Richard Vogel gewinnt Großen Preis in Redefin 2021

Pressemitteilung von Pferdefestival Redefin:

Zweimal ist besser als einmal – Richard Vogel gewinnt Großen Preis der Deutschen Kreditbank AG

09.05.2021 “Also wenn mir das jemand am Donnerstag gesagt hätte, hätt ich den wohl doch für verrückt erklärt”, stellt Richard Vogel (Marburg/ Dagobertshausen) fest und hat auch gleich die Begründung parat: “Walker ist in Mannheim schon sehr konstant auf hohem Niveau gegangen. Das kann man nicht erwarten, dass er nahtlos so weiter macht.” Hat er allerdings – mit Ride Smart Never walk alone gewann Richard Vogel den Großen Preis der Deutschen Kreditbank AG, das wertvollste Rankingspringen der drei internationalen Turniertage beim Pferdefestival Redefin.

Knappe 24 Stunden zuvor konnte das Duo bereits das Championat des Landes Mecklenburg-Vorpommern “Land zum Leben”  in Redefin für sich entscheiden und niemand dürfte sich mehr darüber gefreut haben, als der Besitzer. Gerald Nothdurft aus Göttingen, einst selbst Vierter im Deutschen Spring-Derby, vertraute den elf Jahre alten Holsteiner Wallach dem Springreiter Vogel an. Hinter dem 23-jährigen Sieger reihte sich Mecklenburg-Vorpommerns aktuell erfolgreichster Reiter ein: Olympiakader-Mitglied André Thieme aus Plau am See, der seine Top-Stute Chakaria im Großen Preis der Deutschen Kreditbank AG präsentierte. “Der Plan ist jetzt, dass sie mal ein bisschen verschnaufen kann und vor dem ersten Nationenpreis in St. Gallen höchstens zwei, drei einfache Prüfungen geht, damit sie frisch und motiviert im Kopf bleibt.”

Höchst zufrieden war auch Carsten-Otto Nagel aus dem schleswig-holsteinischen Wedel, der mit der Schimmelstute L`Esperance auf den dritten Platz sprang. Der 58 Jahre alte Ex-Mannschafts-Weltmeister Nagel witzelte – ohne eine Miene zu verziehen –  in der Abreitehalle in Redefin über die Einführung von “Boni”: “Eigentlich könnte man doch ab einem bestimmten Alter Sekunden gut geschrieben bekommen oder…” Für den Chefbereiter vom Wedeler Moorhof geht der Blick jetzt erst mal in den Kalender, um die Saisonplanung zu verfeinern. Immerhin hat er jetzt beim Pferdefestival mit Rang drei 15 Punkte für das Ranking der BEMER Riders Tour gesammelt: “Das hat mich jetzt freudig überrascht.”

Richard Vogel u Ride Smart Never Walk Alone Redefin Foto: Stefan Lafrentz

Sandra Nuxoll feiert Doppelerfolg im Grand Prix Special

Die Noch-Österreicherin Sandra Nuxoll feierte beim Pferdefestival Redefin einen famosen Triumpf im Grand Prix Special im Preis des Helenenhof Schwiebert: Mit 81,04 Prozent gewann die in Dinklage beheimatete Reiterin die klassische große Dressurprüfung beim Pferdefestival. Partner des Erfolgs ist ihr KWPN-Wallach Bonheur de la Vie, mit dem sie im Dezember bereits souverän das Finale des Louisdor-Preis in Kronberg gewann. Bonheur ist in den vergangenen Monaten weiter gereift und zeigte das sehr eindrucksvoll im Dressurviereck im Park des Landstallmeisterhauses. Und auch Platz zwei ging an Nuxoll mit der Oldenburger Stute Hanami OLD. Auch dieses Pferd zählte zu den Finalisten des Louisdor-Preises.

Weltcup-Reiter Frederic Wandres aus Hagen a.T.W. sicherte sich mit Quizmaster in Redefin das ersehnte Finalticket für den NÜRNBERGER BURG-POKAL. Der Berufsreiter, der bereits etliche internationale Erfolge verbuchen konnte, zählt tatsächlich zu den wenigen Reitern, die bislang noch nie beim Finale der bedeutenden Dressurserie für sieben bis acht Jahre alte Dressurpferde dabei war.

Am Morgen lösten fünf Pferde das “Ticket” zum Bundeschampionat der sechsjährigen Dressurpferde –  absolute Spitze im Gestüt Bonhomme-Preis war ein Pferd dieses Gestüts – Maracaná, ein Rapphengst, den Lena Waldmann mit der Note 9,2 zum Sieg pilotierte. Ebenfalls qualifizieren konnte sich eine Stute aus dem Gestüt Ganschow – Kycara, die von Libuse Mencke in Redefin vorgestellt wurde.

Francois Kasselmann ist stolz auf sein Team

Die Bilanz der Veranstalter fällt positiv aus. Francois Kasselmann, der das Pferdefestival gemeinsam mit seinem Vater Ullrich und Paul Schockemöhle innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit realisierte, verteilte Komplimente: “Ich bin sehr stolz auf unser Team, denn es war und ist nicht einfach, so eine Veranstaltung unter den Corona-Regeln zu organisieren. Die Regelungen sind auch in den Bundesländern unterschiedlich und manchmal auch von Landkreis zu Landkreis. Wir wollen aber immer ein sicheres Turnier machen. Die Reiter und Reiterinnen haben mit Verständnis darauf reagiert, das ist eine Erleichterung. Ich hoffe, dass das Pferdefestival insgesamt ein gutes Signal gesendet hat, nämlich die Machbarkeit von Pferdesport unter Corona-Regeln.”

Das Pferdefestival Redefin kommt 2022 wieder auf das mecklenburgische Landgestüt. Vom 13. – 15. Mai soll dann erneut internationaler Sport stattfinden, dann – so die Hoffnung der Veranstalter –  wieder mit Besuchern und Besucherinnen.

Quelle: Pferdefestival Redefin – Pegamo Networks

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Meike Rath

Autorin: Meike Rath - ehemalige Turnierreiterin, frühere Pferdebesitzerin und heute Berichterstatterin aus dem Reitsport - Autorin, Redakteurin und Inhaberin von Reiterzeit.de

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