21.03.2026 Im World Equestrian Center (WEC) erklang erneut die deutsche Nationalhymne, als Rene Dittmer und Cody 139 am Freitag, dem 20. März, im Rahmen der Longines League of Nations Ocala in Ocala, Florida, den mit 120.000 Dollar dotierten „Florida Coast Equipment Winning Round CSIO5*-LLN“ Preis für sich entscheiden konnte.
Damit belegte Deutschland zum zweiten Mal in Folge den ersten Platz in der WEC Grand Arena, nachdem Andre Thieme am Donnerstagabend den J.P. Morgan Grand Prix CSIO5*-LLN gewonnen hatte.
Da die zehn besten Reiter der Eröffnungsrunde für die „Siegerrunde“ zurückkehrten, war eine fehlerfreie Runde keine garantierte Qualifikation. Bis zur Halbzeitpause waren bereits zwölf fehlerfreie Runden erzielt worden, und in der zweiten Hälfte kamen weitere fünf hinzu, sodass die Zeit zum entscheidenden Faktor wurde. Die Top 10 traten in umgekehrter Reihenfolge ihrer Platzierung in der Eröffnungsrunde an.
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Als zweite Starterin blieb Marie Demonte (FRA) auf Epona du Quesnoy fehlerfrei und setzte mit einer Zeit von 38,89 Sekunden die neue Bestzeit. Damit übernahm sie vorläufig die Führung in der Rangliste.
Ihre Leistung wurde jedoch schnell vom nächsten Reiter in den Schatten gestellt, denn Dittmer bewies, dass er noch schneller fehlerfrei reiten konnte und stellte auf Cody 139 mit 37,53 Sekunden eine neue Bestzeit auf. Das setzte die übrigen Teilnehmer unter Druck, sodass es auf der gesamten Strecke zu Fehlern und Stürzen kam.
Hunter Holloway (USA), ein regelmäßiger Teilnehmer der WEC, hatte den Vorteil, als Letzter an den Start zu gehen, und kam Dittmer am nächsten. Ohne eine Stange zu berühren, ritt Holloway Pepita Con Spita über die Ziellinie, doch ihre langsamere Zeit von 38,27 Sekunden ließ sie auf dem zweiten Platz bleiben.
Es war ein wahrhaft internationales Podium: Dittmer holte den Sieg für Deutschland, Holloway vertrat die USA auf dem zweiten Platz und Demonte sicherte sich den dritten Platz für Frankreich.
„Hinter mir waren einige wirklich schnelle Reiter, also musste ich definitiv mein Bestes geben“, sagte Dittmer über seinen Start als Dritter. „Mein Pferd hat gut gewendet, und zum Glück hat es am Ende geklappt. Er ist von Natur aus sehr schnell. Er ist noch etwas unerfahren, daher sucht er im Stechen in der Wendung nicht sofort nach dem nächsten Sprung. Manchmal mache ich mit ihm im Stechen in den Wendungen noch einen Galoppsprung zu viel, aber er ist superschnell. Er ist schnell über die Hindernisse und sein Galopp ist von Natur aus schnell.“

Dittmer begann Ende 2024 Cody 139 zu reiten und brachte den 11-jährigen Holsteiner Wallach auf internationales Niveau. Sein Heimatstall liegt in der Nähe von Hamburg, und er verbringt seine Winter in Wellington, Florida. Den Rest des Jahres sammelt er Vielfliegermeilen, da er etwa alle zwei Wochen zu Turnieren in Nordamerika reist.
Über seine Nominierung für das deutsche Team bei der Longines League of Nations in Ocala sagte Dittmer: „Das bedeutet mir definitiv sehr viel. Letztes Jahr war ich in Hickstead im Team, bin doppelt fehlerfrei geblieben und wir haben dort den Nations Cup gewonnen. Das war eine unglaubliche Erfahrung. Jetzt die Chance zu bekommen, in einem League of Nations-Team zu springen, ist für mich etwas noch Größeres. Ich bin wirklich stolz, dass Chef d’Equipe Otto Becker mich dafür ausgewählt hat. Wir freuen uns sehr auf morgen Abend, und ich hoffe, wir können so weitermachen, wie es für die Deutschen diese Woche bisher gelaufen ist.“
Nachdem die deutschen Reiter sowohl den J.P. Morgan Grand Prix CSIO5-LLN als auch die Florida Coast Equipment Winning Round CSIO5-LLN gewonnen haben, gilt Deutschland weiterhin als Favorit für den Sieg im Longines League of Nations Ocala Nationenpreis am Samstag. Der Sieg wird jedoch nicht leicht zu erringen sein, da die Reiter des US-Teams nichts lieber täten, als sich zu wehren und ihren Tittel zu verteidigen.
Quelle: Pressemitteilung World Equestrian Center / Jump Media
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