Pferdetherapie lindert Demenzsymptome

Gesundheit / Krankheiten

In einer Studie haben Forscher festgestellt, dass die Symptome bei Alzheimer/Demenz Patienten geringer werden, wenn sie Zeit mit Pferden verbringen. Die Patienten wurden ruhiger und glücklicher, wenn sie sich um Pferde kümmerten.

Die Ohio State University, ein Pferde-Therapiezentrum und ein Altenheim haben zusammengearbeitet und festgestellt, dass Menschen mit Alzheimer unter Aufsicht dazu fähig waren, sich um Pferde zu kümmern, sie zu füttern und zu führen. Der Umgang mit den Tieren beflügelte förmlich ihre Stimmung und brachte weniger Aufregung über den Tag verteilt, auch ließen sich die Personen besser versorgen.

Die Pilotstudie schlägt vor, dass die Pferdetherapie auch für Erwachsene angewendet werden kann. Bei Kindern und Jugendlichen, die emotionale Störungen und Entwicklungsstörungen haben, ist dies bereits der Fall.

Holly Dabelko-Schoeny, Associate Professor of Social Work at Ohio State sagte:

Wir wollten testen, ob Menschen mit Demenz eine positive Wechselwirkung mit Pferden haben; und die haben sie absolut! Die Erfahrung mit den Pferden hob sofort ihre Stimmung und wir haben kaum negatives Verhalten feststellen können.

Zusätzlich zum Gedächtnisverlust, verändert sich bei Alzheimer Patienten die Persönlichkeit. Sie können depressiv werden, sich zurückziehen, sogar aggressiv reagieren. Die Forscher suchen nach einem Weg, um dies zu verhindern und die Krankheit zu behandeln. Die heutigen Therapien konzentrieren sich darauf, die emotionale Belastung für Patient und Familie zu erleichtern.

WeidepferdeUnser Fokus liegt auf dem „jetzt“, sagt Dabelko-Schoeny. Was können wir tun, damit sie sich besser fühlen und sich amüsieren, auch wenn sie sich später nicht mehr dran erinnern?

16 Menschen aus einem Altenheim in Ohio wurden für die Studie ausgewählt. Davon wurden 8 Personen aus ihrer normalen Routine rausgeholt und kamen einmal die Woche in das Therapiezentrum. Dort mussten sie Pferde putzen, waschen, füttern und führen. Die Forscher stellten fest, dass sie alle lächelten und mit den Pferden sprachen; selbst die Personen, die sich sonst immer sehr zurückgezogen, waren engagiert dabei.

Veränderungen während der Pferde-Therapie:

  • Einige Patienten mit körperlichen Einschränkungen wurden beweglicher.
  • Patienten, die sonst kaum den Rollstuhl verließen, wollten aufstehen.
  • Diejeinigen, die kaum liefen, wollten mehr laufen.

Die Arbeit mit den Pferden könnte weiter ausgebaut werden, sagt Dabelko-Scheony. Die Patienten kommen mit großer Freude zum Pferde-Zentrum und freuen sich schon im Vorwege darauf. Diese Freude wirkt sich auch positiv auf die Therapie aus.

Gwendolen Lorch, Assistent Professor of Veterinary Clinical Medicine, Ohio State sagte:

„Ich denke, ein weiterer positiver Einfluss ist die Umwelt. Die Alzheimer-Patienten kommen aus ihrem Heim in die Natur. Sie fanden alle die Ruhe und Gerüche sehr entspannend und erholsam, gegenüber dem Alltag im Heim.“

Nach Ende der Studie haben einige Familien beschlossen, die Pferde-Therapie weiterzumachen, da sie die positiven Veränderungen an ihren Angehörigen feststellten.

Quelle: Ohio State University, Mai 2014