Losgelassenheit beim Pferd

Training / Ausbildung – Grundlagen

Nach dem Takt beim Pferd, befassen wir uns jetzt mit dem zweiten Punkt bei der Skala der Ausbildung – der Losgelassenheit.

Im Rücken schwingen

Losgelassenheit kann ein Pferd nur dann erreichen, wenn es auch den Takt richtig beherrscht. Beides gehört zusammen. Jedes Pferd muss in der Gewöhnungsphase die Losgelassenheit lernen.

Losgelassenheit ist einer der wichtigsten Grundvoraussetzungen für die Ausbildung von Pferden und im weiteren Training.

Ist das Pferd locker, d. h. die Muskeln sind unverkrampft und lassen sich locker anspannen und lösen, der Rücken schwingt mit – dann geht das Pferd im Takt.

Als Zwanglosigkeit bezeichnet man beim Pferd, wenn es komplett entspannt ist.

So kann es sich dann losgelassen bewegen und seine Leistungsmöglichkeiten voll ausleben bzw. sie können ganz ausgearbeitet werden.

Die Losgelassenheit ist beim Pferd erkennbar, wenn sich alle Gelenke beugen und strecken, und dies in gleichmäßigem Rhythmus.

Arbeitet das gesamte Interieur des Pferdes mit, ist es losgelassen.

Merkmale der Losgelassenheit

  • Gleichmäßig schwingender Rücken
  • „kauen“ im geschlossenen Pferdemaul
  • zufriedener Geschichtsausdruck und Ohrenspiel
  • im Rhythmus pendelnder Schweif, der locker getragen wird
  • Abschnauben des Pferdes (zeigt lockern im Inneren)
  • korrekte Anlehnung, die Nase ist leicht vor der Senkrechten.

Merke: Ein losgelassenes Pferd schwingt im Rücken, geht locker, der Hals geht vorwärts-abwärts und es geht gleichmäßig im Takt, in allen drei Grundgangarten. Der Reiter kann treibende Hilfen einsetzen und sitzt elastisch.