CHIO Aachen: Sieg für USA im Nationenpreis

16.09.2021 Der Nationenpreis von Aachen am Donnerstag Abend war spannend bis zur letzten Minute. Das deutsche Team ritt unter schwierigen Bedingungen nach dem Sturz von Marcus Ehning, da jedes Ergebnis zählte.

Den ersten Umlauf eröffnete Jessica Springsteen auf Don Juan van de Donkhoeve für die USA und zeigte wie geritten werden musste, um Null zu bleiben und in der Zeit. Daniel Deusser folgte etwas später als erster deutscher Starter mit Killer Queen Vdm. Das Paar kam flüssig und fehlerfrei ins Ziel und nahm den weiteren deutschen Reitern etwas die Anspannung mit ihrer souveränen Runde.

Marcus Ehning hatte Pech. Er stürzte auf dem Abreiteplatz von A la Carte NRW und verließ humpelnd das Gelände. Zur Sicherheit wurde er für eine Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. Seinem Pferd war nichts passiert. Für das deutsche Team hieß es somit, nur noch mit drei Paaren anzutreten. Damit konnten sie sich keinen Fehler erlauben, da es nun kein Streichergebnis mehr gab.

Christian Ahlmann und Clintrexo Z kämpften für die Nullrunde und lieferten sie ab. Es war jedoch nicht so entspannt wie bei Deusser. Clintrexo blieb über der Tripplebarre lange in der Luft und Ahlmann musste zum nächsten Steilsprung etwas Druck machen. Ahlmann sagte später, dass er Clintrexo etwas zu sehr zurückgenommen hatte, aber sein Pferd die Tripplebarre gut zu Ende gesprungen ist.

Marcus Ehning geht es gut

Als Schlussreiter im deutschen Team war David Will mit C Vier am Start. Das Paar war ebenfalls souverän unterwegs, konnte allerdings nicht fehlerfrei ins Ziel kommen. Am vorletzten Sprung fiel die obere Planke am Steilsprung; ein Fehler, der einigen Reitern im ersten Umlauf passierte.

Nach der ersten Runde lag die USA in Führung vor Belgien, Schweden sowie Deutschland, die jeweils 4 Fehler hatten.

In der zweiten Runde zeigte sich Daniel Deusser erneut mit Killer Queen Vdm in fantastischer Form und blieb wieder fehlerfrei. Am Einritt konnte man Marcus Ehning sehen, der sich nach seiner Untersuchung zurückmeldete und mitteilte, dass alles in Ordnung ist. Drei Ärzte hätten ihn untersucht und keiner konnte etwas finden. Er hatte sich mit seinem Pferd missverstanden, A la Carte NRW war zu früh abgesprungen und daher war es zu seinem Sturz gekommen.

Bei Christian Ahlmann lief es in der zweiten Runde nicht so rund. Am Einsprung zur Dreifachen wieherte ein Pferd und Clintrexo wurde abgelenkt, so dass er mit der Vorderhand die oberste Stange des Steilsprungs mitnahm. Dann wurde es am letzten Sprung ein wenig zu weit, so dass am Oxer die Stangen fielen.

David Will als letzter Reiter für Deutschland fing so gut an, aber in der Dreifachen kam es zum ersten Fehler, dann wieder die Planke und auch am letzten Sprung fielen Stangen; 12 Fehler.

Am Ende konnten sich die US-Amerikaner den Sieg im Nationenpreis holen. Laura Kraut behielt als Schlussreiterin mit Baloutinue die Nerven und brachte das Team zum Sieg. Insgesamt waren die Amerikaner sehr stark unterwegs und konnten mit 4 Fehlern den Nationenpreis beenden. Laura Kraut sagte, dass sie unbedingt den Nationenpreis gewinnen wollten.

Ergebnisse:

  1. USA / 4 F.
    Jessica Springsteen, Don Juan van de Donkhoeve
    Lucy Deslauriers, Hester
    Brian Moggre, Balou du Reventon
    Laura Kraut, Baloutinue
  2. Schweden / 8 F.
  3. Frankreich / 12 F.
  4. Belgien / 16 F.
  5. Niederlande / 21 F.
  6. Deutschland / 24 F.
  7. Italien / 25 F.
  8. Brasilien / 33 F.

© Reiterzeit.de


Meike Rath

Autorin: Meike Rath - ehemalige Turnierreiterin, frühere Pferdebesitzerin und heute Berichterstatterin aus dem Reitsport - Autorin, Redakteurin und Inhaberin von Reiterzeit.de

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