Hufrehe bei Pferden

Hufrehe, das Schreckenswort unter Pferdebesitzern. Jeder hofft, dass diese Krankheit nie sein Pferd betreffen wird. Hufrehe ist, wie das Wort schon sagt, eine Krankheit, die die Hufe betrifft. Es ist eine Entzündung der Huflederhaut, die Pferden große Schmerzen bereitet.

Es liegt eine Störung des Gewebes vor, das die Hufwand mit dem Hufbein im Huf verbindet. Dies kann dazu führen, dass der Knochen innerhalb des Hufes rotiert oder absinkt.

Symptome beim Pferd – Anzeichen für Hufrehe

Nicht immer erkennt der Pferdebesitzer sofort, dass sein Pferd Hufrehe haben könnte. Die ersten Anzeichen sind z. B. Hufempfindlichkeit, Enlastung des Hufes; weiter fortgeschritten kommt es u. a. zur Lahmheit (besonders gut zu erkennen, wenn das Pferd sich im Kreis dreht), erhöhter Temperatur im Huf und erhöhter Puls im Huf. Im schlimmsten Fall führt es zur einer Perforation des Hufbeins durch die Hufsohle, oder das Pferd kann gar nicht mehr aufstehen und muss erlöst werden.

Symbolbild – gesunde Hufe

Bei starken Schmerzen in den Vorderhufen streckt das Pferd im Stehen die Vorderbeine nach vorne. Betrifft es die Hinterbeine, werden diese auch nach vorne gestreckt, also unter den Bauch. Damit will das Pferd den Zehenbereich entlasten.

Am Huf selbst sind auch einige Merkmale zu sehen, wie z. B. anormales Hufwachstum (Fersen wachsen schneller), an der Ferse breite Hufringe, ausgestellte Hufwand / Wandrisse.

Auslöser für Hufrehe

Folgende Punkte können Hufrehe auslösen:

  • Entzündungen
  • Equines Cushing Syndrom
  • Übergewicht
  • Kohlenhydratüberschuss durch zuviel Getreide und Weidegras
  • Equines Metabolisches Syndrom (MES)
  • Überbelastung, z B. wenn das Pferd viel auf Asphalt oder harten Böden läuft
  • Stress, z. B. durch lange Transporte, neue Stallumgebung

Vorbeugung / Behandlung

Der Pferdebesitzer sollte bei den ersten Anzeichen sofort seinen Tierarzt hinzuziehen. Außerdem kann jeder Besitzer auch selbst einiges tun, z. B.

  • Einschränkungen in der Fütterung: kein Getreide geben, kein Gras von der Weide. Vor allem nicht am späten Vormittag und späten Nachmittag, weil zu dieser Zeit der Pflanzenzucker am höchsten ist.
  • Verdauliche Ballaststoffe füttern und Öl, damit der Verdauungstrakt des Pferdes gereinigt wird.
  • Diät halten bei übergewichtigen Pferden.
  • Das Pferd auf weichen Untergrund stellen, z. B. Sand oder Späne.
  • Boxenruhe.
  • Sollte das Pferd sich hinlegen wollen, lasst es zu, damit die Hufe entlastet werden.
  • Darauf achten, dass das Pferd nicht von Parasiten befallen ist und Impfungen durchführen.
  • Die Hufe in Eimer mit Eiswasser stellen.

Tierarzt und Hufschmid

In Verbindung mit dem Tierarzt und dem Hufschmied, die Hufe korrigierend schneiden lassen, therapeutisch unterstützende Hufschuhe oder Polster anfertigen. Der Tierarzt sollte ein Röntgenbild anfertigen, damit der genaue Zustand des Hufes sichtbar wird.

Man sollte immer daran denken, dass Pferde, die einmal Hufrehe hatten, es leider mit großer Wahrscheinlichkeit wieder bekommen.

Genauere Informationen gibt Euch Euer Tierarzt.

© Reiterzeit.de