10.07.2026 Ohne Nachwuchs kein Spitzensport! Diese Maxime haben die Veranstalter des Springflut Festivals in Gänze verinnerlicht. Und deshalb standen an Tag drei des Top-Events auf der herrlichen Anlage der Familie Johannsen in Hörup nicht nur die vierbeinigen jungen Athleten im Mittelpunkt, sondern auch die zweibeinigen.
Zu den Höhepunkten des Programms gehörte das balticfinance Youth Team Masters – unter anderem deshalb, weil die Anzahl der mitgereisten Fans, Familien und Unterstützer beachtlich war! Die im vergangenen Jahr von Familie Johannsen ins Leben gerufene Serie richtet sich an Nachwuchsreiter unter 18 Jahren, die in Viererteams gegeneinander antreten. Nach zwei Qualifikationen und dem Finale gewinnt die punktbeste Mannschaft den Meistertitel. Ziel ist es, den Teamgedanken im Springsport zu fördern und jungen Talenten wertvolle Wettkampferfahrung zu ermöglichen. Für die drei besten Teams des Finales in Hörup gibt es einen ganz besonderen Preis, der den Titel trägt: Blick hinter die Kulissen der SG Flensburg Handewitt während eines Bundesligaspiels. Voraussetzung für den Start war die Qualifikation bei den Springflut Classics in Niebüll vor wenigen Wochen. Heute galt es für die U18-Reiter, sich zunächst mit den imposanten Höruper Bedingungen vertraut zu machen. Zum Auftakt absolvierten sie eine Stilspringprüfung der Klasse L. Im Preis der balticfinance gingen 24 Teilnehmer an den Start: Fritz Brunk (Pferdesportverein Niebüll e.V.) präsentierte mit seinem Holsteiner Wallach Karibo eine vorbildliche Runde. Die Richter Lothar Prinz und Peter Schmerling vergaben dafür die Top-Note 8,7. Auf dem zweiten Rang folgte Pamina Caroline Bengtsson (RV Breitenburg e.V.) mit ihrer Holsteiner Stute Inuka v. Adagio de Talma (8,5) vor Mia Peters (RV Concordia a.d.Miele e.V.), die ebenfalls auf einer Holsteiner Stute saß. Zusammen mit D’Akasha erzielte sie die Note 8,4. Morgen steht dann mit einer Zeitspringprüfung der Klasse L die zweite Qualifikation der balticfinance Youth Team Masters an.
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Nach den Nachwuchsreitern betraten die aufstrebenden Youngster den Parcours des Springflut Festivals. Im Future Championat der fünfjährigen Springpferde präsentierten sich 14 Paare dem Richtertrio um Werner Peters in einer Spezialspringpferdeprüfung der Klasse M* über 1,25 Meter.
Der Preis der U.P. Sporthorses GmbH wurde im Stechen entschieden: Und nahezu jeder im Norden weiß: Gehört der schnelle Däne Philip Loven (RV Concordia a.d.Miele e.V.) zu den Teilnehmern, kann der Endstand in einer Ergebnisliste noch mal ganz anders aussehen. Und so war es dann auch. So hatte Jana Fink (RFV Milte-Sassenberg e.V.) mit dem westfälischen Hengst El Color de la Luz v. Emerald van het Ruytershof im Umlauf mit einer 8,7 zwar die höchste Bewertung erzielt, aber im Stechen einen Fehler kassiert und rangierte damit im Endklassement an fünfter Stelle. Für seine Präsentation mit der Holsteiner Stute Owiwi N v. Diamant van Klapscheut Z gab es für Philip Loven die Note 7,2. Aber das Paar sauste wieselflink durch die finale Aufgabe, in 38,30 Sekunden über die Ziellinie und damit zu Platz eins im Future Championat. Tjade Carstensen und sein Holsteiner Hengst Keystone v. Keaton aus der Zucht seiner Großmutter Margit Petersen wurden von den Richtern mit einer 8,3 bewertet, blieben im Stechen fehlerlos, waren aber etwas zu langsam, um die Bestmarke zu knacken: Platz zwei (0/40,01). Giulia Maria Schöttler (RV Rot-Weiss Sollerup-Hünning) und ihre Hannoveraner Stute Absalons Cinderella schlossen mit dem dritten Rang ab (0/41,51) vor Lucas Wenz aus Elmshorn mit dem Holsteiner Verbandshengst United Pleasure (4/37,97). Philip Loven strahlte und schwärmte von seiner Owiwi N: „Ich kenne sie seit ihrer Geburt. Ein Ausnahmepferd von Anfang an. Sie war immer gut, ob als Jährling, zwei- oder dreijährig. Sie ist zwar noch etwas grün. Aber Owiwi hat heute super mitgemacht. Einfach ein Top-Pferd. Jetzt geht sie erstmal für ein paar Wochen auf die Weide.“
