Menü Schließen

David Simpson gewinnt 2. Quali zum Spring-Derby Hamburg 2026




Abonniere den kostenlosen Newsletter von REITERZEIT.de

15.05.2026 Souverän steuerte David Simpson die Harley über den traditionellen Derbyplatz in Klein Flottbek. Der Ire hat am Freitagnachmittag die zweite Qualifikation in der Al Shira’aa Derby-Tour präsentiert von Dreame gewonnen, die Harley war der Siegerpreis und Simpson genoss offensichtlich die Ehrenrunde im Rocker-Modus.

Welcher ‚Ritt‘ ihm mehr Spaß gemacht habe: Die Runde auf seinem Pferd, dem elfjährigen Pjotr van de Kruishoeve, oder die auf dem Zweirad bei der Siegerehrung?

„Die Harley-Davidson-Nummer hat auf jeden Fall Spaß gemacht“, lacht der 37-Jährige, „aber der Derbykurs mit Pjotr war noch schöner.“ Die Plätze zwei und drei gingen an den Briten Guy Williams und den Luxemburger Charles Hubert Chiche, die beiden sind mit dem gehauchten Abstand von einer Hundertstelsekunde über die Ziellinie galoppiert. Auf Rang vier behauptete sich in dem starken Derbyfeld die 25-jährige Clara Blau.

„Ein Derby ist nie einfach!“
Achtjährig hat Pjotr unter Simpson schon das Derby in Hickstead gewonnen, drei Jahre später ist er noch erfahrener und kräftiger geworden. Hinzu kommt: Hickstead kennt Simpson wie seine Westentasche. „Mit Hickstead bin ich praktisch aufgewachsen, dieses Derby kenne ich seit meiner Kindheit“, erklärt David Simpson. „Vor Hamburg habe ich deshalb vielleicht sogar etwas mehr Respekt. Aber ein Derby wie in Hamburg oder Hickstead ist nie einfach. Dafür braucht man viel Vorbereitung, ein wirklich sehr gutes Pferd – und am Ende muss am Tag selbst einfach alles passen.“ Den Samstag werde er nutzen, um mit Pjotr Dressurarbeit zu machen und ihn wieder ein bisschen herunterzufahren und um dann am Sonntag in top Verfassung für das 95. Deutsche Spring-Derby zu sein.

Die wunderbare Qual der Wahl
Der Brite Guy Williams war im vergangenen Jahr Fünfter im Al Shira‘aa Deutschen Spring-Derby präsentiert von Melitta. Und zwar im Sattel von Gringos Legacy. Mit der elfjährigen irischen Stute war er vor zwei Tagen Dritter in der ersten Derby-Quali, die zweite hatte er vergangenes Jahr mit ihr gewonnen. Dieses Jahr wurde der 54-Jährige erneut Zweiter in der zweiten Derby-Qualifikation, dieses Mal aber mit dem elfjährigen Crumbgraft, Gringos Legacy hatte sich einen kleinen Fehler erlaubt. Die wunderbare Qual: Wen wird er am Sonntag im großen Derby satteln? „Gringos Legacy!“, kommt die Antwort prompt und dann beschreibt er seine beiden Derbyaspiranten: „Crumbgraft hat das Derby Trial in Hickstead gewonnen, und BH Gringos Legacy wurde dort Zweite. Beide sind wirklich sehr gute Derby-Pferde. Crumbgraft ist im Parcours manchmal etwas temperamentvoll – vielleicht habe ich David dadurch heute überhaupt erst die Chance gegeben, an mir vorbeizuziehen“, erklärt er und lacht. „Ehrlich gesagt dachte ich schon, dass ich ihn mit Gringos Legacy noch schlagen könnte. Aber dann fiel direkt der erste Sprung, das war natürlich eine kleine Katastrophe.“ Dennoch setzt er am Sonntag auf Gringos Legacy setzen.

„Ich bin hungrig!“
Letztes Jahr waren Charles Hubert Chiche und Andain du Thalie das erste Mal im Deutschen Spring-Derby am Start – und wurden auf Anhieb Dritte. Dieses Jahr sei er hungrig auf den Sieg, erklärt der Luxemburger. „Nach meiner ersten Erfahrung hier im vergangenen Jahr mit Andain du Thalie kennen wir beide den Platz noch besser und vertrauen uns gegenseitig noch mehr. Für Sonntag sind wir richtig hungrig.“
Alle drei Erstplatzierten waren sich einig: Die größte Herausforderung am Sonntag wird der Sprung direkt nach dem Wall.“

„Der Wall stört mich überhaupt nicht.“
2023 waren sie das erste Mal im Deutschen Spring-Derby in Hamburg am Start, 2024 hat sich das Paar den Deutschen Meistertitel bei den U25-Springreitern gesichert, vor zwei Wochen siegten sie in Hagens U25-Springpokal und heute legten sie eine rasante und fehlerfreie Runde in der zweiten Derby-Quali hin: Clara Blau und ihr Paul sind ein Dreamteam. „Paul ist für mich mein Ein und Alles. Er kann lesen und schreiben“, schwärmt die 25-Jährige von ihrem 15-jährigen Partner und fügt mit Blick auf das große Derby am Sonntag hinzu: „Der Wall stört mich überhaupt nicht. Ich habe andere Sachen, wie zum Beispiel die Bahnschranken, die mich fordern. Paul hat einen unwahrscheinlich großen Galopp und ich lasse ihn auch sehr gerne am langen Zügel gehen, was natürlich eine solche Kombination etwas erschwert. Das ist meine größte Sorge, dass es in den Bahnschranken zu eng für uns wird.“

Taktiken der Wiederholungs-Sieger
Seiner Sieg-Taktik aus dem vergangenen Jahr treu geblieben ist der viermalige Derbysieger André Thieme. Wie 2025 hat er die zweite Qualifikation mit Paule ausgelassen, um alle Kräfte und die volle Konzentration für Sonntag zu bündeln. Anders, aber ähnlich sieht die Taktik des zweifachen Derby-Siegers Marvin Jüngel aus. Er hat mit der 17-jährigen Balou’s Erbin die erste Qualifikation pausiert und heute in der zweiten eine souveräne, zügige Nullrunde gedreht.

Harley, Hamburg, St. Pauli
„Harley, Hamburg, St. Pauli – das passt doch irgendwie zusammen“, erklärte Jörg Semmler, der Geschäftsführer von Teqphone, dem exklusiven Distributor von Dreame-Produkten, der die Idee zum Harley-Siegerpreis hatte. „Die Idee dahinter ist natürlich, die allerbesten Reiter nach Hamburg zu bekommen und wir wollen die Idee auch noch weiter ausbauen – vielleicht in den Dressurbereich. Die Harley heute war schon mal ein Volltreffer!“

Quelle: Pressemitteilung Schafhof Connects / performance & passion

Weitere News dazu: