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Justin Verboomen gewinnt Weltcup-Dressur in ´s-Hertogenbosch 2026

14.03.2026 Das letzte Qualifikationsturnier der FEI Dressage World Cup Western European League in ’s-Hertogenbosch (NED) entwickelte sich zu einem direkten Duell zwischen der Nummer eins und der Nummer drei der Weltrangliste: Justin Verboomen (BEL) und Charlotte Fry (GBR). Am Ende setzte sich Verboomen mit Zonik Plus durch, während sich Fry und Glamourdale mit dem zweiten Platz begnügen mussten. Die Lokalmatadorin Marieke van der Putten belegte mit Zantana OLD RS2 den dritten Platz.

In den ausverkauften Brabanthallen in ’s-Hertogenbosch, Niederlande, dem traditionellen Austragungsort der letzten Qualifikationsrunde der Westeuropäischen Liga, versammelte sich das Publikum, um einen Blick auf zwei herausragende schwarze Hengste zu erhaschen: Zonik Plus und Glamourdale. Was folgte, war ein Kampf der Titanen, in dem sich beide Paare als ebenbürtig erwiesen.




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Leichtigkeit gegen Kraft

Verboomen und Zonik Plus waren sowohl im Grand Prix als auch in der Kür knapp die Besseren, doch Fry und Glamourdale lagen nie weit zurück.

Die Abstände waren minimal, doch am Ende setzten sich die Eleganz, Leichtigkeit und scheinbare Mühelosigkeit von Verboomen und Zonik Plus gegen die Kraft, den Ausdruck und das Vermögen von Fry und Glamourdale durch. Beide Paare machten einen kleinen Fehler bei den Tempowechseln, doch das Gesamtniveau blieb extrem hoch.

Verboomen sicherte sich den Sieg mit 89,205 %, während Fry mit 89,085 % knapp dahinter landete. Der belgische Reiter wirkte nach der Kür deutlich zufriedener als nach dem Grand Prix.

„Für den Grand Prix und schon ab dem Moment, als wir hier ankamen, fühlte sich Zonik Plus sehr gut an. Aber sobald wir während des Grand Prix in der Arena waren, wurde er etwas abgelenkt und angespannt. Wir haben zwar trotzdem gewonnen, aber ich war nicht ganz zufrieden. Heute in der Kür war Zonik viel ruhiger, geschmeidiger und entspannter. Diese Entspannung war genau das, wonach ich gesucht hatte, und sie hat heute den großen Unterschied gemacht“, erklärte Verboomen.

Fry zufrieden trotz knapper Niederlage

Für Fry und Glamourdale war das Gefühl ähnlich: Auch sie waren nach der Kür viel zufriedener als nach ihrer Grand-Prix-Prüfung.

„Glammie fühlte sich heute fantastisch an, einfach unglaublich. Wir hatten großartige Momente, einige der besten, die ich je auf ihm erlebt habe. Die Traversalen im Trab und der starke Galopp fühlten sich an wie Fliegen. Nur ein paar kleine Schnitzer schlichen sich ein, was schade war, aber es ist gut zu wissen, dass noch mehr Potenzial für die Zukunft da ist. Hoffentlich können wir eines Tages Justin schlagen“, sagte Fry mit einem Lächeln.

Persönliche Bestleistung für Van der Putten

Die derzeit führende niederländische Reiterin, Marieke van der Putten, ritt Zantana RS2 OLD zu einer neuen persönlichen Bestleistung von 82,175 %. Die talentierte Stute zeigte beeindruckende Versammlungsfähigkeit, und Van der Putten glaubt, dass das Paar noch viel mehr zu bieten hat.

„Ich war super zufrieden mit ihr. Zu Beginn der Kür war sie etwas zu aufgeregt, aber der Rest hätte vorerst nicht besser sein können. Besonders mit der Galopparbeit war ich sehr zufrieden“, sagte Van der Putten.

Das Bild des Weltcup-Finales nimmt Gestalt an

Zwei weitere Paare knackten in ’s-Hertogenbosch die 80-Prozent-Marke. Raphael Netz (GER) erzielte mit DSP Dieudonne 80,810 % und präsentierte den eifrigen schwarzen Hengst in großer Harmonie. Auch Charlotta Rogerson (SUI) übertraf mit Bonheur de La Vie die 80-Prozent-Marke und erzielte 80,270 %, genau wie zuvor auf heimischem Boden in Basel.

Aus der Westeuropäischen Liga qualifizieren sich die neun besten Paare für das FEI-Dressur-Weltcup-Finale in Fort Worth (USA), wobei die endgültige Bestätigung aller Paare in den kommenden Tagen erwartet wird.

Nach dem letzten Qualifikationsturnier in ’s-Hertogenbosch führt Verboomen die Weltcup-Gesamtwertung an. Seine Landsfrau Larissa Pauluis liegt auf dem zweiten Platz, während Patrik Kittel (SWE), der in ’s-Hertogenbosch nicht am Start war, die Top 3 komplettiert.

Quelle: Pressemitteilung FEI

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