINES Großen Preis von Hamburg und André Thieme im Deutschen Spring-Derby präsentiert von Melitta hatten wir zwei großartige Sieger. Christian, der zum dritten Mal den Großen Preis gewonnen hat, und André zum vierten Mal das Derby – das sind unglaubliche Springsport-Geschichten. Und mit der Dressur erstmals auf Fünf-Sterne-Niveau haben wir einen großen Schritt nach vorne gemacht. Die Tribünen am Dressurplatz waren Samstag und Sonntag so voll wie noch nie und sportlich haben wir uns hier auch auf Top-Niveau bewegt, denken wir beispielsweise an den Sieg von Isabell Werth im Fünf-Sterne-Special mit Special Blend.
Und wir konnten insgesamt 92.000 Zuschauer im Derbypark begrüßen. Mit unserer Hamburg-Premiere waren wir wirklich rundum zufrieden.
 
Kein Turnier und schon gar keine Premiere verläuft so, dass einem nichts einfällt, was man im nächsten Jahr noch besser machen möchte?
Matthias Rath
: Das stimmt natürlich. Was wir sicher noch besser machen können, ist der Auf- und Abbau. Bei unserem Turnier in Frankfurt weiß jeder genau, wann was zu tun ist. In Hamburg war alles neu, da müssen sich die Strukturen und Abläufe noch besser einspielen. Ein riesiges Plus war für uns, dass nahezu alle Dienstleiter dabeigeblieben sind. Für uns waren viele Dienstleister neu, aber für sie waren Hamburg und das Event nicht neu. Das hat auf der einen Seite enorm geholfen, auf der anderen zeigt das auch, wie groß die Unterstützung und die Verbundenheit zum Derby ist. Jeder will dabei sein.
 
Ein internationales Pferdesport-Event inmitten einer Millionenstadt birgt die ein oder andere Challenge. Wie konntet Ihr das im ersten Jahr bewältigen?
Matthias Rath
: Was sich wirklich gut bewährt hat, ist der zusätzliche Lkw-Parkplatz, den wir zur Verfügung hatten und den wir auch für die kommenden Jahre sichern konnten. Zuvor mussten einige Lkw am Volksparkstadion oder an einer außerhalb liegenden Reitanlage parken, das war jetzt einfacher, weil im Grunde alle Lkw fußläufig zum Turniergelände parken konnten. Nichtsdestotrotz: Der Turnierplatz liegt in der Stadt. Die Logistik, die An- und Abreise wird immer ein Nadelöhr bleiben. Dieses Jahr werden wir erstmals mit Anreise-Slots planen. Dann können sich die Fahrer der Pferdetransporter für einen gewissen Zeit-Slot anmelden und wenn der schon belegt ist, den Slot davor oder danach wählen. So wollen wir die Anreise-Situation für Pferde, Reiter, Pfleger und Lkw-Fahrer entspannen.
 
Welchen Tipp hast Du für die Zuschauer in puncto Anreise?
Matthias Rath
: Unbedingt die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen, das geht wunderbar und das wissen alle. Aber was sich im vergangenen Jahr noch nicht ganz herumgesprochen hatte, war, dass der Ticketkauf online funktioniert. Da kann man bequem in der S-Bahn sitzen, sein Ticket kaufen und braucht sich nicht mehr am Kassenhäuschen an der Schlange anzustellen. Das darf noch mehr genutzt werden.

Quelle: Pressemitteilung Schafhof Connects GmbH & Co. KG / performance & passion

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