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Hamburgs Ausnahmereiterin

30.04.2026 „Das passiert noch, irgendwann passiert das!“ Sagt sie, ohne dass man an einem einzigen Wort zweifeln würde. Paula de Boer-Schwarz wird in diesem Jahr beim Al Shira’aa Deutsches Spring- und Dressur-Derby in Hamburg in der Fünf-Sterne-Tour der Springreiter antreten und parallel dazu auch in der Drei-Sterne-Tour der Dressurreiter. Das allein ist absolut außergewöhnlich. Aber die zweifache Mutter setzt noch eins drauf: „Ich möchte unbedingt auch mal das Spring-Derby reiten. Das passiert noch irgendwann!“

2026 wird dieser Wunsch beim Al Shira’aa Deutsches Spring-Derby präsentiert von Melitta noch nicht in Erfüllung gehen. „Ich hätte eigentlich mit Vancouver schon gerne Derby geritten, aber der Wall… Da müssen wir noch ein bisschen üben“, lacht die Hamburger Profiausbilderin für Dressur- und Springpferde. Aber für die Al Shira’aa CSI5*-Tour und die Drei-Sterne-Tour in der Anrecht-Investment Dressurarena ist sie gewappnet und freut sich darauf.




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Dreimal war Paula de Boer-Schwarz schon bei Fünf-Sterne-Springturnieren am Start, zweimal in Leipzig, einmal in Helsinki. Die Hamburger Fünf-Sterne-Tour wird das vierte Parcourserlebnis auf allerhöchstem internationalem Niveau. „Ich freue mich sehr darauf, aber es ist immer noch ein bisschen unreal“, schmunzelt sie. „Ich freue mich auch sehr auf die Dressur, aber die Vorfreude, auf diesen großen Rasenplatz einzureiten, und wenn dann noch überall Zuschauer drumherum sind – das wird etwas ganz anderes als alles, was ich bisher erlebt habe. Das ist eine so imposante Arena und dann auch noch irgendwie bei mir zu Hause.“ Hamburg ist für Paula de Boer-Schwarz ein Heimspiel. 20 Minuten fährt sie von ihrem Zuhause in Ochsenzoll bis Klein Flottbek.

Vier Pferde bringt Paula de Boer-Schwarz mit in den Derby-Park, drei fürs Springen, einen Partner für die Dressur. „Für die Dressur bringe ich natürlich meinen Herakles mit. Herakles ist ein Hengst, der jetzt 17 ist, aber nie müde wird. Er ist immer motiviert, manchmal vielleicht sogar ein bisschen übermotiviert (lacht).“ Für die Fünf-Sterne-Tour der Springreiter sattelt die Multireiterin zwei Pferde: die zwölfjährige My Miss Marpel OLD und den zehnjährigen Vancouver. „Miss Marpel ist meine absolute Heldin, mein Wunderpferd mit Kämpferherz. Sie gibt mir immer wirklich alles und schenkt mir so viel Vertrauen. Manchmal hat sie es im Parcours etwas zu eilig, aber die Höhe der Hindernisse in Hamburg wird uns da helfen. Dann denkt sie ein bisschen mehr nach“, erklärt Paula schmunzelnd. Und Vancouver habe einen sehr großen Galoppablauf. „Deshalb ist er prädestiniert für den großen Platz in Hamburg, mit dem großen Galopp, außerdem ist er selbst sehr groß und hat unheimlich viel Vermögen am Sprung.“ Und dann darf noch Nachwuchsstute Castanie K mit. Sie ist erst acht und ist noch nie auf einem Rasenplatz gesprungen. „Da bin ich sehr gespannt, wie sie das macht.“

Die ganze Familie von Paula wird beim Derby vor Ort sein: ihr Mann mit den beiden Kindern Tjebbe und Pippa und natürlich Vater Wieger de Boer, seinerseits Dressurausbilder bis zur schweren Klasse. „Papa kommt auf jeden Fall zur Dressur, sein Herz schlägt schon mehr für das Viereck, aber für ihn ist auch völlig fein, dass ich Dressur und Springen reite.“

Paulas erster Start in Hamburg geht in ihre Ponykindzeit zurück. „Das war damals wahnsinnig aufregend. Aber ich war immer freudig aufgeregt, nie so, dass ich die Nerven verloren habe.“ In ihrer Zeit als U25-Reiterin war sie auch beim U25-Derby mit Pferdewechsel dabei, schaffte den Sprung ins Finale und wurde Zweite. „Das fand ich total super. Das hat unheimlich viel Spaß gemacht.“ Und was hat sie sich für das Al Shira’aa Deutsches Spring- und Dressur-Derby 2026 vorgenommen: „Ich würde gerne ein schönes Bild im Großen Preis abgeben. Auf dem großen Platz mit 1,60-Meter-Hindernissen – das ist schon was. Ich würde gerne eine harmonische Runde zeigen und mit einem Lachen im Gesicht rausreiten können.“

Paulas großes Ziel 2026 – lachend aus dem LONGINES GRAND PRIX OF HAMBURG. Eins ist sicher: Die Hamburger werden ihrer Ausnahmereiterin alle Daumen drücken!

Quelle: Pressemitteilung Schafhof Connects / performance & passion

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