David Will gewinnt den Rolex Grand Prix von Rom

Pressemitteilung von Piazza di Siena / CSIO Rom:

Will gewinnt den, den sie alle wollen – den ROLEX Grand Prix von Rom

30.05.2021 David Will holte den elften deutschen Sieg und war damit der zehnte deutsche Reiter, der heute auf der Piazza di Siena in Italien den begehrten Rolex Grand Prix von Rom gewinnen konnte.

Aus einem 50-köpfigen Starterfeld qualifizierten sich Reiter aus 10 verschiedenen Ländern für das spannende Stechen mit 13 Pferden gegen die Uhr, bei dem die Amerikanerinnen Laura Kraut und Jessica Springsteen die Plätze zwei und drei belegten. Vierter wurde der Ire Bertram Allen vor dem Belgier Jerome Guery auf Platz fünf, während sich der Europameister und Weltmeister Martin Fuchs aus der Schweiz mit dem sechsten Platz begnügen musste.

Große Herausforderung

Uliano Vezzanis Parcours mit 13 Hindernissen in der ersten Runde war groß und unerbittlich, mit vielen Fehlern bei der Dreifachen am neunten Hindernis, während die Distanzen auf der letzten Linie Kontrolle, Kraft und Genauigkeit bis zum Schluss erforderten. Unter den vielen, die bis dorthin fehlerfrei blieben, waren Martin Fuchs und sein mehrfacher Champion Clooney, die sich zusammen mit fünf anderen mit vier Fehlern für die zweite Runde qualifizierten. Mit jeweils nur einem Zeitfehler schafften auch der Ägypter Abdel Said mit Bandit Savoie und der Italiener Giampiero Garofalo mit Gaspahr in die nächste Runde.

Doch fünf blieben zu Beginn der zweiten Runde fehlerfrei, und in umgekehrter Reihenfolge der Zeit aus der ersten Runde gab David Will als Fünftletzter das Ziel für die restlichen vier vor. Er reitet C Vier noch nicht lange, aber es ist offensichtlich, dass diese Partnerschaft sehr gut funktioniert. Er gab dem 13-jährigen Wallach alle Freiheiten und die Führung, die er brauchte, um seine Aufgabe zu erfüllen, und brachte ihn in 42,34 Sekunden ins Ziel, was für die anderen eine Herausforderung sein sollte.

David Will u. C Vier 2 – Piazza_di_Siena (Rom) Foto: Simone Ferraro

Erste Nullrunde

America’s Jessica Springsteen lieferte den ersten fehlerfreien Ritt des Tages ab und einen weiteren in 45,15 Sekunden mit Don Juan van de Donkhoeve, so dass sie sich vorübergehend auf den zweiten Platz kamen. Ein Fehler am ersten Sprung machte die Chancen des Franzosen Mathieu Billot und Lord de Muze zunichte. Die vorletzte Starterin, Doppel-Olympiasiegerin Laura Kraut, verdrängte ihren Landsmännin, als sie mit einem tollen Ritt in 44,76 Sekunden auf ihrer neuen Stute Baloutine ins Ziel kam.

Nun standen nur noch Bertram Allen und sein talentierter neunjähriger Pacino Amiro zwischen dem deutschen David Will und dem Sieg. Der 25-jährige Ire ist bekannt für seine schnellen Ritte, doch eine riskante Wendung am letzten Oxer zahlte sich nicht aus;; Fehler. Mit 43,62 Sekunden auf der Uhr landete er auf dem vierten Platz.

David Will u. C Vier 2 – Piazza_di_Siena (Rom 2021) Foto: Simone Ferraro

Spannend

Sieger David Will weiß, dass er mit C Vier 2 einen aufregenden neuen Partner gefunden hat, mit dem er erst seit August 2020 an den Start geht.

„Ich bin so glücklich, dieses Pferd zu reiten. Er gehört immer noch dem Züchter, und die Tochter des Züchters – Janine Rijkens – ritt ihn bis zum 4*-Niveau, also kannte ich ihn schon eine ganze Weile. Janine hat sich ein wenig aus dem Turniersport zurückgezogen und das Pferd kam durch Dietmar Gugler zu mir, der ein Freund und Geschäftspartner der Familie Rijkens ist. Janines Vater setzte sich mit mir in Verbindung, um das Pferd zu reiten und hier sind wir nun!“

Auf die Frage, mit welchen Erwartungen er nach Piazza di Siena kam, sagte er: „Ich wusste, dass er in guter Form ist, er ist ein besonderes Pferd und er ist im Nationenpreis großartig gesprungen (0/4). Ich wusste, dass wir heute eine Chance auf eine Platzierung haben würden, wenn ich nicht zu viele Fehler mache, aber ich habe nicht auf den Sieg gehofft. Also ist es toll, wenn es klappt! Es ist schwer zu sagen, was es bedeutet, wenn alles zusammenkommt und es sich am Ende auszahlt!“

Und auf die Frage, ob ihn das heutige Ergebnis als Sieger des Rolex Grand Prix von Rom, der einer der begehrtesten Titel im Sport ist, in den Wettbewerb um Tokio bringen könnte, antwortete er: „Für mich war eine Meisterschaft ein bisschen außerhalb des Bildes, aber dies ist immer noch eines der besten Pferde, also weiß man nie – ich bleibe bei meinem Plan und wir werden sehen, was die Zukunft bringt!“

Quelle: Piazza di Siena / CSIO Rom

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Meike Rath

Autorin: Meike Rath - ehemalige Turnierreiterin, frühere Pferdebesitzerin und heute Berichterstatterin aus dem Reitsport - Autorin, Redakteurin und Inhaberin von Reiterzeit.de

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