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Richard Vogel gewinnt Rolex Grand Prix bei The Dutch Masters in s´-Hertogenbosch 2026

15.03.2026 Der Rolex Grand Prix der Dutch Masters – Teil des Rolex Grand Slam of Show Jumping – wurde am Sonntagnachmittag zu einer wahren Demonstration des Spitzensports. Vor ausverkauften Tribünen in den Brabanthallen kamen die Zuschauer in den Genuss eines Turniers, das alle Zutaten des Springreitens bot: Spannung, Spektakel und Leistungen auf absolutem Weltklasseniveau.

In diesem Rahmen sicherte sich Richard Vogel mit seinem phänomenalen Hengst United Touch S den Hauptpreis. Der deutsche Reiter gewann zum zweiten Mal in seiner Karriere einen Rolex Major und bestätigte damit erneut seinen Status als einer der führenden Namen im internationalen Springreiten.




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Ein Stechen von Weltklasse

Mit einem Teilnehmerfeld, das einem das Wasser im Mund zusammenlaufen ließ, lag die Messlatte von Anfang an hoch. Unter den Startern befanden sich ein Weltmeister, ein Europameister, ein aktueller Anwärter auf den Rolex Grand Slam sowie mehrere Grand-Prix-Sieger. Am Ende qualifizierten sich elf Paare für ein Stechen auf höchstem Niveau – ein spannendes Finale, das das Publikum in Atem hielt.

Parcoursdesigner Louis Konickx hatte einen technischen Parcours entworfen, bei dem Präzision und Reitkunst entscheidend waren. „Die meisten Fehler passierten an zwei Hindernissen, bei denen die Linienführung sehr heikel war“, erklärte Konickx. „Bei einigen Linien konnten die Reiter voneinander lernen, aber an diesen beiden Sprüngen blieb es wirklich schwierig.“

Vogel und United Touch S unschlagbar

Im Stechen stellte Vogel erneut die außergewöhnlichen Qualitäten von United Touch S unter Beweis. Mit seiner enormen Schrittlänge und seiner scheinbar mühelosen Kraft flog der Hengst durch den Parcours. „Ein Rolex Major zu gewinnen, ist etwas ganz Besonderes“, sagte Vogel anschließend. „Es ist eines der wichtigsten Turniere des Jahres, und die Atmosphäre hier bei den Dutch Masters ist immer fantastisch. United Touch S ist ein unglaubliches Pferd. Er hat so einen riesigen Galoppsprung und so viel Kraft, das macht meine Aufgabe viel einfacher.“

Richard Vogel u. United Touch S (Foto: TDM / Digishots)

Starke belgische Leistungen

Der belgische Reiter Thibeau Spits lieferte mit seinem elfjährigen Hengst Impress-K van ’t Kattenheye Z ein beeindruckendes Stechen ab und belegte den zweiten Platz. In der ersten Runde blieb das Paar knapp innerhalb der zulässigen Zeit, doch im Stechen nahm das Tempo deutlich zu. „Ich wurde von Richards Runde inspiriert“, lachte Spits. „Impress hat einen enormen Galoppsprung und fühlte sich heute fantastisch an. Ich bin wirklich unglaublich glücklich und stolz.“

Auch Pieter Devos bestätigte seine hervorragende Form. Mit Casual DV Z sprang er auf den dritten Platz. Mit diesem Ergebnis verbesserte sich das Paar im Vergleich zum Vorjahr, als es Vierter wurde, um einen Platz in der Gesamtwertung. Weltmeister Henrik von Eckermann belegte mit Qasirah van de Reistenhoek den vierten Platz, gefolgt vom mehrfachen Major-Sieger Martin Fuchs mit L&L Lorde auf dem fünften Platz. Beide Reiter blieben sowohl in der ersten Runde als auch im Stechen fehlerfrei. Hinter ihnen folgten Lilie Keenan, Sophie Hinners und der Drittplatzierte von 2025, Yuri Mansur.

Hessel Hoekstra bester niederländischer Reiter

Das beste niederländische Ergebnis erzielte Hessel Hoekstra, der es mit Olimpic van de Sterhoeve ebenfalls ins Stechen schaffte und schließlich den neunten Platz belegte. Ich bin superglücklich“, sagte Hoekstra. „Olimpic ist heute unglaublich gut gesprungen. Gestern habe ich sogar Jeroen Dubbeldam gefragt, ob ich die 1,50-m-Prüfung oder den Grand Prix reiten soll. Er riet mir, den Grand Prix zu nehmen, und das hat sich ausgezahlt“, lachte Hoekstra.
Mit diesem Ergebnis landete Hoekstra auch vor dem noch im Rennen um den Rolex Grand Slam befindlichen Kent Farrington mit Toulayna, der den zehnten Platz belegte. Bas Moerings krönte sein erfolgreiches Wochenende mit einem elften Platz.

Lob für Sport und Organisation

Sportdirektor Jeroen Dubbeldam blickte zufrieden auf den Wettbewerb zurück. „Als Sportdirektor kann man mit dem, was wir heute gesehen haben, nur zufrieden sein. Das ist eine fantastische Werbung für unseren Sport. Richard ritt ein unglaubliches Stechen, eine echte Reitstunde, aber auch die anderen Reiter sind fantastisch gesprungen. Es war fairer, anspruchsvoller Sport.“

Dubbeldam lobte auch Parcoursdesigner Konickx in den höchsten Tönen: „Es ist immer schwierig, einen Parcours zu bauen, bei dem sich die Besten durchsetzen, während andere Paare dennoch eine Chance haben. Louis hat das perfekt hinbekommen.“

Dubbeldam ist stolz auf diese Ausgabe der Dutch Masters. „Die Tribünen waren die ganze Woche über voll, und hinter den Kulissen arbeitet ein unglaubliches Team. Das macht mir die Arbeit eigentlich sehr leicht. Ich bin ein stolzer und zufriedener Sportdirektor.“

Quelle: Pressemitteilung The Dutch Masters

Rolex Grand Prix – Int. Springen m. Stechen (1,60 m)

  1. Richard Vogel, United Touch S / 39,42 Sek.
  2. Thibeau Spits, Impress-K van´t Kettenheye Z / 40,75 Sek.
  3. Pieter Devos, Casual DV Z / 42,95 Sek.

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