Anzeige gegen Schleu, Raisner, IOC und FEI

22.08.2021 Der Vorfall mit der deutschen Fünfkämpferin Annika Schleu und der Trainerin Kim Raisner zieht weiter Kreise. Beide wurden vom Deutschen Tierschutzbund wegen Tierquälerei angezeigt, ebenso gibt es nun eine Anzeige vom „IG Wild beim Wild“ aus der Schweiz gegen das IOC und die FEI.

Die Szene bei den Olympischen Spielen, als Annika Schleu mit ihrem „geliehenen“ Pferd nicht klar kam und die Trainerin noch sagte „hau mal richtig drauf“, wird so schnell keiner vergessen. Nach diesem Vorfall ist wieder mal deutlich zu sehen, dass Pferde eine Partnerschaft mit ihrem Reiter eingehen müssen und das dauert länger als 20 Minuten vor der Prüfung. Die Disziplin „Reiten“ hat beim Fünfkampf nichts verloren.

Die FN hatte in ihrer Stellungnahme mitgeteilt, dass sie die Reiterei im Modernen Fünfkampf kritisch sehen. Ihr Verständnis der Reiterei liegt in der Partnerschaft zwischen Mensch und Pferd und nicht darin, das Pferd als Sportgerät zu betrachten. Sie sagten auch, dass die Zuständigkeit beim Weltverband für Modernen Fünfkampf liegt und nicht bei der FEI oder der FN.

Nun hat die in der Schweiz ansässige Tierschutzroganisation „IG Wild beim Wild“ eine Anzeige wegen Verletzung des Tierschutzgesetzes gegen die FEI und das IOC eingereicht, weil die beiden Organisationen bei drei Vorfällen, die nicht nur den Fünfkampf betreffen, nicht rechtzeitig eingeschritten sein sollen. Der Verband des Fünfkampfes wurde nicht angezeigt.

Quelle: FN, Eurosport


Meike Rath

Autorin: Meike Rath - ehemalige Turnierreiterin, frühere Pferdebesitzerin und heute Berichterstatterin aus dem Reitsport - Autorin, Redakteurin und Inhaberin von Reiterzeit.de

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