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Dt. Meisterschaften 2026 – Balve: Isabell Werth und Wendy de Fontaine dominieren

04.06.2026 Es war ein Tanz zwischen Regen und Sonnenschein beim Grand Prix des LONGINES
BALVE OPTIMUM. Und das Wetter spiegelte die Dramaturgie des Grand Prix –
Maecenas Preis präsentiert von der Familie Flötotto – der Deutschen Meisterschaft
der Dressurreiter wieder. Es war spannend bis zum Schluss, es gab Überraschungen,
es gab Gleichstände, Kopf-an-Kopf-Rennen und es gab eine strahlende Siegerin:
Isabell Werth und ihre Wendy de Fontaine dominierten das Feld als 17. von 20 Startern
deutlich. 81,240 Prozent – das war mit großem Abstand das beste Ergebnis des Tages.
Die Rheinberger Rekordreiterin machte einmal mehr deutlich, dass sie in Deutschland
in ihrer eigenen Liga spielt. Die 12-jährige Dänin Wendy de Fontaine hat keine
Schwächen – und all ihre Stärken weiß Isabell Werth deutlich auszuspielen. Die 10
gab es, die 9,0 und mehr beispielsweise für die traumhaften
Piaffe-Passage-Touren. Wendy de Fontaine – Tochter des Sezuan, des dreimaligen
Weltmeisters der Jungen Dressurpferde – ist das aktuelle Championatspferd der
erfolgreichsten Dressurreiterin aller Zeiten. Zusammen gewannen sie
Mannschaftsgold und Einzelsilber bei den Olympischen Spielen 2024, Teamgold und
zweimal Einzelbronze bei den Europameisterschaften 2025 und siegten im Großen
Dressurpreis von Aachen 2024. Aber Isabell Werth wäre nicht Isabell Werth, wenn sie
nicht ein zweites heißes Eisen im Feuer hätte. Und dieser wunderschöne Fuchshengst
mit Namen Viva Gold OLD ist auf dem besten Weg nach ganz oben. Erst 10 Jahre alt
ist der Enkel der legendären Weihegold und stammt ab von Vivaldi. Andreas
Helgstrand erkannte das Talent des 1,72m großen Oldenburger Hengstes schon als
Fohlen – seit Anfang 2025 steht Viva Gold OLD bei Isabell Werth. Ende 2025 siegten
sie furios im Louisdor-Finale. Zusammen mit diesem Kraftpaket belegte sie Rang drei
im heutigen Grand Prix der Deutschen Meisterschaften in Balve: 76,520 Prozent.




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Diesen Platz mussten sich die Zwei allerdings teilen. Auch Charlott-Maria Schürmann
und ihre wunderschöne Rappstute Dante`s Pearl OLD bekamen exakt dieselbe
Prozentzahl von der Jury. Der Auftritt der 33-jährigen Reiterin aus Gehrde bei
Osnabrück und der elfjährigen Stute wurde mit großer Spannung erwartet – denn sie
zählen ohne Zweifel zu den aufstrebenden Dressurpaaren. Erstmals traten sie in so
einem starken Starterfeld an. Die Nerven hielten – und auch die Balver Zuschauer
durften sich von der Qualität der Dante Weltino-Tochter überzeugen. Kommen wir aber
nun zu Rang zwei: Den belegten Frederic Wandres und Bluetooth OLD mit 76,560
Prozent – also nur 0,040 Prozent Vorsprung vor den dritten Plätzen. Das erfahrene
Paar aus Hagen im Teutoburger Wald zeigte eine saubere, sichere und
ausdrucksstarke Runde. Und wieder einmal stellten der 39-jährige Bereiter des Hof
Kasselmann und der 16-jährige Oldenburger Wallach von Bordeaux unter Beweis,
dass sie zurecht zu den besten und konstantesten Paaren Deutschlands gehören: Sie
waren Team-Olympiasieger von Paris 2024 sowie Mannschafts-Europameister 2023
und 2025 und er sicherte sich bislang sechs Silbermedaillen sowie eine
Bronzemedaille bei den Deutschen Meisterschaften.

Platz fünf fiel an Semmieke Rothenberger und Farrington. Die Bad Homburgerin und
ihr 16-jähriger niederländischer Wallach (v. Jazz) lieferten eine sehr konstante Runde
ab und wurden mit 74,000 Prozent belohnt. Nur gut 0,2 Prozent dahinter belegten
Raphael Netz und der 15-jährige KWPN Great Escape Camelot (v. Johnson) mit
73,820 Prozent Platz sechs. Auch Platz sieben belegte der in der Nähe von München
wohnende Dressurreiter: Mit dem 13-jährigen DSP Dieudonnè (v. Dante Weltino) kam
er auf 72,340 Prozent.

Ebenfalls mit großer Spannung erwartet wurde der Ritt von Jessica von Bredow-
Werndl und Times Kismet. Die erst elfjährige niederländische Stute von Ampere und
die Olympiasiegerin von 2024 sind erst seit kurzer Zeit ein Paar und starten erst seit
wenigen Monaten im Grand Prix-Sport durch. Im Grand Prix von Balve haderte das
Paar mit Fehlern in den Piaffen und einer Pirouette, so dass am Ende 71,500 Prozent
und damit Platz zehn zu Buche schlugen.

Bundestrainerin Dressur Monica Theodorescu: „Das hat viel Freude bereitet, am
ersten Tag direkt solche Ergebnisse zu sehen. Es ist alles sehr dicht beieinander und
das steigert natürlich die Spannung. Im Grand Prix Special werden die Karten wieder
neu gemischt.“

Eines steht fest: Besser hatte man diese Prüfung nicht orchestrieren können, denn die
Prozentzahlen liegen dicht beieinander – es wird also unfassbar spannend im Grand
Prix Special am Samstag, 06. Juni, ab 10 Uhr und damit in der Entscheidung um die
erste Medaille bei den Deutschen Meisterschaften der Dressurreiter 2026.

Quelle: Pressemitteilung Balve Optimum / Pressebüro Dagmar Lühn

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