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Spring-Derby Hamburg 2026: Imma Roquet Autonell gewinnt 5* Springen

15.05.2026 Frauenpower im Preis der Deutschen Kreditbank AG – in dem 1,50-Meter-Springen mit Stechen beim Al Shira’aa Deutsches Spring- und Dressur-Derby ließen die schnellen Damen den Herren keine Chance: Sieg für die 34-jährige Spanierin Imma Roquet Autonell auf der zehnjährigen Stute Elba del Maset, Platz zwei für die ‚Hamburger Deern‘ Janne-Friederike Meyer-Zimmermann auf My Lady Lavista. Auf Rang drei konnte sich Rene Dittmer im Sattel von Cody behaupten.

„Das war der größte Erfolg für mein Pferd und der größte Erfolg in meiner Laufbahn bisher!“ Imma Roquet Autonell war fassungslos. Sie sei bisher selten auf so großen Turnieren geritten, taste sich langsam in die höheren Prüfungen heran und es mache ihr immer mehr Spaß. „Ich war vor zehn Jahren schon einmal hier, damals nur zum Zuschauen. Ich habe dieses Turnier sofort geliebt. Als sich jetzt die Möglichkeit ergeben hat, selbst hier zu reiten, habe ich direkt zugesagt.“

„Nur fehlerfrei zu bleiben, reicht heute nicht.“
Von Anfang an hat die Zeit in dieser Springprüfung eine entscheidende Rolle gespielt: „Schon der erste Umlauf war eng getaktet“, erklärt die Siegerin. Sieben Reiter-Pferd-Paare blieben im Umlauf zwar ohne Hindernisfehler, mussten aber Zeitfehler notieren. „Man musste wirklich Tempo machen, um überhaupt in der erlaubten Zeit zu bleiben. Mein Pferd gehört nicht zu den schnellsten, sie ist eher großrahmig. Deshalb habe ich bereits im ersten Umlauf versucht, so viel Tempo wie möglich mitzunehmen. Das war im Nachhinein eine sehr gute Vorbereitung auf das Stechen.“ Als achter von elf Stechteilnehmern ritt die Spanierin in den Parcours und war gut vorbereitet: „Vor meinem zweiten Umlauf habe ich einige Runden gesehen, alle waren unglaublich schnell unterwegs. Da wusste ich: Nur fehlerfrei zu bleiben, reicht heute nicht. Ich musste alles riskieren.“ Sie habe beim Überqueren der Ziellinie keine Ahnung gehabt, ob das für den Sieg reichen würde. „Aber ich wusste, dass es eine richtig gute Runde war — und darüber war ich einfach sehr glücklich.“ Der i-Punkt des Erfolgs ist, dass Elba ein selbst gezogenes Pferd ihrer Familie ist. „Mit meinem Vater ziehen wir jedes Jahr etwa 20 Fohlen in Spanien groß. Wir züchten unsere Pferde selbst, so wie Elba del Maset und das Pferd, das ich im Großen Preis hier in Hamburg reiten werde.“




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Fünf oder sechs – die Siegentscheidung
Lachend erzählt die zweitplatzierte Janne von ihrer Begegnung mit der Siegerin wenige Stunden zuvor: „Imma und ich haben uns beim Parcoursabgehen getroffen. Ich habe sie gefragt: ‚Wie reitest du diese Linie?‘ Und sie meinte nur: ‚In fünf.‘ Da dachte ich erst: ‚Oh Mist, so habe ich das überhaupt nicht gesehen.‘ Also bin ich die Linie noch einmal selbst abgegangen und habe mir gedacht: Für mich sind das eher sechs Galoppsprünge. Danach habe ich, ehrlich gesagt, nicht mehr groß darüber nachgedacht – und dann hat sie die fünf geritten und hat die Prüfung gewonnen.“

Mannschafts-Weltmeisterin Janne-Friederike Meyer-Zimmermann und die zwölfjährige Mylord Carthago-Tochter My Lady Lavista kennen sich noch gar nicht so lange. „Ich habe die Stute im vergangenen Jahr von unglaublich netten Besitzern aus Kalifornien bekommen, Cherokee Show Horses, vermittelt über einen ehemaligen Bereiter von mir, Jamie Gornall. Und das Schönste daran: Ursprünglich kommt sie tatsächlich aus Holstein. Sie ist eine echte Holsteiner Stute. Sie ist eine wahnsinnige Kämpferin und ein wirklich fantastisches Pferd.“

Mit Herz dabei
„Wir engagieren uns gezielt in Sportarten, in denen die Menschen mit dem Herzen dabei sind und genau das haben wir heute hier erlebt“, betont Arnulf Keese, Vorstandsmitglied bei der DKB. „Ich selbst habe noch keine allzu lange Verbindung zum Reitsport, aber ich finde ihn unglaublich spannend – fast wie einen Krimi. Gerade das heutige Springen hat gezeigt, wie mitreißend dieser Sport sein kann. Das Derby hier ist ein wunderschönes Event.“

Quelle: Pressemitteilung Schafhof Connects / performance & passion

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