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Hamburger Derby 2026: „Paule ist voll eingeplant!“

14.04.2026 André Thieme ist gerade aus Ocala zurückgekommen und hat dort Top-Erfolge gefeiert: einen 5*Grand Prix-Sieg mit Paule S und den Longines League of Nations-Sieg mit DSP Chakaria. Mit beiden Spitzenpferden wird er auch beim Al Shira’aa Deutsches Spring- & Dressur Derby an den Start gehen.

Mit Paule S hat André Thieme im vergangenen Jahr ein gewaltiges Kapitel seiner Derbygeschichte geschrieben. Mit dem zwölfjährigen Oldenburger von Perigueux hat er das Al Shira’aa 94. Deutsches Spring-Derby präsentiert von Melitta gewonnen. Nach seinen Siegen mit Nacorde in den Jahren 2007, 2008 und 2011 war das sein vierter Triumph in diesem einzigartigen Traditionsparcours. „Wenn man das Derby schon viermal gewonnen hat, dann möchte man die Reihe auch gerne noch ein bisschen ausbauen“, schmunzelt Thieme. Deswegen setzt er auch 2026 auf seinen Derbysieger Paule S. „Mit Paule habe ich ein Pferd, das mit relativ wenig Aufwand das Hamburger Derby gehen kann und dabei auch noch Chancen hat. Paule ist für das Derby voll eingeplant.“




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Natürlich werde er mit Paule gezielt noch mal Konditionstraining ansetzen. „Meine Hausaufgaben für das Derby muss ich jetzt schon noch machen, damit meine ich viel Gelände und Konditionsarbeit. Kraft hat Paule genug“, grinst Thieme. „An der Kraft hat es bei ihm noch nie gelegen.“ Der Derbysieger ist jetzt zwölf und habe sich im Vergleich zum vergangenen Jahr noch ein wenig verändert. „Er wird langsam minimal ruhiger, aber auch wirklich nur minimal“, betont Thieme, „und dadurch auch minimal konstanter.“ Es sei sein Geist, der ihn ausmache, der ihm aber auch manchmal im Weg stehe. „Durch seinen Überehrgeiz und extrem viel Blut hat er einfach von allem etwas zu viel, das macht ihn genial, aber nicht so einfach. Inzwischen kenne ich ihn aber in- und auswendig und kann damit ganz gut umgehen.“

EF3A8449 Andre Thieme u. Paule S (Hamburg 2025)



Thiemes Wohnzimmer
Thieme und das Deutsche Spring-Derby sind eine spezielle Kombination. Der Springprofi sagt selbst, wie wichtig ihm dieses Springen ist. Warum? „Als junger ‚Ossi‘ habe ich damals das Derby im Fernsehen gesehen und gedacht: ‚Das wäre mal was.‘ Aber natürlich schien dieser Gedanke für mich unerreichbar. Und dann ging es los und ich hatte genau in diesem Springen recht schnell Erfolg. Ein Springen mit Tradition und großem Namen und für mich war es der Durchbruch in der Öffentlichkeit, spätestens mit meinem ersten Sieg 2007.“ Inzwischen sei das Derby fast so etwas wie sein Wohnzimmer. „Außerdem ist es sehr nah an uns dran, so dass immer viele Freunde und Verwandte live dabei sind.“

‚Sehr nah‘ sind rund 190 Kilometer von Thiemes Heimat in Plau am See bis zum Derbyplatz in Klein Flottbek. „So hat es sich entwickelt, dass es für mich jedes Jahr ein Höhepunkt ist. Und solange es so gut läuft wie in den vergangenen Jahren, würde ich das Derby schon gerne noch ein paar Mal erfolgreich bestreiten.“

Die Entscheidung, mit Paule im Derby anzutreten, war für André Thieme dieses Jahr noch klarer als 2025, denn dieses Jahr ist auch Europameisterin Chakaria wieder fit und kann in der Fünf-Sterne-Tour in Hamburg antreten. „Mein Ganz großes Ziel wäre natürlich in diesem Jahr die Weltmeisterschaft in Aachen“, erklärt Thieme. „Mit Chakaria kann ich mir erlauben, davon zu träumen, aber wir müssen jetzt erst beweisen, dass sie nach ihrer langen Pause wieder voll fit ist. Die Konkurrenz, um ins deutsche Team zu kommen, ist krass, man muss Nullrunden liefern.“

Reiter, die zu internationalen Fünf-Sterne-Springen einreiten, sind Vollprofis. Sie gegen regelmäßig in Parcours mit olympischen Abmessungen wie im Al Shira’aa CSI5* Tour – LONGINES GRAND PRIX OF HAMBURG an den Start. Einen Derby-Parcours hingegen reitet man nicht alle Tage. Deswegen ist der Puls vor dem Derby bei den meisten höher als vor einem 1,60-Meter-Parcours. Nicht so bei Derby-Spezialist André Thieme: „Der Druck in dem 5*-Großen Preis ist für mich größer. Der Hamburger Große Preis ist einer der wichtigen im Jahr, da geht es ja immer auch um Championats-Entscheidungen. Deswegen bin ich da doch wesentlich angespannter als am Sonntag, wenn ich zum Derby einreite.“ Praktisch in sein Wohnzimmer.

Quelle: Pressemitteilung Schafhof Connects / performance & passion

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