Haflinger und Noriker in Not

Pferdehaltung – Pferde zum Sterben geboren

Haflinger und Noriker kommen wieder zur Schlachtung

In Österreich und Bayern werden wieder Haflinger und Noriker Fohlen versteigert. Ihr Leidensweg führt zum Schlachter nach Italien.

Es ist wieder soweit, die 1-jährigen Fohlen werden rücksichtslos von Ihrer Mutter getrennt und gehen auf eine Versteigerung. Diese Versteigerung führt in 90 % der Fälle zum Tod. Leider wird in Italien immer noch mit Vorliebe Pferdefleisch gegessen, und dies speziell von Haflinger und Noriker Fohlen. Hierzu werden die Tiere in Transportern ohne Futter und Wasser nach Italien verfrachtet.

Das erste Lebensjahr dürfen sie noch spielend und tobend auf den großen Koppeln in den Bergen verbringen. Für die Urlauber ist dies eine Attraktion, in dem Unwissen was später mit all den Fohlen passiert.

Animal spirit will helfen

Die Organisation Animal Spirit fährt jedes Jahr zu den Versteigerungen und versucht Fohlen zu retten. Hier werden dann Fohlen gekauft und u. a. nach Deutschland vermittelt. Die Organisation versucht auch bei den Züchtern etwas zu bewirken, läuft da allerdings eher gegen eine Wand. Auch ist der Versuch, bei der Regierung eine Änderung herbeizuführen, bisher erfolglos geblieben.

Ist diese Hilfe der richtige Weg?

Animal Spirit bittet um Unterstützung möglichst viele Fohlen zu retten. Es ist natürlich eine Frage, ob dies die richtige Unterstützung ist. Werden dadurch nicht die Züchter in Ihrem Verhalten gestärkt? Läuft die Unterstützung nicht in die falsche Richtung, wenn der Züchter weiß, dass seine Fohlen entweder zum Schlachten gekauft werden, oder von der Organisation? Natürlich ist die Arbeit von Animal Spirit wichtig. Dies steht außer Frage. Es sollte nur überlegt werden, ob dem Verein nicht auch anders geholfen werden kann.

Auf jeden Fall muss dem Töten von Fohlen ein Ende bereitet werden. Es sollte nicht gezüchtet werden, ohne dass die Fohlen eine reelle Chance auf ein verdientes Leben haben.