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Kristaps Neretnieks gewinnt 1. Quali zum Spring-Derby 2026

Siegmotto: „Ich liebe es, schnell zu reiten.

13.05.2026 In der ersten Qualifikation für das Deutsche Spring-Derby, der Al Shira’aa Derby-Tour präsentiert von Belmondo, flitzte ein Paar mit deutlichem Vorsprung über die Ziellinie: Kristaps Neretnieks aus Lettland im Sattel des 16-jährigen Holsteiners Quintair. Fehlerfrei in 76,15 Sekunden absolvierten die Beiden den Derby-Parcours. Auf den Plätzen zwei und drei marschierten Reiter aus Irland und Großbritannien auf: David Simpson und Pjotr van de Kruishoeve wurden Zweite in 78,30 Sekunden, auf Platz drei folgten der Brite Guy Williams und BH Gringos Legacy, die Sieger der zweiten Derby-Qualifikation aus dem vergangenen Jahr.




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„Ich liebe es, schnell zu reiten, und am liebsten von Tag eins an“, schmunzelt der Sieger. „Und dieses Pferd ist sehr ehrgeizig. Wenn er in den Parcours kommt, ist er ‚an‘.“ Der zweimalige Olympiateilnehmer hat schon einige Derby-Erfahrung mitgebracht. Im vergangenen Jahr haben Neretnieks und Quintair Platz vier im Derby von Falsterbo belegt. „Das Derby in Falsterbo ist einfacher als in Hamburg, aber es ist auch ein Derby und das hat er super gemacht.“ Wenn er sich am Freitag in der zweiten Derby-Qualifikation auch gut anfühle, werde er sich mit ihm auch am Sonntag in das große Derby wagen. „Da sind schon einige Hindernisse herausfordernd, aber ich denke, er kann das.“ Letztes Jahr, vor dem Derby in Falsterbo, habe er mit dem Pferd Pulvermanns Grab geübt – das war das einzige Training spezieller Derby-Hindernisse. „Ich habe solche Hindernisse nicht zu Hause, aber letzten Montag bin ich in Polen noch ausgeritten, da war auch ein kleiner Wall – ich glaube, das wird kein Problem mit ihm.“ Neretnieks hat in Lettland einen eigenen Springstall, ist aber häufig auf internationalen Turnieren unterwegs und zeitweise dann mit seinen Pferden in Polen stationiert. Insgesamt ist Neretnieks mit drei Pferden nach Hamburg gereist und erklärt gut gelaunt: „Sie sind alle sehr erfahren. Wir werden versuchen, hier einen guten Job zu machen.“

EF3A5696 Kristaps Neretnieks u. Quintair (Hamburg 2026)

Für Erstaunen sorgte der zweimalige Derbysieger Marvin Jüngel, als er nicht mit seiner Derby-Siegpartnerin Balou’s Erbin zur ersten Qualifikation einritt, sondern mit dem neunjährigen Don Corleone Z. „Ich habe dieses Jahr das Glück, dass ich zwei Derbypferde zur Verfügung habe“, erzählt Jüngel. „Für das große Derby am Sonntag muss sich der Reiter qualifizieren und Don Corleone hat das so toll heute gemacht, dass Balou’s Erbin heute noch Pause hatte.“ Am Freitag in der zweiten Qualifikation wird der 24-Jährige mit beiden Pferden an den Start gehen und für das Deutsche Spring-Derby ist klar Balou’s Erbin eingeplant. „Sie ist top top top fit und wir hoffen, dass wir André (Thieme) ein bisschen unter Druck setzen können und es mit dem Sieg vielleicht noch mal klappt.“ Mit beiden Pferden sei er zum Üben – wie jedes Jahr – auf die Anlage von Aurelien Perrier, genannt ‚der Franzose‘ in Leipzig gefahren. „Aurelien wollte auch mal Derby reiten, ist aber beim ersten Versuch nicht bis ins Ziel gekommen, deshalb hat er sich den gesamten Derby-Parcours in Leipzig nachgebaut“, erklärt Jüngel. „Er hatte dann einen Unfall und konnte leider nicht wieder Derby reiten, aber er freut sich, wenn wir seine Derby-Hindernisse nutzen. Und fiebert immer mit uns in Hamburg mit.“ Neben Jüngel haben sich beispielsweise auch Felix Wassenberg und Manuel Prause bei Perrier auf das Hamburger Derby vorbereitet.
 
Gute Nerven haben der viermalige Derby-Sieger André Thieme und seine Paule bewiesen. Schon zu Beginn des Kurses ist das Vorderzeug bei Paule gerissen. „Ich habe das natürlich sofort gemerkt“, erklärte Thieme kurz danach. „Es hat Paule kurz durchzuckt und er ist sowieso eher zu wild, sensibel und viel im Vorwärts – das hat also nicht geholfen. Aber am Ende ist er sehr gut gesprungen und hat eine tolle Nullrunde hingelegt. Ich hätte mir es nur ein bisschen ruhiger gewünscht.“
 
Top-Nachwuchspferde
Die erste Prüfung der TheurerTrucks 2Go-Youngster-Tour präsentiert von Ariat wurde als Zweiphasen-Springen ausgetragen. Der achtjährige Sniper des Lilas Blancs unter Kendra  Claricia Brinkop siegte in fehlerfreien 29,97 Sekunden. Brinkop hat lange Zeit im Stall von Marcus Ehning gelernt, bevor sie 2019 als Bereiterin in die Stephex Stables nach Belgien wechselte. Der belgisch gezogene Sniper des Lilas Blancs hat sechsjährig bereits Silber bei der Weltmeisterschaft der jungen Springpferde gewonnen. Platz zwei ging in 30,91 Sekunden an die ebenfalls achtjährige Casablanca AWZ, im Sattel saß Felix Hassmann.

Das Niveau bei den sieben- und achtjährigen Nachwuchspferde in Hamburg ist extrem hoch. 34 der 54 angetretenen Paare blieben in beiden Phasen fehlerfrei, das spricht für das hohe Niveau der Nachwuchspferde und die top Bedingungen.
Am Donnerstagmorgen treten die Youngster in ihrer zweiten Prüfung an, das Finale der Besten in der Theurer Trucks 2Go Youngster-Tour steht in Hamburg am Freitag ab 11.30 Uhr auf dem Programm.
 
Moorhof-Rundum-Sieg
Den allerersten Sieg beim Al Shira’aa Deutsches Spring- & Dressur Derby sicherte sich am Donnerstagmorgen im Preis der Eurokai GmbH & Co.KGaA ein Hamburger Paar: Simon Heineke und die zehnjährige Call Me Pretty. Der gebürtige Niedersachse Heineke ist seit 2012 Bereiter auf dem Moorhof der Familie Herz in Wedel, die Comme il Faut-Tochter Call Me Pretty wurde vom Stall Moorhof gezogen und befindet sich auch in dessen Besitz. Ein Rundum-Erfolg für den Stall Moorhof in diesem 1,40-Meter-Eröffnungsspringen.

Quelle: Pressemitteilung Schafhof Connects / performance & passion

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