Gerben Morsink gewinnt Championat von Donaueschingen

„Das war mein Traum“ – Gerben Morsink vor David Will

15.08.2021 Das Ricosta Championat von Donaueschingen geht in die Niederlande: Der 33-jährige Niederländer Gerben Morsink gewann mit Navarone Z die prestigeträchtige Prüfung des CHI Donaueschingen und gab lachend zu: „Das war echt mal ein Traum –  schneller zu sein als David. Ich wäre gern auch mal schneller als Richard Vogel, aber das hat noch nicht geklappt.“ David Will aus Dagobertshausen, der mit dem 17-jährigen Quentucky Jolly Zweiter wurde, gilt wie sein Geschäftspartner und Kollege Richard Vogel als echte „Hausnummer“ in einem Stechen –  beide lassen keine Sekunde liegen.

Insgesamt 19 Paare von 75 erreichten das Stechen des Ricosta Championats. Warum es bislang nie mit dem Start beim CHI Donaueschingen geklappt hat, dafür hatte Morsink eine schlichte Erklärung: „Ich habe immer viele junge Pferde und bislang hat es zeitlich nicht gepasst, weil ich zuhause dann eben auch unser niederländisches ´Bundeschampionat` reiten wollte. Diesmal war das alles besser.“ Der CHI Donaueschingen ist für die niederländischen Springreiter generell über viele Jahre ein „gutes Pflaster“ gewesen, etliche haben hier bereits triumphiert, einer der letzten war Frank Schuttert, der dann zwei Jahre später in Aachen renommierte Prüfungen gewann. „Genau so hätte ich das auch gern“, versicherte Morsink augenzwinkernd.

Für die niederländischen Reiter und Reiterinnen sei es wegen der Corona-Pandemie tatsächlich schwierig gewesen. Bis vor einem Monat waren lediglich Trainingsturniere und die CSI in Peelbergen, sowie der CHIO Rotterdam erlaubt worden. Dort konnte Gerben Morsink bereits glänzen. Das will er auch im Großen Preis in Donaueschingen versuchen mit Navarone Z: „Er ist hier nicht müde, er will immer noch mehr, noch weiter, der hat wirklich Energie.“

Davon hat auch Quentucky Jolly einiges in die Waagschale zu werfen. David Will: „Er ist schon 17, aber eines meiner Lieblingspferde – gesund, fit und voller Tatendrang. Wenn es ins Stechen geht, weiß der genau, dass er jetzt mal schnell gehen darf, dann spitzt er die Ohren und ich muss das in die richtigen Bahnen lenken. In der Ehrenrunde hatte ich ordentlich zu tun, weil ihm das alles viel zu langsam war hinter Gerben und Navarone Z.“

Gerben Morsink u. Navarone Z (Donaueschingen 2021) Foto: Roger Müller / ROM-Foto

Im Großen Preis wird allerdings am Sonntag C-Vier mit David Will antreten. Der Holsteiner Wallach und sein Reiter wurden am Mittwoch durch den DOKR-Springausschuss  für die Europameisterschaften im September in Riesenbeck nominiert. „Hier soll C-Vier deswegen den Großen Preis gehen und dann lassen wir es 14 Tage lang ein wenig ruhiger angehen“, so Will über die Planung. Wie sein Kollege Morsink reitet Will gern auf Gras, denn ein guter Grasboden sei einfach super für die Pferde. Der große Grasplatz in Donaueschingen bekommt gute Kritiken, ist deswegen für den einen und anderen auch Formtest und Vorbereitung auf die Europameisterschaften, die ebenfalls auf Gras geritten werden.

Bester Baden-Württemberger war hinter dem Slovaken Patrik Majher der zweimalige Sieger im Großen Preis, Hans-Dieter Dreher aus Eimeldingen auf Rang vier. Dreher saß dabei im Sattel des 12 Jahre alten Vestmalle des Cotis.

Laura Tomlinson gewinnt Grand Prix de Dressage
Großbritannien, Australien, Großbritannien – so lautete der „Einlauf“ im Grand Prix de Dressage, Preis der Bad Dürrheimer Mineralbrunnen GmbH & Co. KG: Die Britin Laura Tomlinson ritt mit ihrer Stute Rose of Bavaria allen voran. Platz zwei ging an Lyndal Oatley und Elvive, dahinter folgte Lara Butler mit  Kristjan. Butler ist Kollegin und Mitarbeiterin von Laura Tomlinson, die übrigens ein Kind erwartet und sehr vergnügt im Sattel saß. Lyndal Oatley und Ehemann Patrik Kittel teilten sich die „Arbeit“. Der schwedische Olympiareiter coachte seine Frau und passte parallel auf die kleine Tochter auf. Umgekehrt hilft die Gattin, wenn Kittel im Sattel Platz nimmt. Seine Landsfrau und Mannschaftskollegin Antonia Ramel und der in Nottuln lebende Dressurreiter belegten Rang vier und fünf im Grand Prix. Dabei saß Kittel im Sattel seines „Neuzugangs“ Fiontini. Die Stute gewann dreimal den WM-Titel bei den Jungen Dressurpferden, erst seit wenigen Wochen ist Fiontini nun im Sportstall Kittel zuhause.

Quelle: Pressemitteilung Escon Marketing GmbH – Pegamo Networks

Weitere News:


Meike Rath

Autorin: Meike Rath - ehemalige Turnierreiterin, frühere Pferdebesitzerin und heute Berichterstatterin aus dem Reitsport - Autorin, Redakteurin und Inhaberin von Reiterzeit.de

Akzeptieren

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren