Der Lipizzaner

Pferderassen – Iberische Rasse

Im Jahre 1580 gründete Karl II. das Gestüt Lipizza in Slovenien. Hier hat die Rasse ihren berühmten Namen her.

Woher stammt der Lipizzaner?

Karl II. holte von den Iberischen Halbinseln einige Pferde mit denen er züchten wollte, und zwar ausdrucksstarke weiße Pferde.

1572 wurde die Spanische Hofreitschule gegründet. Der Name kommt daher, weil nur Spanische Pferde dort waren.

Wie in den meisten Rassen wurden auch hier Einkreuzungen vorgenommen z. B. mit Arabern, Napolitanern und Vollblütern. Die Einkreuzung der Vollblüter war aber nicht so wie gehofft.

Sechs Stammlinien begründeten den Lipizzaner:

  • Pluto
  • Maestoso
  • Napolitano
  • Favory
  • Conversano
  • Siglavy

Diese Linien existieren noch heute.

Bis zum 18. Jahrhundert waren außer weißen Pferden auch die Farben Falbe, Schecke und Brauner vorhanden. Dies sollte aber nicht sein und so wurden nur noch Schimmel gezüchtet.

Vereinzelt kommt auch noch mal ein brauner Lipizzaner vor. Traditionsgemäß steht auch immer einer in der Spanischen Hofreitschule.

Seit 1920 werden die Lipizzaner für die Spanische Hofreitschule nur noch in Piber, Österreich gezüchtet.

Lipizzaner die z. B. in Ungarn oder Rumänien gezüchtet werden, kommen auch in die Landwirtschaft für leichte Arbeiten. Diese Züchtungen sind meist größer als die, der Spanischen Hofreitschule.

Merkmale des Lipizzaner

Der Lipizzaner hat eine schöne Kopf, in dem der Einfluss des Arabers noch leicht sichtbar ist. Sonst ist der typische Iberische Einfluss da. Der Hals ist sehr muskulös und kurz. Die Brust ist tief angesetzt und der Widerrist etwas flacher. Die Schultern sind leicht schräg. Sie haben einen langen Rücken und eine runde Hinterhand. Die Beine sind kräftig und kurz. Das Stockmaß geht von ca. 1,53 bis 1,64 m.

Sie sind intelligent und werden erst spät „erwachsen“. Insgesamt erreichen sie ein hohes Alter und werden noch mit über 20 Jahren richtig gearbeitet. Ausgebildet werden die Lipizzaner erst mit sieben Jahren.

Ihr Charakter ist, dem spanischen Ursprung entsprechend, temperamentvoll, aber auch lernwillig. Sie sind verlässliche und ehrliche Pferde.