Hinterhandwendung

Training / Ausbildung – Lektion für Fortgeschrittene

Hinterhandwendung: Das Pferd macht eine Wendung mit der Vorderhand um die Hinterhand. Hierbei soll die Hinterhand in einem möglichst kleinen Kreis mitgehen.

Umsetzung der Lektion

Für diese Lektion wird das Pferd über eine ganze Parade zum Halten gebracht. Der Reiter leitet die Hinterhandwendung ein, indem er einen leichten Impuls nach vorne gibt. Sobald das Pferd reagiert, wird es mit der halben Parade aufmerksam gemacht und leicht nach innen gestellt und gebogen. Über den Zügel und die Reiterhand wird es sozusagen nach innen herum geführt. Die äußere Hand gibt dabei leicht nach. Der innere Schenkel gibt einen leichten Vorwärts-Impuls und der äußere Schenkel die Aufforderung zur Wendung. Hierbei liegt der äußere Schenkel verwahrend hinterm Gurt. Das Pferd soll sich nun um die Hinterhand bewegen. Dabei huft die Hinterhand in einem sehr kleinen Halbkreis um sich selbst. Die Lektion ist beendet, wenn eine 180-Grad-Wendung vollzogen ist.

Während der Wendung ist es wichtig, dass die Reiterhand die Biegung und Stellung nicht aufgibt und mit halben Paraden das Pferd hält. Der Reiter muss durch seine Schenkelhilfen und das Kreuz dafür sorgen, dass das Pferd eine leichte Vorwärts-Tendenz hat.

Zielsetzung

Das Erlernen der Hinterhandwendung dient dazu auf kleinstem Raum zu wenden. Außerdem ist es eine gute Übung das Pferd dazu zu bringen, mit seinen Hinterhufen unter den Schwerpunkt zu kommen. Dies hilft auch, wenn später Versammlungen geritten werden sollen. Es ist eine Übung für Fortgeschrittene die auf L-Niveau reiten, oder es gerade lernen. Die Lektion kann gut in der Arbeitsphase angewendet werden.

Häufige Fehler

  • Zurücktreten
  • Stehenbleiben
  • Drehen; keine Bewegung der Hinterhufe
  • Seitwärts ausweichend
  • Kreuzende Hinterbeine