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Richard Vogel siegt im Rolex Grand Prix – Brussels Stephex Masters

30.08.2026 Stephex‑CEO Stephan Conter hat Aachen immer als Maßstab betrachtet. „Wir sind noch nicht dort, und wenn ich darüber nachdenke, werden wir Aachen wahrscheinlich nicht erreichen können, aber es ist trotzdem der Standard, an dem ich unsere Stephex Masters messen möchte“, sagt der Veranstalter – bescheiden, aber keineswegs ohne Ehrgeiz. Lässt man den Veranstaltungsort selbst einmal außen vor, kommt das Brussels Stephex Masters, ein Event der Rolex Series, sportlich diesem Anspruch tatsächlich sehr nahe. Zwei der diesjährigen Podiumsplatzierten standen nur eine Woche zuvor in Aachen auf dem Podium und feierten einen Weltmeistertitel. Eines ist klar: Die besten Reiter der Welt kommen gerne nach Brüssel, und den Rolex Grand Prix präsentiert von Audi wollen sie unbedingt gewinnen.




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In diesem Jahr ging diese Ehre an den Europameister und frisch gekrönten Team‑Weltmeister Richard Vogel mit Gangster Montdesir. Den dritten Platz belegte Stephex‑Reiter Daniel Deusser mit Pepita van ’t Meulenhof, der – wie Vogel – Teil des deutschen Goldteams bei den Weltmeisterschaften in Aachen gewesen war. Brasiliens Eduardo Pereira de Menezes und H5 Londentime schoben sich zwischen die beiden deutschen Weltmeister und wurden Zweite.

Der mit 500.000 Euro dotierte Rolex Grand Prix wurde über zwei Runden entschieden, wobei die besten zwölf aus dem ersten Umlauf für die zweite Runde zurückkehrten. Nur fünf Paare hatten im ersten Umlauf eine weiße Weste behalten. Am Ende der zweiten Runde blieben nur zwei fehlerfrei: Richard Vogel und Eduardo Pereira de Menezes. Der Brasilianer, als Vorletzter am Start, ließ nichts unversucht, ging jedes Risiko ein und ließ dennoch alle Stangen liegen. Seine 42,85 Sekunden brachten ihn kurzzeitig in Führung – bis Vogel als letzter Starter in die Arena einritt und die Uhr um einen Wimpernschlag schneller bei 42,34 Sekunden stoppte.

Eduardo Pereira de Menezes, der bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio startete, war nicht bei den Weltmeisterschaften in Aachen gewesen. Vor Brüssel war er beim Fünf‑Sterne‑Turnier in London am Start, wo er ebenfalls im ersten Umlauf fehlerfrei blieb. „Ich meine es wirklich so, wenn ich sage, dass die Stephex Masters eines meiner Lieblingsturniere sind. Der Rolex Grand Prix war einer der ersten Termine, die ich in meinen Kalender eingetragen habe, und ich wollte hier unbedingt gut sein. Ich war unglaublich nah dran. Am Ende war der Unterschied nur ein Bruchteil einer Sekunde, aber es ist sicher keine Schande, hinter Richard Vogel Zweiter zu werden.“

Siegerehrung Rolex Grand Prix Brussels Stephex Masters (Foto Sportfot)

Auch bei Vogel war das Brussels Stephex Masters fest im Kalender vermerkt, und Gangster Montdesir war speziell für diesen Anlass geschont worden. Der zehnjährige Hengst war zu Hause von Vogels Team in Topform gehalten worden, während Vogel in Aachen Gold gewann. Auf die Frage, ob die beiden deutschen Teamreiter nach einer mental so anspruchsvollen Weltmeisterschaft nicht eine Pause gebraucht hätten, antworteten sie gewohnt entspannt. „Die Brussels Stephex Masters sind Urlaub“, lachte Vogel. Ein normaler Mensch würde nach einer Weltmeisterschaft sicher etwas Erholung brauchen? „Das ist der Unterschied“, entgegnete Daniel Deusser. „Wir Reiter sind keine normalen Menschen.“

Deusser wurde mit Pepita van ’t Meulenhof nach einem Abwurf im ersten Umlauf Dritter. Die elfjährige Stute kam vor zweieinhalb Jahren zu Stephex und hat sich unter Deusser rasant entwickelt – von 1,40 m‑Prüfungen bis hin zum 1,60 m CSI5 Grand Prix Niveau. Im Juli belegte das Paar bereits Rang zwei in einem CSI5 Grand Prix in Riesenbeck.

Simon Delestre und Gatsby du Tillard wurden nach einem Abwurf im zweiten Umlauf Vierte. Seine konstant starken Leistungen über die gesamte Woche brachten Delestre zudem den Titel des besten Reiters der CSI5* Wettbewerbe ein – inklusive der Nutzung eines Stephex 2 Pferdetransporters für ein ganzes Jahr.

Quelle: Pressemitteilung Brussels Stephex Masters

Ergebnisse:

  1. Richard Vogel, Gangster Montdesir / 42,34 Sek.
  2. Eduardo Pereira de Menezes, H5 Londontime / 42,85 Sek.
  3. Daniel Deusser, Pepita van´t Meulenhof BR / 43,01 Sek. / 4 F. 2. Umlauf

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