Ann-Linn Zakariasson vor Gericht

Reiterklatsch

Beim Verdener Amtsgericht läuft ein Verfahren wegen Tierquälerei gegen die schwedische Springreiterin Ann-Linn Zakariasson.

Hat die Schwedin ihr Pferd gequält?

Im Mai 2012 war die Schwedin auf einem Turnier des Reitvereins Aller-Weser. Hier wurde sie im Parcours von ihrem Pferd abgeworfen.

Augenzeugen berichteten, dass sie anschließend auf den Abreiteplatz zurück ist, wieder aufsaß und ihr Pferd mit der Gerte am Hals und Kopf geschlagen haben soll. Außerdem wurde gesehen, dass in den Flanken Blut war, vom Einsatz der Sporen. Daraufhin wurde der Turnierrichter informiert.

2fache-Kombination
Springen (Symbolbild)

Die Staatsanwaltschaft trägt vor, dass dem Pferd damit anhaltende Schmerzen und Leiden zugefügt wurden. Dies verstoße gegen das Tierschutzgesetz.

Die Reiterin sieht die Situation anders und behauptet, nur ein paar mal auf den Hintern geschlagen zu haben. Jetzt würde das Pferd sowieso nicht mehr auf Turniere gehen, sondern im April ihr erstes Fohlen erwarten.

Sie selbst hätte keine Verletzungen an ihrem Pferd festgestellt.

Hilmar Meyer angeklagt wegen versuchter Strafvereitelung

Der Chef von Zakariasson, Hilmar Meyer, wurde in einem separaten Verfahren angeklagt. Er soll der Tierärztin vom Kreisveterinäramt anfangs ein falsches Pferd vorgeführt haben.

Erst eine Woche später sah sie das richtige Pferd, mit Verschorfungen durch Hautveränderungen.

Der Verteidiger von Zakariasson meint, sie habe nur gegen die Regeln der Reiterlichen Vereinigung verstoßen, aber nicht gegen das Tierschutzgesetzt.

Der Prozess wird fortgesetzt.

Quelle: Kreiszeitung.de, Feb. 2013