Deutsche Equipe feiert ihren zweiten Sieg in Mannheim
03.05.2026 Mit einer unglaublich starken Teamleistung hat das deutsche Team den Longines EEF Nationenpreis 2026 beim Maimarkt-Turnier in Mannheim gewonnen. Mit dem Optimalergebnis von null Fehlerpunkten beendete die Equipe um Teamchef Ralf Runge den ersten EEF-Nationenpreis der Saison und den einzigen Nationenpreis in Deutschland 2026. Belgien landete mit vier Fehlerpunkten auf Rang zwei, Dritte wurden die Iren, ebenfalls mit vier Fehlerpunkten. Es war genau eine sagenhaft knappe Sekunde, die über Platz zwei und drei entschied: 220,53 Sekunden für die Belgier, 221,53 für die Iren. „Der Sieg im Nationenpreis zum 100. Geburtstag unseres Reiter-Verein Mannheim“, strahlte Turnierchef Peter Hofmann, „das ist ein herrliches Geburtstagsgeschenk. Wir hatten ein volles Haus, super Stimmung, top Wetter – besser geht es nicht.“
„Tatort-Modus“
„Wenn man das erlebt, braucht man abends keinen Tatort zu gucken!“, schmunzelte die Equipe-Chefin
der Österreicher und sprach den Zuschauern im prall gefüllten MVV-Reitstadion aus der Seele. Mit
dem allerletzten Hindernis wurde der Longines EEF Nationenpreis 2026 in Mannheim entschieden. Erst
als Gerrit Nieberg und die elfjährige IB Queen nach dem letzten Hindernis im zweiten Umlauf gelandet
sind, war klar: Titelverteidigung gelungen!
Zum fünften Mal war das Maimarkt-Turnier Standort für den Longines EEF Nationenpreis, zum zweiten
Mal hat sich das deutsche Team den Sieg gesichert, 2025 und 2026. „Das war ein sehr homogenes
Team, das einfach abgeliefert hat“, freute sich Equipe-Chef Ralf Runge. „Wir hatten eine super
Mischung im Team, mit zwei sehr erfahrenen Pferden und mit zwei Pferden, für die es der erste
Nationenpreis war. Sie waren alle super fokussiert, das war toll.“
Schlussreiter Gerrit Nieberg war der Einzige, der auch schon 2025 zum siegreichen Team gehört hatte,
allerdings mit einem anderen Pferd. „Ich wusste natürlich um die Situation, dass ich null bleiben muss,
wenn wir kein Stechen wollen“, erklärte der 32-Jährige. „Ich wusste um die Anspannung und die
Erwartungshaltung, aber ich habe mich einfach auf mich und mein Pferd fokussiert. Queen ist schon in
der ersten Runde gut gesprungen und in der zweiten hatte ich fast ein noch besseres Gefühl. Sie ist
top in Form.“ Bei der Nationenpreis-Premiere der elfjährigen IB Queen lieferte Nieberg eine
„Doppelnull“ für den Sieg, ebenso „doppelnull“ blieben Stefan Engbers und der 13-jährige Baju NRW.
Engbers ist vor drei Jahren in Mannheim seinen ersten Nationenpreis geritten, auch damals zwei
Runden ohne Hindernisfehler, aber mit Zeitfehler. „Deswegen sind wir damals nur Zweiter geworden“,
platzte es aus Engbers heraus, sichtlich happy, dass es dieses Jahr zum Sieg gereicht hat. Vor acht Tagen
hatte das Paar Engbers/Baju den Großen Preis in Hagen gewonnen, das war der Auslöser für seine
Berufung ins Team von Mannheim. „Der Parcours im Nationenpreis war super für meinen Schimmel.
Wir hatten ein paar Linien, die wir schön im Vorwärts reiten konnten, so war auch die recht knapp
angesetzte Zeit kein Problem für uns.“
Apropos Zeit: Der viermalige Vielseitigkeits-Olympiasieger Michael Jung hatte Fischerheros Z,
gesattelt, für den Neunjährigen war es der erste Nationenpreiseinsatz. Er war der Startreiter des
deutschen Teams, und der Nationenpreis-Neuling machte einen top Job: fehlerfrei, allerdings im
ersten Umlauf mit einem Zeitfehler. „Im ersten Moment habe ich mich schon geärgert“, gibt Jung zu.
