Aufrechterhaltung der Flüssigkeitszufuhr: Die Rolle von Wasser und Salz

Gesundheit / Krankheiten

Ein altes Sprichwort sagt: „Man kann ein Pferd zum Wasser führen, aber man kann es nicht zum trinken bringen.“ Das ist besonders wahr für stark dehydrierte Pferde, die in einer medizinischen Krise sind.

Aber es gibt Möglichkeiten, um das Pferd von Anfang an gut hydriert zu halten, um diese potentiell gefährliche Szenarien zu vermeiden.

Frisches, sauberes Wasser anbieten

Für Pferdebesitzer, die ihre Pferde aus Trögen oder Eimern tränken, sollte es oberstes Gebot sein, dass sie frisches und sauberes Wasser anbieten.

Überprüft werden sollte das Wasser regelmäßig nach:

  • Schmutz,
  • Ablagerungen,
  • Dung,
  • tote Tiere und
  • andere Verunreinigungen.

Damit wird vermieden, dass das Pferd die Wasseraufnahme verweigert. Wenn ein Pferd nicht trinkt, kann es zur Dehydrierung kommen oder zur Kolik. Auch das Abbürsten der Tröge und Eimer gehört dazu. Diese Feinheiten sollten alle Pferdebesitzer beachten. Es ist ein wichtiger Schritt, damit das Pferd trinkt.

Bei kaltem Wetter trinken Pferde weniger Wasser, besonders wenn das Wasser eiskalt ist oder sich darauf richtig Eis gebildet hat. Während der Wintermonate sollte das Wasser, wenn möglich, leicht erwärmt werden. Studien haben gezeigt, dass Pferde 10° warmes Wasser bevorzugen.

Anderseite trinken Pferde bei warmen Wetter natürlich mehr, wie wir Menschen auch, wenn sie trainiert werden und schwitzen. Die Wasseraufnahme kann sich dabei sogar verdoppeln. Es sollte sichergestellt werden, dass genügend Frischwasser nach dem Training zur Verfügung steht.

Salz zufügen, um den Natrium-Bedarf zu decken

Tränken m. Frischwasser
Tränken m. Frischwasser

Als nächstes sollte dafür gesorgt werden, dass dem Pferd mit dem Futter die nötige Menge Natrium zuführt wird. Die richtige Balance an Natrium ist wichtig für die richtige Durst Reaktion und das Gleichgewicht des Wassers im Körper. Es gibt verschiedene Möglichkeiten das Pferd mit Salz zu versorgen, z. B. sind Salzlecksteine oder Salzblöcke kostengünstig und bequem. Forscher haben hierzu herausgefunden, dass die Salzmenge, die das Pferd z. B. über den Leckstein aufnimmt, variiert und möglicherweise nicht genug eingenommen wird, um den täglichen Natrium-Bedarf zu decken. Vor allem dann, wenn sie gearbeitet werden und schwitzen.

Um das Natrium-Verhältnis zu ergänzen, kann auch einfaches, loses Speisesalz gegeben werden, z. B. in der täglichen Fütterung. Wer diese ebenfalls günstige Option wählt, sollte aber folgendes beachten:

  • Große Mengen an Salz als Topping kann zu inkonsistenten Aufnahmen führen, (Pferde sortieren das Salz mit ihren Lippen im Futter aus),
  • Geschmacksprobleme (Pferde fressen weniger, weil ihnen der Geschmack mit Salz als Topping nicht gefällt).

Forscher der Oklahoma State University zeigten, dass Tagesdosen an Elektrolyten (meistens eine Verbindung aus Natrium, Kalium und Chlorid) die ähnlich wie Salz gegeben werden, in Wechselwirkung stehen mit Verschlimmerungen von Magengeschwüren. Ist das Pferd anfällig für Geschwüre, sollte mit dem Tierarzt besprochen werden, welche Menge an Salz und Elektrolyten gefüttert werden kann, um zusätzlichen Schaden zu vermeiden.

Ist die Zugabe von Natrium notwendig?

Es kann jetzt natürlich die Frage kommen: „Muss ich dann überhaupt ergänzend füttern? Deckt das Futter und Heu den Natriumbedarf nicht ab?“ Die Antwort ist: Vielleicht.

Der Natriumgehalt im Heu variiert, meistens hat es geringere Mengen. Pferdebesitzer sollten sich nicht darauf verlassen, dass dem Pferd mit Heu die ausreichende Menge an Natrium zugeführt wird. Kraftfutter enthält in der Regel Natrium, hinzugefügt als Salz mit 0,1 bis 1,0 %.

Für die meisten Pferde im Ruhezustand kann diese Menge an Natrium durch die Aufnahme von Kraftfutter und Heu ausreichend sein, aber sobald sie trainiert werden und schwitzen sollte eine Ergänzung stattfinden.

In diesen Fällen sollte Salz bereitgestellt werden oder ein Produkt, damit die Anforderungen an die Körper-Hydration und das Durstbedürfnis erhalten bleiben. Wichtig ist dabei die Beibehaltung der Schmackhaftigkeit.

Abschließend, um das Pferd hydratisiert zu halten, sollten folgende einfache Schritte beachtet werden:

  • Ausreichend frisches, sauberes Wasser zur Verfügung stellen.
  • Das Futter sollte die Natrium-Anforderungen des Pferdes erfüllen.
  • Rücksprache mit dem Tierarzt oder einem Ernährungsberater halten, wenn Unsicherheit besteht, ob das Pferd genügend Wasser und Natrium aufnimmt.