13.06.2026 Der Schweizer Springreiter Steve Guerdat, Sieger des Saur-Preises und des La Baule Derby – Demeures de Campagne, war der herausragende Athlet am dritten Tag des Jumping International de La Baule – Officiel de France. Am Sonntag bildet der Rolex Grand Prix Ville de La Baule, ein prestigeträchtiges Rolex-Series-Springen, den spektakulären Abschluss des Turniers.
Der Applaus des Publikums wollte kaum enden – zuerst am frühen Nachmittag nach dem Saur-Preis (1,50 m mit Stechen), später erneut nach dem Derby. Zwei große Prüfungen, zwei Meisterleistungen von Steve Guerdat (Weltrangliste Nr. 10), Olympiasieger 2012, dreifacher Weltcup-Finalsieger, Europameister 2023 und vielfacher Grand-Prix-Gewinner. Jede Siegerehrung war von starken Emotionen begleitet.
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Diese Ovationen waren mehr als verdient: Zunächst mit der Stute Lancelotta, später mit dem Hengst Easy Star de Talma zeigte Guerdat absolute Weltklasse. Im Saur-Preis, der zweithöchstdotierten Einzelprüfung des Turniers, war er als Letzter von 17 Stechteilnehmern (67 Starter insgesamt) am Start und unterbot die bis dahin scheinbar unschlagbare Zeit von McLain Ward (Nr. 14 der Welt) mit High Star Hero um 0,83 Sekunden. Dritter wurde Nayel Nassar (EGY) mit Orphea HQ.
Auch im Derby ging Guerdat als Letzter an den Start – und erneut war der Druck enorm. Sein Landsmann Martin Fuchs hatte mit der Stute Love de Vie eine starke Zeit vorgelegt und schien lange auf den Spuren seines Vaters Thomas Fuchs zu sein, der das Derby 1983 gewann. Doch Guerdat, ein leidenschaftlicher Derby-Spezialist, fand sofort einen extrem schnellen Rhythmus mit dem Selle-Français-Hengst, mit dem er bereits im Vorjahr triumphiert hatte. Am letzten Zwischenpunkt trennten die beiden Schweizer nur vier Hundertstel – im Ziel lag Guerdat schließlich 0,81 Sekunden vorne und sicherte sich den zweiten Derbysieg in Folge.
Guerdat erklärte: „Ich wusste, dass ich fast vier Sekunden schneller sein musste als letztes Jahr. Easy Star sprang heute noch besser. Ich hatte zwar ständig die Uhr im Kopf, aber die Freude nach so einem Tag ist riesig. Nach dem enttäuschenden Nationenpreis und der verpassten GP-Qualifikation war ich nicht gut drauf. Heute Morgen war ich mit den Pferden am Strand – das hat mir gutgetan. Die Atmosphäre hier ist einzigartig. Meine Stute war fantastisch im Saur-Preis, sie liebt schnelle Stechen. Und Easy Star ist zu Hause viel Naturhindernisse gewohnt. Zwei Ehrenrunden in La Baule – das gibt Gänsehaut. Ich fühle mich hier unglaublich wohl.“
Martin Fuchs richtet den Blick auf Sonntag
Der Zweitplatzierte Martin Fuchs nahm das Positive mit: „Das Derby und der Grand Prix sind zwei magische Prüfungen. Wenn ich nach La Baule komme, hoffe ich immer, eine davon zu gewinnen. Zweiter zu werden ist auch gut – meine Stute hat ihr erstes Derby großartig gemeistert. Das macht Mut für den Rolex Grand Prix am Sonntag. Ich starte dort mit Conner Jei, der dieses Stadion liebt.“
Dritter wurde René Lopez Lizarazo (COL), Derby-Sieger von 2018. „Es war das erste Mal, dass meine Stute so einen Kurs gesehen hat. Ich bin sehr zufrieden mit ihr und glücklich, hier zu sein. Schade nur, dass zwei Schweizer vor mir waren“, sagte er lachend.
Bester Franzose wurde Nicolas Layec als Fünfter, nachdem er im Vorjahr Zweiter gewesen war.
Quelle: Pressemitteilung Jumping International de La Baule / Agence 15Love
Ergebnisse – Int. Springen m. Stechen (1,50 m)
- Steve Guerdat, Lancelotta / 36,57 Sek.
- McLain Ward, High Star Hero / 37,40 Sek.
- Nayel Nassar, Orphea HQ / 38,03 Sek.
Platz 9: Richard Vogel, Phenyo van het Keysersbos / 36,46 Sek. / 4 F.
Ergebnisse – Derby – Int. Springen gegen die Zeit (1,50 m)
- Steve Guerdat, Easy Star de Talma / 129,73 Sek.
- Martin Fuchs, Love de Vie / 130,54 Sek.
- Rene Lopez Lizarazo, Visa de Vy Z / 136,43 Sek.
- Richard Vogel, Chember 3 / 122,98 Sek. / 4 F.

