Robert Whitaker gewinnt LVM Preis – Riders Tour Wertung – Horses and Drams

Strahlender Sonnenschein und Spitzenstimmung am Borgberg

23.04.2022 Die zweite Qualifikation zur Finalqualifikation zu Deutschlands U25 Springpokal der Stiftung deutscher Spitzenpferdesport, Preis der Familie Müter, läutete das Sportprogramm zum Wochenende ein. Zoe Osterhoff (Münster) siegte mit der neunjährigen KWPN-Stute It’s a Miracle. Die Reiterin war fehlerfrei und hatte die schnellste Zeit mit 64,86 Sekunden. Enno Klaphake (Mühlen) konnte zeitlich nicht ganz mithalten. Mit dem zehnjährigen Oldenburger NC Verso Red Wine blieb er zwar ebenfalls fehlerfrei, aber es fehlten 0,15 Sekunden zum Sieg. Christin Wascher (Redefin) vervollständigte die Top Drei mit dem 11-jährigen Quincy. Das Paar blieb Strafpunktfrei und kam in 65,37 Sekunden ins Ziel.   

Rider of the Year auf der Erfolgswelle

Patrick Stühlmeyer (Steinfeld / Mühlen) war der Beste im Preis der Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank AG mit dem siebenjährigen Hengst Chad Blue PS (v. Chacco-Blue). Der frisch gekrönte ‘Rider of the Year’ war bereits gestern in der Jungpferdeprüfung erfolgreich, als er mit dem Oldenburger in der 2. Qualifikation Zweiter wurde. Dazu kam heute dieser grossartige Sieg im Theurer Trucks Youngster Cup Finale. Zwanzig Reiterinnen und Reiter qualifizierten sich für das Stechen im Finale, in dem die schnellste Zeit ermittelt wurde. Stühlmeyer blieb im Stechen fehlerfrei und setzte mit 34,44 Sekunden die Siegerzeit. Michael Hughes (USA) mit dem Kannan-Sohn First du Murger versuchte, die Zeit zu verbessern, aber ihm fehlten 0,18 Sekunden. Der dritte Platz ging an Benjamin Wulschner (Dahlen) mit dem siebenjährigen Hannoveraner Doom SR. Das Paar beendete den Parcours auch mit Null auf der Anzeigetafel in 35,38 Sekunden.  

Whitaker war der Schnellste im Preis der LVM Versicherung

63 Starter traten in der Großen Tour mit Stechen, dem Preis der LVM Versicherung und Qualifikation zur BEMER Riders Tour Wertungsprüfung an. Der erste Umlauf mit drei zweifachen Kombinationen, von denen zwei in Verbindung zueinander standen, war fair gebaut, aber dennoch technisch anspruchsvoll. 20 Paare blieben null, die besten 15  traten im Stechen an. Robert Whitaker (GBR) war mit dem 13-jährigen KWPN-Wallach Evert (v. Amadeus) das Maß der Dinge, ihre Siegerzeit von 35,73 Sekunden blieb unerreicht. Whitaker hat den Wallach erst seit einem Monat unter dem Sattel und gibt zu, dass es am Anfang noch ein paar Kommunikationsprobleme gab. Heute passte die Abstimmung zwischen den beiden bestens: “Evert war im Stechen sehr schnell und ist sehr gut gesprungen. Ich war enttäuscht, dass ich gestern mit ihm nur Vierter wurde, heute wollte ich dieses Ergebnis verbessern.” Der zweite Platz ging an das Paar der Stunde, Sophie Hinners (Dagobertshausen) und der Hengst des Holsteiner Verbandes, Million Dollar. Stilistisch perfekt — Stilnote 9,3 wie der Sprecher anerkennend vermerkte — blieben die beiden zwar fehlerfrei, waren aber 1,31 Sekunden zu langsam für den Sieg. Hinners: “Ich war sehr zufrieden mit meinem Ritt heute, denn er hat sehr gut mitgearbeitet. Auf der letzten Linie sprang er schon fantastisch. Lediglich in einer Kurve rutschte er weg und dort verloren wir die Zeit. Das hat uns den Sieg gekostet.“ Den dritten Platz belegte Irma Karlsson mit dem 14-jährigen Chacconu (v. Chacco-Blue). Die Schwedin kam in 38,34 Sekunden ins Ziel.

Robert Whitaker (Horses and Dreams 2022) Foto: Stefan Lafrentz

Harmonie im Dressurviereck



Frederic Wandres holte heute Morgen seinen zweiten Sieg in der kleinen Tour bei seinem Heimturnier Horses & Dreams in Hagen. Am Donnerstag gewann er mit Quizmaster FRH (v. Quasar de Charry) den Prix St. Georges, heute Morgen kam der Sieg in der Intermediaire I mit dem zehnjährigen Hannoveraner hinzu. Wandres gewann den Preis des Hof Kasselmann mit einem neuen ‘Personal Best’ von 77,265%. Zweiter wurde Bart Veeze (NEL) mit dem neunjährigen KWPN-Hengst Imposantos (v. Wynton). Die Richter bewerteten den Test des Paares mit 73,559 %. Dritter wurde ein weiterer Niederländer, Seth Boschman, mit der Stute Flora de Mariposa RS2 OLD (v. Fürstenball). Sie erhielten 72,176 % für ihren Ritt.  

Susan Pape (GBR) gewann mit dem achtjährigen Harmony’s V-Plus die Qualifikation zur Finalqualifikation zum NÜRNBERGER BURG-POKAL der Dressurreiter. Der Name war Programm bei Harmony’s V-Plus — die Vorstellung war nicht nur harmonisch anzusehen, sondern auch wunderbar konstant mit vielen Höhepunkten. Der Hengst, der einst den Spitzenpreis auf der P.S.I. Auktion 2018 erzielte hat sich wunderbar entwickelt. Der Vivaldi x Fürst Romancier Sohn wurde von vier der fünf Richter auf den ersten Platz gesetzt und gewann die Prüfung mit einer Wertnote von 75,878%. Zweiter wurde Marcus Hermes (Appelhülsen) mit dem neunjährigen Westfalen De Massimo. Die Richter bewerteten seine Prüfung mit 73,341%. Isabell Werth (Rheinberg) vervollständigte die Top Drei mit ihrem Nachwuchspferd. Der achtjährige KWPN-gezogene Joshua (v. Sezuan) war zuweilen noch etwas übermotiviert, aber zeigte bereits absolute Spitzenklasse in den Seitengängen. Das Duo erzielte 73,000 %.  

Volle Zuschauerränge füllten die Stadien am Borgberg. Auch der Showabend mit abschliessender Grand Prix Kür unter Flutlicht, Preis der Nordpack GmbH verspricht spannend zu werden. 

Quelle: Pressemitteilung Horses and Dreams Entertainment GmbH

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Meike Rath

Autorin: Meike Rath - ehemalige Turnierreiterin, frühere Pferdebesitzerin und heute Berichterstatterin aus dem Reitsport - Autorin, Redakteurin und Inhaberin von Reiterzeit.de