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Friedrichskoog Classics: „Wir wollen ein Turnier für alle schaffen“

17.07.2026 Die Friedrichskoog Classics gehen in ihre vierte Auflage: Vom 30. Juli bis 2. August sowie vom 5. bis 9. August erwartet Reiter und Besucher auf der Anlage der Familie Nagel erneut ein abwechslungsreiches Programm mit Dressur- und Springsport für Nachwuchs und Profis.

Neben Prüfungen für junge Dressur- und Springpferde stehen Wettbewerbe bis hin zum Großen Preis über 1,45 Meter sowie Dressurprüfungen der schweren Klasse im Zeitplan. Ergänzt wird das sportliche Angebot durch den Kuschel Cup und die Casino Night. Wie die Idee zu den Friedrichskoog Classics entstand, welche Herausforderungen die Organisation eines Turniers über zwei Wochenenden mit sich bringt und weshalb die familiäre Atmosphäre seit vier Jahren das Markenzeichen der Veranstaltung ist, erklärt Mitorganisator Tim Thiel im Interview.




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Die Friedrichskoog Classics finden in diesem Jahr bereits zum vierten Mal statt. Wie entstand damals überhaupt die Idee für dieses Turnier?
Tim Thiel: Vor einigen schwierigen Jahren war der Turniersport vielerorts rückläufig. Wenig Angebote, wenig Flair, wenig Atmosphäre, keine Ehrenpreise, keine Zuschauer. Das wollten wir unbedingt zurückbringen und haben dann den Verein Turnier- und Pferdesportförderung Friedrichskoog gegründet und ein eigenes Konzept erarbeitet, wie das gelingen kann und uns dann an die Umsetzung gemacht. Uns war wichtig, eine Veranstaltung zu schaffen, bei der sich wirklich jeder willkommen fühlt – vom Amateur bis zum Profi, vom Nachwuchsreiter bis zum erfahrenen Sportler. Es sollte nicht nur um den Sport gehen, sondern um das Gesamtpaket. Dazu gehören für uns eine familiäre Atmosphäre, ein vielseitiges Rahmenprogramm, eine hochwertige Gastronomie, attraktive Ehrenpreise, schöne Siegerdecken einfach gute Bedingungen für Reiter und Pfleger. Die Reiter sollen nach Hause fahren und sagen: Das war ein richtig schönes Turnier. Ich glaube, genau das ist uns in den vergangenen Jahren gelungen.

Gab es Vorbilder oder Turniere, an denen Sie sich orientiert haben?
Tim Thiel: Natürlich schaut man sich andere Veranstaltungen an und holt sich Inspiration. Aber wir wollten nie etwas kopieren. Uns hat vor allem gefallen, wenn Spitzensport und eine familiäre Atmosphäre miteinander verbunden werden. Genau diese Mischung wollten wir nach Friedrichskoog holen. Gleichzeitig haben wir das Programm so aufgebaut, dass sich die Profis wohlfühlen und genügend interessante Startmöglichkeiten vorfinden.

Was erwartet Reiter und Besucher an den beiden Turnierwochenenden?
Tim Thiel: Die erste Woche beginnt mit den Prüfungen für die jungen Dressurpferde. Anschließend folgen die Springpferdeprüfungen sowie Wettbewerbe für Amateure und Profis. Am Wochenende stehen dann unsere ersten sportlichen Höhepunkte mit einem S-Springen am Samstag und dem Dressurprogramm am Sonntag an.
In der zweiten Woche geht es ähnlich weiter. Auch hier bekommen die jungen Pferde weitere Startmöglichkeiten, bevor die Prüfungen bis hin zum Großen Preis über 1,45 Meter und die Dressurprüfungen der schweren Klasse den sportlichen Abschluss bilden. Uns war wichtig, über beide Wochenenden hinweg ein abwechslungsreiches Programm anzubieten.

Neben dem Sport legen Sie großen Wert auf das Rahmenprogramm. Warum ist Ihnen das so wichtig?
Tim Thiel: Ein Turnier soll mehr sein als nur Reiten. Deshalb überlegen wir jedes Jahr, wie wir den Besuchern auch abseits des Parcours oder Vierecks etwas bieten können. In der Vergangenheit hatten wir ein Volleyball-Turnier, einen Österreichischen Abend und eine Casino Nacht. Die Casino Night findet auch in diesem Jahr wieder statt. Das sind Abende, an denen die Menschen zusammenkommen und das Turnier gemeinsam genießen können.

Welche Herausforderungen bringt die Organisation eines Turniers über zwei Wochenenden mit sich?
Tim Thiel: Natürlich brauchen wir viele Helfer, aber auch finanziell ist so eine Veranstaltung anspruchsvoll. Wir veranstalten das Turnier nicht, um Geld zu verdienen. Unser Ziel ist, dass alle eine gute Zeit haben und wir am Ende mit einer schwarzen Null dastehen. Unsere Sponsoren spielen eine entscheidende Rolle. Wir versuchen, ihnen möglichst viel zurückzugeben. Deshalb präsentieren wir sie nicht nur auf den Banden oder der Videowand, sondern binden sie auch intensiv in unsere Social-Media-Aktivitäten ein und produzieren individuelle Beiträge. Dieses Gesamtpaket kommt sehr gut an und sorgt dafür, dass uns viele Partner seit Jahren die Treue halten.

Ein Turnier dieser Größenordnung funktioniert nur mit vielen Unterstützern. Wie wichtig sind Helfer und Sponsoren?
Tim Thiel: Ohne sie wäre eine Veranstaltung wie diese überhaupt nicht möglich. Wir verfügen über ein tolles Helferteam. Viele begleiten uns schon seit der ersten Auflage und kommen jedes Jahr wieder. Insgesamt sind über beide Wochenenden rund 30 Helfer aus den verschiedensten Vereinen im Einsatz. Sie sorgen dafür, dass alles reibungslos funktioniert und sich Reiter und Besucher wohlfühlen.

Wann beginnen eigentlich die Vorbereitungen für die Friedrichskoog Classics?
Tim Thiel: Eigentlich direkt nach dem Turnier. Viele Dienstleister müssen fast ein Jahr im Voraus gebucht werden – angefangen bei der Technik über den Richterturm bis hin zum Catering oder der Sprecherin. Parallel beginnen die Gespräche mit den Sponsoren, weil viele Unternehmen ihre Budgets frühzeitig planen. Hinzu kommen unzählige organisatorische Aufgaben wie die Gestaltung der Siegerdecken, Drucksachen oder die Ausschreibung. Je näher das Turnier rückt, desto intensiver werden die Vorbereitungen. Dann merkt man plötzlich, dass aus den vermeintlich noch vielen Wochen ganz schnell nur noch wenige Tage werden.

Nach vier erfolgreichen Auflagen: Gibt es einen Moment, der Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?
Tim Thiel: Ganz eindeutig das Ende der ersten Friedrichskoog Classics. Als die letzte Prüfung beendet war und der ganze Druck abgefallen ist, haben wir erst richtig realisiert, was wir gemeinsam auf die Beine gestellt hatten. Das war ein ganz besonderer Moment – und wahrscheinlich einer, den wir nie vergessen werden.

Quelle: Pressemitteilung Turnier- und Pferdesportförderung Friedrichskoog e.V. / Rathmann Verlag

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