„Manchmal hängt der Ausgang eines Springens auch an einem Zeitfehler. Vom Gefühl her war ich
eigentlich zügig unterwegs, aber ich sah mir den Ritt dann noch mal auf Video an, und im zweiten
Umlauf habe ich gerade die Wege an den kurzen Seiten zügiger geritten.“
Ebenfalls ohne Fehler hatte Vielseitigkeits-Weltmeisterin Sandra Auffarth mit dem 15-jährigen Quirici
den ersten Umlauf beendet, im zweiten sprang der 15-Jährige „fast noch besser“, so Ralf Runge, aber
eine Stange wurde nahezu aus ihrer Halterung „gehaucht“. Auffarth resümierte: „Das war vielleicht
der leichteste Fehler, den ich je hatte – ich war vielleicht eine Nuance zu dicht. Ich fand, Quirici war
super heute, er ist toll gesprungen. Ich bin auch sehr stolz und froh, so ein Pferd reiten zu dürfen und
mit dem so viele tolle Sachen zu erleben.“
Runge ist ein Fan der EEF Nationenpreis-Serie und betonte: „Unser Sport ist sehr anspruchsvoll
geworden und die Serie gibt auch den jüngeren Pferden und Reitern eine Chance, sich zu präsentieren.
Viele Nationen nutzen die EEF-Nationenpreise, um ihre Kandidaten für die WM zu testen. Von uns
allen geht ein großer Dank an Longines, an die EEF und an Mannheim, dass wir hier auf dieser
fantastischen Anlage reiten dürfen.“
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Das Bundestrainer-Zitat: Der deutsche Bundestrainer der Springreiter, Otto Becker, hatte kurz vor
Beginn des Nationenpreises erklärt: „Wir haben hier Top-Bedingungen, die Qualität der Reiter ist hier
von Jahr zu Jahr immer besser geworden, die Konkurrenz ist unheimlich stark. Natürlich würden wir
unseren Erfolg vom Vorjahr gerne wiederholen, aber im Springsport liegen die Entscheidungen meist
sehr dicht beieinander – und es sind viele gute Teams da.“ Wie recht er mit seinem „dicht beieinander“
behalten sollte…
Spürbare Begeisterung: Sandra Auffarth war nicht nur zum ersten Mal im Nationenpreis-Team in
Mannheim, sie war überhaupt das erste Mal beim Maimarkt-Turnier am Start und fasste ihre
Mannheim-Premiere so zusammen: „Man merkt als Reiter, ob die Zuschauer einfach nur zugucken
oder Fehlergucker sind oder wirklich begeistert. Und hier in Mannheim war wirklich Begeisterung zu
spüren, das hat so viel Spaß gemacht.“
Das EEF-Zitat: EEF-Präsident Quentin Simone war bester Laune: „Zunächst herzlichen Glückwunsch an
das siegreiche Team aus Deutschland. Zudem möchte ich mich im Namen des EEF-Vorstands ganz
herzlich bei Peter Hofmann und seinem Team und bei Longines, die unseren Sport so großartig
unterstützen, bedanken.“
Großes Lob an Parcours-Chefin Christa Jung: Seit 40 Jahren baut Christ Jung die Kurse beim Maimarkt-
Turnier in Mannheim und erntet jedes Jahr viel Lob und Anerkennung. „Manche Leute fragen mich, ob
ich nach der langen Zeit nicht mal einen anderen Parcours-Chef einladen möchte“, erzählt Hofmann.
„Aber warum? Was Christa hier im Nationenpreis wieder gebaut hat – das war klasse! Das muss man
bewundern.“ Große Zustimmung aus dem Lager der Reiter und Equipe-Chefs!
Quelle: Pressemitteilung Maimarkt-Turnier Mannheim / Binder Pressebüro
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