Rollkur bei Pferden

Training – Hyperflexion

Rollkur auf Abreiteplätzen und im Training

Im Pferdesport wird immer noch die Rollkur, auch Hyperflexion genannt, praktiziert. Besonders auffällig ist es in der Dressur und vermehrt auch im Springsport. 

Obwohl immer wieder über die Rollkur gesprochen und diskutiert wird, ist sie weiterhin Teil des Trainings und wird auf Abreiteplätzen praktiziert. Wer sich bei Turnieren mal eine Zeitlang das Abreiten vor den Prüfungen ansieht, kommt nicht umhin, sich über die Praktiken einiger Reiter zu wundern. Hier ist bisher von Einsicht nichts zu bemerken.

Was ist Hyperflexion?

Bei der Hyperflexion, im allgemeinen Sprachgebrauch eher Rollkur genannt, wird das Pferd extrem eng im Hals gehalten. Der Reiter „zieht“ den Kopf mit dem Zügel nach unten. Es beißt sich förmlich auf die Brust; dadurch wird der Hals stark gebogen. Gleichzeitig wird von hinten mit den Schenkeln getrieben. Dies soll zur Dehnung beitragen.

Die Folgen

Tierärzte sagen, dass es für die Pferde auf Dauer Schmerzen und Schäden durch Spannungen bedeutet. Daraus können regelrechte Entzündungen entstehen, die teilweise durch Beulen sichtbar sind. Es ist auch möglich das Verkalkungen entstehen, die langfristig Schmerzen erzeugen. Hier hilft dann nur noch die Behandlung durch den Tierarzt.

Was tun?

Für jeden Reiter sollte die Klassische Ausbildung an oberster Stelle stehen. Ein Pferd arbeitet nur dann frei und willig mit, wenn es losgelassen wird. Das Pferd ist unser Partner im Sport, wie in der Freizeit. Ein Reiter ist nichts ohne sein Pferd!

Die Grundlagen der Ausbildung sprechen von Losgelassenheit und die wird nur durch vernünftiges Vorwärts-Abwärts Reiten erreicht, mit nachgebendem Zügel.

Die Rollkur hat im Reitsport nichts zu suchen!

Wer gegen die Rollkur ist, sollte sich hier mit eintragen:

http://no-rollkur.com/

 

Kommentare

Gabriele S. sagte am 15.01.2014 um 22.44 Uhr:

Ich habe nicht viel Ahnung warum ein Pferd so einen gekrümmten Hals haben soll. Ist mir zu gekünselt.