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Isabell Werth gewinnt zum sechsten Mal das Deutsche Dressur-Derby

17.05.2026 Zum sechsten Mal sicherte sich Isabell Werth das begehrte Blaue Band beim 66. Almased Deutschen Dressur-Derby in Hamburg. Im Sattel des zehnjährigen Hengstes Viva Gold OLD gewann die erfolgreichste Dressurreiterin der Welt die Kür der CDI5*-Tour – den Preis der Almased Wellness GmbH präsentiert von Baron Jenisch – und sicherte sich damit den Gesamtsieg in der Derby-Wertung.

„Ein Derbysieg ist super besonders“, freut sich Isabell Werth. „Und noch spezieller ist so ein Sieg mit dieser Stimmung hier. Das Dressurstadion war drei Tage rappelvoll. Hamburg ist eine ganz bedeutende Veranstaltung und beste Werbung für den Dressursport – für mich kommt dieses Event gleich nach Aachen!“

Für den charmanten Dunkelfuchs von Vivaldi war es zugleich eine besondere Premiere: Viva Gold OLD absolvierte in Hamburg seine erste internationale Kür überhaupt und begeisterte auf Anhieb mit einem Spitzenresultat von 84,365 Prozent. Die anspruchsvolle Choreographie zu den Hits des US-amerikanischen Singer-Songwriters Neil Diamond meisterte der Oldenburger Hengst scheinbar mühelos. “Ich bin total zufrieden, echt happy”, strahlte Werth. “Dieses Pferd ist sensationell und er wurde hier in Hamburg von Tag zu Tag besser. Am ersten Tag war er noch richtig heiß, na Tag schon besser und heute fand ich ihn fantastisch.”




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Bereits im vergangenen Jahr hatte Viva Gold OLD die Herzen des Hamburger Publikums erobert und die Louisdor-Preis Finalqualifikation für Grand-Prix-Nachwuchspferde gewonnen. Nun glänzte der Hengst erstmals auf Fünf-Sterne-Niveau. Nach Rang zwei im Grand Prix hinter Stallkollegin Wendy de Fontaine und dem Sieg in der Kür stand am Ende verdient der Gesamterfolg im Derby und damit das Blaue Band.

Platz zwei in der Kür ging an Ingrid Klimke mit ihrer Fürstenball-Tochter First Class. Die Reitmeisterin erreichte 77,040 Prozent und zeigte sich nach der Prüfung entsprechend zufrieden: „Hinter Isabell im Grand Prix Dritte und heute in der Kür Zweite zu werden, ist ja eigentlich schon ein Sieg. Ich freue mich sehr für First Class, die sich immer weiterentwickelt, besonders in der Kür. Sie kennt die Musik, ich kann mich tausendprozentig auf sie verlassen und sie wächst dabei immer über sich hinaus. Die Atmosphäre hier im Stadion war heute einfach spitze.“

Eine besondere Randnotiz: Ingrid Klimkes Vater, der legendäre Dr. Reiner Klimke, gewann das Deutsche Dressur-Derby insgesamt 15 Mal.

Rang drei sicherte sich Moritz Treffinger mit Fiderdance und 76,525 Prozent. Für den Bereiter des Gestüt Bonhomme ging mit dem Start in Hamburg ein lang gehegter Traum in Erfüllung: „Ich habe das Turnier jahrelang nur im Fernsehen verfolgt. Dieses Jahr zum ersten Mal selbst hier vor Ort reiten zu dürfen, ist eine riesige Ehre.“ Ohnehin erlebt Treffinger derzeit eine besondere Saison: „Langsam wird es fast ein bisschen gruselig, welche Träume gerade alle wahr werden. Aber ich genieße es sehr.“

Zum zweiten Mal wurden in Hamburg internationale Dressurprüfungen auf Fünf-Sterne-Niveau ausgetragen, erstmals floss der CDI5*-Grand Prix zugleich als erste Teilprüfung in die Wertung des Deutschen Dressur-Derbys ein. Der Derbysieger wurde durch die Addition der Prozentpunkte aus Grand Prix und Kür ermittelt – die höchste Gesamtsumme gewann. Veranstalter Matthias Alexander Rath zog ein positives Fazit über den neuen Modus: „Jeder, der dieses Wochenende miterlebt hat, wird sagen müssen: Das Konzept ist super aufgegangen, auch vom gesamten Zeitplan her. Bereits am Freitag war das Dressurstadion komplett voll. Dass wir nun an drei Tagen ein volles Haus haben, ist definitiv der richtige Weg. Und die heutige Prüfung hat gezeigt, wie besonders es ist, am Sonntag Fünf-Sterne-Paare mit solchen Leistungen hier erleben zu dürfen. Für die Zuschauer ist das ein großartiges Erlebnis.“
Auch Martin Freiherr von Jenisch, der Herr des Derbyparks, zeigte sich beeindruckt von der Entwicklung der Veranstaltung und richtete lobende Worte an das Organisationsteam: „Ich möchte Herrn Rath herzlich gratulieren. Bereits im zweiten Jahr eine Veranstaltung in dieser Qualität auf die Beine zu stellen, ist bemerkenswert. Wenn man die Begeisterung der Zuschauer und Sportler erlebt, sieht man, wie gelungen dieses Event ist. Das Derby hat sich in den vergangenen Jahren fest etabliert und ich bin überzeugt, dass es auch künftig seinen besonderen Stellenwert behalten wird.“

Ann-Kathrin Trouillé aus der Geschäftsleitung der Almased Wellness GmbH, Tochter von Firmenchef André Trouillé, ist praktisch mit dem Turnier aufgewachsen und verbindet die ein oder andere Kindheitserinnerung mit dem Derby-Platz. Die frühere Springreiterin genoss die besondere Atmosphäre in der Anrecht-Investment-Dressurarena: „Kür ist natürlich immer besonders aufregend, weil man nie genau weiß, was einen erwartet und jeder Ritt seinen eigenen Charakter hat. Gerade hier im Dressurstadion spürt man diesen ganz besonderen Derby-Vibe. Man erlebt ein tolles Publikum, großartige Reiter und einfach eine einzigartige Atmosphäre.“

Quelle: Pressemitteilung Schafhof Connects / performance & passion

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