Aufregender Abschluss
Der Marktplatz war an diesem lauen Sommerabend mit Besuchern und Gästen rekordverdächtig gut gefüllt, die Tribünen am Höruper Parcours ebenso. Stehplätze waren nur noch schwer zu ergattern. Alle waren gekommen, um einen schönen Abend zu verleben und feinen Springsport zu genießen. Und den gab es im Preis der Wattmanufactur GmbH & Co. KG auch zu sehen. Von den 67 Reitern, die in der Springprüfung der Klasse S** über 1,45 Meter hohe Hindernisse gestartet waren, hatten sich zehn mit blütenweißer Weste für das Stechen empfohlen. Und ein junger Mann ließ die Konkurrenz lässig hinter sich: Lucas Wenz aus Elmshorn! Als letzter Starter setzte er mit seinem neunjährigen Holsteiner Verbandshengst Charaktervoll HV v. Comme il faut den genialen Schlusspunkt unter das Stechen. Mühelos, in atemberaubendem Tempo und mit beeindruckender Souveränität flog das Paar über die Stangen und unterbot in 35,49 Sekunden die bis dahin führende Zeit von Marcel Scherenberg (Landl. ZRFV Volmarstein e.V.) auf dem Oldenburger Wallach Selfie (35,97). Eine Vorstellung der Extraklasse, die dem Holsteiner Duo den Sieg sicherte und vom Publikum mit ausgelassenem Jubel gefeiert wurde! Platz drei belegte Hans-Thorben Rüder (Fehmarnscher Ringreiterverein e.V.) mit seinem Holsteiner Hengst Caspian v. Caretino (0/36,52). Lucas Wenz wusste um die Stärken seines Hengstes: „Er ist richtig vorsichtig, hat viel Vermögen. Er macht es mir sehr einfach, er will keinen Fehler machen.“ Seine Gewinner-Strategie war schnell erklärt: „Das Abreiten war super. Ich hatte im Parcours von Sprung eins ein gutes Gefühl und deshalb habe ich gedacht: Ich probiere es heute!“ Und ob sich die Konkurrenz über diese Nachricht freuen wird? „Charaktervoll ist für den Großen Preis am Sonntag gesetzt“, so Wenz.
Bei bester Stimmung wurde der Abend mit dem Jump&Drive powered by Asmussen Landtechnik GmbH & Co. KG beschlossen.
Am Wochenende in Hörup folgt ein Highlight auf das nächste. Zu den Hochkarätern des Samstags zählen das Finale im Future Championat der Sechsjährigen und zwei Springprüfungen der schweren Klasse. Mit einer Geländepferdeprüfung der Klasse L und einer Kombinierten Prüfung der Klasse L wird erneut die Vielseitigkeit gefeiert und die Holsteiner Highlight Sales von Fohlen und Vieh auf dem Marktplatz mit anschließender „Riders-Party“ ist der fröhliche Abschluss eines aufregenden Tages.
Dazu hat natürlich die James Farm geöffnet und gewährt großen und kleinen Besuchern vielseitige und spannende Einblicke in nachhaltige Landwirtschaft – ein aufregendes Erlebnis für die ganze Familie. Und außerdem lässt sich in der Shoppingmeile und dem neuen großen Springflut Festival Markt die ein oder andere Kostbarkeit entdecken. Dazu gibt es zahlreiche kulinarische Angebote – und alle nachhaltig, frisch zubereitet und richtig lecker!
Für Samstag und Sonntag können noch Resttickets an der Tageskasse erworben werden.
Quelle: Pressemitteilung Springflut Festival Hörup / RathmannVerlag

