Marcus Ehning gewinnt Invest Mobile Springen in Knokke

26.06.2021 Es war ein wahrer Genuss, die Fünf-Sterne-Qualifikation des Großen Preises – präsentiert von Invest Mobile – heute Abend in Knokke Hippique zu sehen. Marcus Ehning zeigte eine Meisterleistung im Stechen als letzten Reiter des 12-köpfigen Starterfeldes; eine Meisterleistung im Stechen. Mit A La Carte NRW holte sich der deutsche Top-Reiter die Führung vor Spencer Smith (USA).

In dem 1,50 m Springen stellten sich 49 Pferd-Reiter-Kombinationen der Herausforderung, die Parcoursbauer Uliano Vezzani für sie bereithielt. Der italienische Mastermind baute einen Parcours, der drei Zweifache-Kombinationen enthielt. Zwei davon stellten die Teilnehmer und ihre Pferde auf eine harte Probe. Auch im Stechen spielte die verbliebene Oxer-Steil-Kombination eine wichtige Rolle für die Platzierungen, mit Laura Kraut (USA), Piergiorgio Bucci (ITA) und der Belgier Gregory Wathelet verpassten alle eine Top-Platzierung aufgrund eines Fehlers an diesem vorletzten Sprung.

Spencer Smith ging als erster Reiter in das Stechen und legte mit dem vierzehnjährigen Theodore Manciais (v. Kashmir van Schuttershof) eine scheinbar unschlagbare Zeit vor (36,00 Sekunden). Der Amerikaner, der im Sommer im Stall Stephex zu Hause ist, blieb bis zum Schluss in Führung. „Wir hätten gewinnen können, wenn Marcus nicht gewesen wäre“, sagt der Zweitplatzierte mit einem Lächeln. „Zweiter zu werden war nicht das Ziel, aber ich habe den Ritt sehr genossen und mein Pferd ist toll gesprungen. Wenn ich mich schon geschlagen geben muss, dann wenigstens vom Meister selbst.“

Marcus Ehning u. A la Carte NRW (Knokke) Foto: Sportfot

Nach der Hälfte des Stechens waren Martin Fuchs (SUI) und The Sinners an der Reihe. Der amtierende Europameister und sein fantastisches Springpferd, das von Sanvaro abstammt, waren Spencer Smith dicht auf den Fersen, hatten aber 0,55 Sekunden mehr auf der Uhr. Es stellte sich heraus, dass das Beste für den Schluss aufgehoben wurde. Alle waren gespannt, als Marcus Ehning den Platz von Zoute betrat und er enttäuschte nicht. Mit seinem dreizehnjährigen Hengst ritt er durch das Stechen wie ein heißes Messer durch Butter. Er nutzte die Qualität von A La Carte NRW zu seinem Vorteil und das Paar überquerte die Ziellinie in 35,34 Sekunden. „Zunächst einmal muss ich sagen, dass ich sehr dankbar und glücklich bin, hier zu sein. Ich genieße es wirklich, hier zu reiten und mein großes Kompliment geht an Stephan Conter. Die Bedingungen sind fantastisch, und die Atmosphäre ist super, auch
ohne Zuschauer.“

Ebenso zufrieden ist der Sieger mit seinem Stechparcours: „Ich hatte zwei richtig schöne Vorwärtsstrecken, musste aber auch dreimal warten. Aber die Schritte meiner Pferde sind gewaltig. Das hat den Unterschied ausgemacht. Er ist auch sehr clever und hat alle Möglichkeiten. Ich bin einfach sehr glücklich, dass ich ihn wieder springen darf und erst bei seinem zweiten Turnier nach einer Verletzung, die ihn sechs Monate zu Hause hielt, gewinnen konnte“, sagt der Sieger stolz über sein Pferd.

Ehning fährt mit einem Lächeln fort: „Er ist ein lustiger Kerl. Wirklich. Er ist ein Hengst, aber in dieser Hinsicht nicht schwierig. Allerdings ist er sehr laut, und sein Geräusch ist unverwechselbar. Beim Aufwärmen schreit er wie verrückt, und man kann ihn aus einer Meile Entfernung hören, aber wirklich, er ist wie ein Kind im Süßwarenladen. Aufgeregt und ein wenig abgelenkt. Sobald er im Ring ist, ist er super konzentriert und es macht wirklich Spaß, ihn zu reiten. Ich schätze, es wird auch ein Vergnügen sein, den Golfwagen zu fahren, den ich gerade gewonnen habe. Das wird auf einem großen Turniergelände wie Knokke Hippique sehr nützlich sein“, meint Ehning zu dem Golfwagen, der ihm von Invest Mobile überreicht wurde.

Da sechs Reiter im Stechen fehlerfrei blieben, war es Stephex-Reiter Michael Hughes, der bei der Siegerehrung von seinen Kollegen bejubelt wurde. Der Amerikaner wurde mit seinem Pferd Kashmir van d’Oude Pastory (v. Thunder vd Zuuthoeve) Sechster. Vor Hughes auf Platz fünf lag der einzige Reiter, der jemals den Rolex Grand Slam gewonnen hat, Scott Brash (GBR) mit Hello Vincent (v. Consul di Vie). Abdel Saïd und Bandit Savoie (v. Qlassic Bois Margot) belegten den vierten Platz.

Quelle: Pressemitteilung Stephex Group

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Meike Rath

Autorin: Meike Rath - ehemalige Turnierreiterin, frühere Pferdebesitzerin und heute Berichterstatterin aus dem Reitsport - Autorin, Redakteurin und Inhaberin von Reiterzeit.de