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Klare Ansage der Nummer eins: Sieg für Laudrup-Dufour in Hagen a.T.W. — Klimke und Vayron mit starker Vorstellung auf Platz zwei

24.04.2026 Cathrine Laudrup-Dufour (DEN) und Mount St John Freestyle ließen keinen Zweifel an ihrer Favoritenrolle.

Die Weltranglistenersten gewannen den CDI4* Grand Prix der Special-Tour – Preis des Helenenhofs, Familie Schwiebert – mit deutlichem Vorsprung. Die Richter bewerteten die Vorstellung mit 82,391 Prozent, die Zuschauerwertung lag mit 81,402 Prozent nur knapp darunter. Ingrid Klimke und Vayron NRW zeigten eine ihrer bislang besten Grand Prix Vorstellungen und belegten mit 75,087 Prozent Rang zwei. Maria von Essen (SWE) ritt mit 73,370 Prozent auf Platz drei. Leonie Richter und Lord Europe verpassten bei ihrem Vier-Sterne-Debüt nur knapp das Podium, erzielten jedoch ein neues persönliches Bestergebnis.




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Mit Hagen a.T.W. verbindet Laudrup-Dufour besondere Erinnerungen: Hier begann einst ihre gemeinsame Erfolgsgeschichte mit Atterupgaards Cassidy. 2016 platzierte sich das Paar in der Vier-Sterne-Tour, ein Jahr später folgte der Doppelsieg. Passend dazu feiert Cassidy heute seinen 23. Geburtstag – die Feierlichkeiten müssen jedoch warten, denn zunächst steht Stallkollegin Mount St John Freestyle im Rampenlicht. „Sie ist jetzt 17 Jahre alt und fühlt sich unglaublich fit und glücklich an“, sagte Laudrup-Dufour. „Am ersten Trainingstag hier war sie sehr frisch – fast wie ein kleiner Drache. Aber das zeigt, dass sie happy und bereit ist.“ Ihr Ziel sei ein kontrollierter, ruhiger Ritt gewesen: „Ich wollte bewusst kein Risiko eingehen, sondern ein gutes Gefühl für die kommende Freiluftsaison bekommen.“

Cathrine Laudrup-Dufour und Mount St John Freestyle (Foto: sportfotos-lafrentz.de)

Für das Paar war es der erste Outdoor-Start, nachdem sie zuletzt die CDI5*-Tour in Herning gewinnen konnten. Erstmals fehlte heute ihre langjährige Trainerin Kyra Kyrklund, die allerdings von ihrem Mann Richard White vertreten wurde. „Das war durchaus mutig von ihm“, schmunzelte Laudrup-Dufour. „Kyra und ich sind ein eingespieltes Team, aber es ist auch wertvoll, frische Augen von außen zu haben.“

Freestyle präsentierte sich bereits beim Abreiten sehr konzentriert, ein kurzes Warm-up von 15 bis 20 Minuten genügte. Verbesserungsmöglichkeiten sieht das Team nur im Detail, etwa in noch mehr Versammlung in den Einerwechseln.
 
Auch privat ist Laudrup-Dufour in Hagen nicht allein: Ehefrau Rasmine und Tochter Palma sind ebenfalls vor Ort. Rasmine startet in der internationalen Amateur-Tour im Springen – die Betreuung der kleinen Palma wird zwischen den Starts gemeinsam organisiert.
 
Vayron NRW mit neuer Sicherheit
 
Auch Ingrid Klimke zeigte sich mit ihrer Vorstellung sehr zufrieden: „Als ich einritt, wusste ich sofort, heute sind hier keine Gespenster. Ich hatte von Anfang an ein sehr gutes Gleichmaß, er war unheimlich bei mir. Ich konnte ihn gut geschlossen halten.“ Lediglich im starken Galopp schlich sich ein kleiner Fehler ein. „Ansonsten bin ich wirklich sehr glücklich, das war ein richtig guter Ritt.“
 
Nach den Europameisterschaften in Crozet hatte Klimke ihrem Pferd eine längere Pause gegönnt und vor allem auf Trense gearbeitet. Erst kurz vor dem Turnier in Lier kehrte sie zur Kandare zurück – im Nachhinein eine falsche Entscheidung: „Ich glaube, er ist es gewohnt, mehr auf Kandare zu gehen. Das habe ich unterschätzt. Seitdem arbeite ich wieder konstanter damit – auch an ruhigeren Tagen oder im Gelände.“ Unter den Zuschauern war auch Vayrons früherer Reiter Daniel Bachmann Andersen (DEN), der die Vorstellung lobte. „Ich habe ihm gesagt: Das war auch deine Vorarbeit“, so Klimke.
 
Die Reitmeisterin und Olympiasiegerin wird am Wochenende zudem in der Abendshow „Reise um die Welt“ zu sehen sein. Mit EQUISTROs Siena just do it tritt sie in einem Vielseitigkeitsduell gegen die niederländische Reiterin Kristy Snepvangers an. „Siena ist immer für solche Einsätze zu haben. Das wird sicher spannend – Kristy ist hochmotiviert. Schnell wird es auf jeden Fall, nur das Anhalten könnte schwierig werden“, sagte Klimke mit einem Augenzwinkern.
 
Tombola für den guten Zweck

 
Im Rahmen von „20 Years Horses & Dreams“ verbindet eine besondere Tombola Vergangenheit und Zukunft des Reitsports. Verlost werden unter anderem vier originale Trophäen aus dem Besitz von Springreiter-Legende Hans Günter Winkler, der am 24. Juli 100 Jahre alt geworden wäre, sowie zwei exklusive Swarovski-Figuren „Esperanza“. Der Erlös kommt je zur Hälfte der Stiftung Deutscher Pferdesport zur Förderung des Nachwuchses und der Initiative „Reiten gegen den Hunger“ zugute, die internationale Bildungsprojekte unterstützt. Lose (10 €, 5 für 45 €, 10 für 80 €) sind online über Reservix und vor Ort erhältlich. Weitere Preise sind unter anderem Flanierkarten für die VR Classics Neumünster und Horses & Dreams 2027.

Quelle: Pressemitteilung Horses and Dreams Entertainment GmbH / performance & passion

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