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Freundschaften und Familiäres Feeling — Was Horses & Dreams so besonders macht

15.04.2024 Der eine ist Veranstalter mehrerer internationaler Reitsport-Events und Geschäftsführer einer der bekanntesten Sport-, Ausbildungs- und Verkaufsställe der Welt. Der andere zählt zu den derzeit besten Springreitern Deutschlands, war bereits Deutscher Meister im Springreiten und Sieger des Championats von Hamburg. Beide verbindet seit vielen Jahren eine gemeinsame Leidenschaft — die zum Reitsport-Festival Horses & Dreams. Francois Kasselmann und Mario Stevens bereiten sich in diesen Tagen auf die kommende Ausgabe ‘Horses & Dreams meets Portugal’ vom 24. – 28. April vor. Ersterer zieht die Fäden hinter den Kulissen, letzterer trainiert seine Pferde für die internationalen Springprüfungen. Angefangen hat diese Turniergeschichte in 1997 mit einem Jugendturnier auf dem Hof Kasselmann. In diesem Jahr wurde das erste internationale Jugendreiter-Festival für Reiter bis 21 Jahre ausgetragen.
 
Gemeinsame Pony-Zeit
 
“Francois und ich sind fast gleich alt,” erinnert sich Mario Stevens. “Ich glaube, ich war einer der ersten Teilnehmer hier, Francois konnte sich sogar noch an mein Pony erinnern! Es waren immer mega schöne Turnier in meiner Jugendzeit. Die größten Jugendturniere, die es in Europa gab und die es, glaube ich, immer noch sind.” Auch Francois Kasselmann war in dieser Zeit noch im Sattel aktiv, startete international bei den Ponys und später in Nationenpreisen bei den Junioren und Jungen Reitern. Er begann eine Bereiter-Lehre bei Paul Schockemöhle, der ihm riet, seine Talente besser und effektiver in der Organisation und Vermarktung einzusetzen. Währenddessen wuchs das einstige Jugend-Turnier stetig weiter. Prüfungen für Senioren kamen hinzu und die Veranstaltung wurde in ‘International Riders Festival – Horses & Dreams’ umbenannt. Das Großevent zog Teilnehmer aus der ganzen Welt an. Aufgrund des enormen Zuspruchs entschied sich Ullrich Kasselmann dazu, die Jugendprüfungen auszugliedern und die Future Champions als eigene Veranstaltung für die Nachwuchsreiter ins Leben zu rufen.




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Neue Akzente
 
“Wir haben versucht, neue Akzente zu setzen,” blickt Francois Kasselmann zurück. Eine Show zum 35. Regierungsjubiläum des Sultan von Oman, die die Familie Kasselmann federführend organisierte, gab schließlich den Ausschlag für das erste Partnerland von Horses & Dreams in 2006. Sultan Qaboos bin Said al Said war so beeindruckt, dass er dazu 50 Araberpferde und ihre Reiter aus der Royal Cavalry nach Hagen entsandte, ein grandioses Spektakel und eine ganz neue Erfahrung für die Wüstenbewohner. Seitdem standen Partnerländer wie China, USA, Great Britain, Mexico, Australia, Denmark oder Frankreich im Mittelpunkt. Francois Kasselmann wuchs in die Rolle als Turnierleiter: “Ich war selbst zuerst Sportler, später übernahm ich die ersten Funktionen. Mein Vater und ich verstehen uns quasi blind. Er hat zwar große Fußstapfen hinterlassen, aber er lässt mich auch probieren, in diese Fußstapfen zu folgen. Es ist nicht nur eine Vater-Sohn Beziehung, sondern auch eine Beziehung zwischen Geschäftspartnern und Freunden. Ich mache diesen Job mit Leidenschaft. Das ist ganz wichtig, um erfolgreich zu sein.”

Herzblut unterscheidet
 
Diese Leidenschaft schätzt auch sein langjähriger Freund Mario Stevens: “Die Familie Kasselmann ist mit Herzblut dabei, das spüren wir als Teilnehmer von der ersten Sekunde an. Der Stallmeister nimmt uns in Empfang, es wird sofort mit angepackt und geholfen. Ob Stewards, Richter oder Parcourschefs, alle kennen sich, alle sind sehr freundlich, alle gehören zu einer großen Familie. Das ist ein ganz wichtiger Punkt in der heutigen Zeit. An diesem Wochenende gibt es mehrere andere internationale Turniere, aber es sind fast alles kommerzielle Profi-Turniere. Horses & Dreams wird mit Liebe gemacht, es fehlt den Pferden und Menschen an nichts.” Stevens kommt aus Molbergen, hat es nicht weit bis zum Hof Kasselmann in Hagen am Teutoburger Wald. Er plant, seine Top-Pferde Starissa und Carrie in der Großen Tour zu reiten sowie den neunjährigen Cornet de Semilly in der Zwei-Sterne Tour und ein junges Pferd in der Youngster Tour. “Horses & Dreams ist der Start in die grüne Saison, wenn man nicht der Global Champions Tour folgt, sondern Nationenpreise und Championate im Fokus hat,” sagt der Deutsche Meister von 2022.
 
Teilnehmer aus 27 Nationen
 
Waren es zum Auftakt in 1997 noch Teilnehmer aus neun Nationen, die auf dem Hof Kasselmann antraten, kommen heute Aktive aus insgesamt 27 Nationen auf den Borgberg. Allein die Dressurreiter repräsentieren 24 verschiedene Flaggen, darunter Olympiasieger, Welt- und Europameister wie Isabell Werth, Ingrid Klimke, Charlotte Dujardin (GBR) und Carl Hester (GBR). Der Weltranglisten-Siebte Frederic Wandres weiß, was viele seiner Kollegen aus der Top-Elite immer wieder zurück nach Hagen bringt: “Turnierreiter sind bald jede Woche woanders, wir kommen viel rum, vor allem in Europa, aber auch den USA und Asien. Man sieht viele Turnierplätze. Das Besondere an Hagen ist einfach die familiäre Atmosphäre, die trotz der Größe der Veranstaltung — bis zu 60.000 Zuschauer —  nicht verloren geht. Man fühlt sich einfach wohler, wenn man hier ankommt und weiß, die Veranstaltung wird von einer Reiterfamilie organisiert.”

Quelle: Pressemitteilung Horses and Dreams Entertainment GmbH / performance & passion

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